Fury in the Slaughterhouse spielt 2027 zweimal in Hannover
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 07:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWSHannovers Rockgeschichte bekommt zwei Arenatermine
- Fury in the Slaughterhouse spielt am 5. und 6. November 2027 in Hannover.
- Die Band wurde in den 1990er Jahren auch in den USA erfolgreich und platzierte sich dort in den Charts.
- Nach der Auflösung 2008 fanden die Musiker 2017 wieder zusammen.
Fury in the Slaughterhouse plant Jubiläumsshows in Hannover
Fury in the Slaughterhouse feiert 2027 sein 40-jähriges Bestehen mit zwei Arenashows in Hannover. Die Konzerte finden am 5. und 6. November in der Gründungsstadt der Rockband statt.
Frontsänger Kai Wingenfelder denkt nach eigenen Angaben noch nicht an einen Abschied von der Bühne, schließt ein späteres Ende aber nicht aus. Wann dieser Zeitpunkt gekommen sein könnte, wolle er am Urteil seiner Frau festmachen.
Überraschungsgäste bleiben geheim
Für die beiden Jubiläumskonzerte kündigte Wingenfelder Überraschungen an. Welche Special-Gäste auftreten sollen, teilte die Band bislang nicht mit.
Die geplanten Auftritte sollen die Geschichte der Gruppe an ihrem Ausgangspunkt sichtbar machen. Hannover habe der Band in der Anfangszeit faire Gagen, volle Clubs und eine unterstützende Musikszene geboten, erklärte Wingenfelder.
Erfolge in Deutschland und den USA
Fury in the Slaughterhouse wurde in den 1990er Jahren zu einer der erfolgreichsten deutschen Rockbands. Die Gruppe erreichte damals auch Chartplatzierungen in den USA.
Zu ihren bekannten Liedern zählen „Won’t Forget These Days“ und „Time To Wonder“. Im Zentrum der Band stehen die Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder.
Pause prägt die Bandgeschichte
2008 löste sich Fury in the Slaughterhouse offiziell auf. Danach spielte die Gruppe nur noch vereinzelt Konzerte, bevor die Musiker 2017 wieder zusammenfanden.
Wingenfelder bezeichnete die Unterbrechung als wichtig für die spätere Zusammenarbeit. Nach dem Abstand hätten die Musiker wieder gewusst, was sie aneinander hätten und welchen Wert die gemeinsame Musik besitze.
Idee für ein weiteres Album
Ein nächstes Album ist nach den Äußerungen des Sängers nicht ausgeschlossen. Wingenfelder könne sich vorstellen, mit der Band, einem Koch und neuen Liedideen gemeinsam an einen abgeschiedenen Ort zu gehen.
Entscheidend bleibe der Spaß an der Musik, sagte der Sänger. Eine Abschiedstour ist derzeit nicht angekündigt.
Das 40-jährige Bestehen markiert für Fury in the Slaughterhouse nicht nur ein Bandjubiläum, sondern auch die Rückkehr an den Ort ihrer Entstehung. Hannover steht in der Geschichte der Gruppe für die frühen Auftrittsmöglichkeiten, eine unterstützende Musikszene und die Grundlage für den späteren überregionalen Erfolg.
Die Band gehört zu einer Generation deutscher Rockgruppen, die in den 1990er Jahren auch außerhalb Deutschlands Aufmerksamkeit erreichte. Mit Chartplatzierungen in den USA und Liedern wie „Won’t Forget These Days“ sowie „Time To Wonder“ entwickelte Fury in the Slaughterhouse ein Profil, das über die lokale Szene hinausreichte.
Die Bedeutung der Unterbrechung
Die Auflösung im Jahr 2008 unterbrach die kontinuierliche Bandgeschichte. Nach einzelnen Konzerten führte die Wiedervereinigung 2017 dazu, dass die Musiker ihre gemeinsame Arbeit wieder aufnahmen. Der von Kai Wingenfelder beschriebene Abstand steht damit für eine bewusste Zäsur, die den späteren Neustart prägte.
Für das Publikum verbinden die beiden Arenashows 2027 mehrere Ebenen: Sie feiern vier Jahrzehnte Bandgeschichte, knüpfen an die hannoverschen Anfänge an und machen die Gruppe auch für jüngere Fans als Teil der deutschen Rockgeschichte erlebbar. Die angekündigten Überraschungsgäste bleiben bis zur späteren Bekanntgabe ein zusätzlicher Spannungsfaktor.
Kein Abschied angekündigt
Eine Abschiedstour steht nach den Aussagen Wingenfelders nicht bevor. Zugleich verweist sein Nachdenken über ein mögliches nächstes Album darauf, dass die Zukunft der Band weniger von einem festen Karriereplan als vom gemeinsamen Spaß an der Musik abhängen soll.
