Erstmals deutsche Filmschaffende geehrt: Jennifer Pengel und Ravi Gautam erhalten den Premio Internazionale Padre Pio da Pietrelcina
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 10:15 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Die Auszeichnung krönt eine ereignisreiche Woche in Italien: Erst zwei Tage zuvor feierte das Drama seine umjubelte Weltpremiere beim Social Film Festival ArTelesia im nahegelegenen Benevento. Für das Team der in Hannover ansässigen Webfilmland Productions verwandelte sich die Reise damit in einen Meilenstein internationaler Anerkennung.
Ein starkes Zeichen für Menschenwürde und Solidarität
Der von der Associazione Amici di Padre Pio organisierte Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich durch ihre berufliche, kulturelle oder soziale Arbeit in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen. Im Mittelpunkt stehen Werte wie Menschenwürde, Solidarität und die Zuwendung zu leidenden Menschen. Mit dem Gewinn des Premio Internazionale Padre Pio da Pietrelcina reihen sich Pengel und Gautam in eine Riege prominenter früherer Preisträger ein - darunter Star-Regisseur Franco Zeffirelli, Schauspielerin Claudia Gerini und der legendäre Journalist Enzo Biagi.
Diese Auszeichnung hat uns völlig unvorbereitet getroffen und tief berührt, erklärt Produzentin Jennifer Pengel. Dass unser Film über die unsichtbaren Wunden von Kriegskindern genau dort verstanden wird, wo Nächstenliebe und Solidarität im Mittelpunkt stehen, gibt unserem gesamten Team - und besonders den mitwirkenden Geflüchteten - unschätzbare Kraft. Es zeigt uns, dass Kino Grenzen überwinden kann."
Die unsichtbaren Wunden des Krieges sichtbar machen"
A Million Yard Stare erzählt die bewegende Geschichte des ukrainischen Jungen Roma, der durch die Schrecken des Krieges schwer traumatisiert wurde, und seiner Mutter Oxana. Die Mutter kämpft unermüdlich darum, ihrem Sohn wieder Vertrauen und Lebensfreude zurückzugeben. In der Zirkuskunst findet sie schließlich einen Weg, die Seele ihres Kindes zu erreichen - dort, wo Worte längst nicht mehr ausreichen.
Der Film verzichtet auf die Darstellung von Frontlinien und fokussiert sich stattdessen auf die psychologischen Folgen von Krieg und Flucht, insbesondere bei Kindern. Er macht schmerzhaft deutlich, dass physische Sicherheit allein noch keine Heilung bedeutet und dass hinter jeder Fluchtstatistik ein Einzelschicksal mit tiefen Ängsten, aber auch Hoffnungen steht. Ein besonderes Qualitätsmerkmal der Produktion: Zahlreiche Geflüchtete wirkten direkt vor und hinter der Kamera mit und verwoben ihre eigenen Erfahrungen von Vertreibung und Neubeginn mit der filmischen Erzählung.
In dieser tiefen Symbiose aus Kunst, Mitgefühl und gesellschaftlicher Verantwortung sah die Jury die fundamentale Nähe zu den Werten des Preises. Die Ehrung setzt ein unübersehbares Zeichen für ein Kino, das zum Hinsehen bewegt und die Aufmerksamkeit auf diejenigen lenkt, deren Leid in den Nachrichten oft unsichtbar bleibt.
Pressekontakt:
Webfilmland Productions
Ansprechpartner: Jennifer Pengel
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