Bergsteiger, Huber

Bergsteiger Huber: HĂ€tten alles gegeben, um Laura zu retten

01.08.2025 - 13:27:51 | dpa.de

Ein Steinschlag trifft Dahlmeier auf 5.700 Metern Höhe. Der Bergsteiger Thomas Huber startet, um zu helfen - doch sie ist tot. Huber berichtet von den UmstĂ€nden am Berg - und von seinen GefĂŒhlen.

  • Bergsteiger Thomas Huber konnte nichts mehr fĂŒr Laura Dahlmeier tun. (Archivbild) - Foto: Henning Kaiser/dpa
  • Laura Dahlmeier ist in den Bergen Pakistans tödlich verunglĂŒckt. (Archivbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Bergsteiger Thomas Huber konnte nichts mehr fĂŒr Laura Dahlmeier tun. (Archivbild) - Foto: Henning Kaiser/dpa Laura Dahlmeier ist in den Bergen Pakistans tödlich verunglĂŒckt. (Archivbild) - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Ein unvorhersehbarer WĂ€rmeeinbruch hat nach EinschĂ€tzung des Bergsteigers und Freundes von Laura Dahlmeier, Thomas Huber, wahrscheinlich zu dem tödlichen UnglĂŒck am Laila Peak in Pakistan gefĂŒhrt. «Es hatte einen trockenen Winter, deswegen wenig Schnee in der Nordwestwand, dennoch waren die VerhĂ€ltnisse wĂ€hrend ihres Aufstiegs gut und sicher», sagte Huber der Deutschen Presse-Agentur. Aber: «Der Berg war am Folgetag ein anderer als die MĂ€dels gestartet sind und sie wĂ€ren unter diesen Bedingungen nie gegangen.»

«HÀtten alles gegeben»

Nach dem Flug mit dem Hubschrauber zum UnglĂŒcksort, so Huber auf Instagram, sei klar gewesen, dass Dahlmeier nicht mehr lebte. Nach mehrmaligem Überflug «wussten wir, dass Laura zu ihrem letzten Gipfel aufgestiegen war». 

Der dpa sagte er: «Wenn Laura noch am Leben gewesen wĂ€re, hĂ€tten wir mit Einsatz unseres Lebens alles gegeben. Es Ă€ndert sich in dem Moment, in dem der VerunglĂŒckte tot ist, dann ist jedes Risiko eines zu viel.» Laura Dahlmeier hatte verfĂŒgt, dass niemand sein Leben riskieren dĂŒrfe, um ihren Leichnam im Falle eines solchen Unfalls zu bergen. 

Derartige VerfĂŒgungen seien sinnvoll, unterstrich Huber. «So sollte es sein, denn so können alle Hinterbliebenen besser mit der tragischen Wirklichkeit umgehen», erlĂ€uterte Huber. 

Wetterumschwung 

Es habe einen schweren unvorhergesehenen WĂ€rmeeinbruch gegeben - «und die MĂ€dels wussten, dass es zu gefĂ€hrlich werden wĂŒrde, den Aufstieg fortzusetzen. Sie hatten alles richtig gemacht und richtig entschieden.» Im Abstieg habe sich dann die Tragödie ereignet, sagte Huber der dpa.

«So tragisch alles ist, Laura lebte ihren Traum bis zuletzt, zu jeder Sekunde und sie war und ist immer noch ein Vorbild dafĂŒr, dass das Leben ein unfassbares Geschenk ist, das mit Liebe, Leidenschaft und Feuer erfĂŒllt werden soll, alles andere wĂ€re tragisch.» Er danke Laura fĂŒr alle Momente, die sie zusammen erleben durften, schrieb Huber auf Instagram.

Bitte um Respekt

Huber bat um Respekt bei der Berichterstattung und in Kommentaren, die sich auf die improvisierte Pressekonferenz am Donnerstag in Skardu bezogen. «Viele eurer anschließenden Kommentare waren respektlos und ihr habt keine Ahnung, was in uns allen vorgeht, wenn wir diese Geschichte vor laufender Kamera erzĂ€hlen.»

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