45.000 Spanier sollen wegen Waldbrand zu Hause bleiben
03.07.2026 - 20:00:51 | dpa.deWegen starken Rauchs durch einen Waldbrand im Nordosten Spaniens haben die Behörden rund 45.000 Bewohner mehrerer Ortschaften östlich von Girona aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben, teilten die Behörden Kataloniens auf der Plattform X mit.
Bisher seien durch das Feuer in der Nähe der Stadt Bisbal d'Empodrá im Hinterland der Touristenregion Costa Brava etwa 1.300 Hektar Busch- und Waldland niedergebrannt. Das entspricht in etwa der Fläche von 1.800 FuĂźballfeldern. Menschen seien bisher nicht zu Schaden gekommen.Â
Die Flammen wĂĽrden von starken Winden angefacht und seien auĂźer Kontrolle. Zudem hätten sie auf die bewaldete Bergregion MassĂs de les Gavarres ĂĽbergegriffen. Sie ist rund 35.000 Hektar groĂź. Die Regionalregierung von Katalonien forderte die Hilfe der militärischen Nothilfeeinheit UME an.Â
Die Polizei teilte mit, sie haben einen Mann festgenommen, der verdächtig sei, den Brand ausgelöst zu haben. Er habe an einer Straße mit einem Trennschleifer gearbeitet. Diese Maschinen werden zum Schneiden von Metall oder Stein benutzt und schlagen dabei extrem heiße Funken, die trockene Vegetation leicht in Brand setzen können. Ihre Benutzung sei deshalb während der derzeitigen trockenen Hitze in der Region verboten gewesen.
