Erstmals Schockbilder aus Tönnies-Schlachthof / Versteckte Kameras zeigen Schweine in Höllenqualen
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 07:12 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSWeiterhin zeigen die Videos den Todeskampf der Tiere mit Atemnot, Panik und Schmerzen. Etwa eine halbe Minute kÀmpfen die Schweine verzweifelt gegen das Ersticken, bevor sie das Bewusstsein verlieren. Sie schreien, strampeln und schlagen mit ihren Köpfen gegen den KÀfig. Die Aufnahmen zeigen den umstrittenen Standard, mit dem rund 80 % aller Schweine im Schlachthof mittels CO2 betÀubt werden.
Anna Schubert, Sprecherin von ARIWA, kommentiert:
"Das ist illegal, was hier passiert, und zeigt den Standard der Branche. Kaum jemand weiĂ, dass unter solchen UmstĂ€nden Schweinefleisch produziert wird. WĂŒrden solche Videos im Supermarkt laufen, wĂŒrde das keiner kaufen."
"Tiere dĂŒrfen bei einer BetĂ€ubung keine Schmerzen haben. Hier sehen wir aber, wie sie Höllenqualen durchleiden. Und anstatt diese TierquĂ€lerei zu verbieten, schauen die Behörden weg und tun einfach nichts dagegen."
"Ganz tief mit drin stecken die VeterinĂ€rĂ€mter. TierĂ€rzte sollen Tiere schĂŒtzen. Stattdessen unterstĂŒtzen sie das System der TierquĂ€lerei. Wenn man sieht, wie Schweine schreien, sich wehren und mit SchlĂ€gen in diese Gruben gezwungen werden, wie kann man da einfach wegschauen? Und das auch noch als TierĂ€rztin?"
"Die Politik versucht, mit scheinheiligen Gesetzen zur VideoĂŒberwachung so zu tun, als wĂŒrde sich etwas verbessern. Was Ă€ndert VideoĂŒberwachung am Erstickungskampf der Schweine? Gar nichts."
"Wenn schon die BetĂ€ubung so aussieht, die eigentlich Leid verhindern soll, wie soll das dann jemals ohne QuĂ€lerei ablaufen? Schlachtung wird immer ein Kampf ums Ăberleben bleiben."
ARIWA hat Tönnies mit den konkreten VorwĂŒrfen konfrontiert. Der Konzern nahm dazu jedoch keine inhaltliche Stellung.
Die Aufnahmen stammen aus der R. Thomsen EU-GroĂschlachterei GmbH in Kellinghusen (Landkreis Steinburg, Schleswig-Holstein). Der Betrieb gehört zum Schlachtkonzern Tönnies, der heute unter dem Namen Premium Food Group firmiert. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Rheda-WiedenbrĂŒck (Nordrhein-Westfalen) zĂ€hlt zu den gröĂten Fleischproduzenten Europas. Da sich der Unternehmenssitz in Nordrhein-Westfalen befindet, hat ARIWA Strafanzeige gegen den Konzern bei der zustĂ€ndigen Staatsanwaltschaft Dortmund (Zentralstelle fĂŒr die Verfolgung der UmweltkriminalitĂ€t) in Nordrhein-Westfalen erstattet. Diese Anzeige wurde an die Staatsanwaltschaft in Itzehoe abgegeben. Weitere Informationen: https://www.ariwa.org/toennies
Fotos: https://www.flickr.com/gp/animalrightswatch/8WTFY0T239
Videomaterial zur honorarfreien Verwendung (Quellenangabe: Animal Rights Watch e.V.) erhalten Sie auf Nachfrage.
Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) deckt mit investigativen Recherchen die ZustĂ€nde in der Tierwirtschaft auf. Mit rund 25 Ortsgruppen bundesweit setzt sich ARIWA fĂŒr das Ende jeglicher Tierausbeutung ein.
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Anna Schubert
Agrarreferentin, Presse- und Ăffentlichkeitsarbeit
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