Ratgeber, Unfall

Gefahr auf dem Dach: Wenn Laub Lichtkuppeln unsichtbar macht

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 09:25 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Berlin - Im Herbst kann Laub auf DĂ€chern zur tödlichen Gefahr werden: Es verdeckt auch ungesicherte Lichtplatten und LichtbĂ€nder, die dann kaum noch als Gefahrenstellen zu erkennen sind. Wer eine solche FlĂ€che betritt, kann in die Tiefe stĂŒrzen. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) appellieren deshalb an Unternehmen und BeschĂ€ftigte, DachflĂ€chen und Verkehrswege besonders in der dunklen Jahreszeit sorgfĂ€ltig zu prĂŒfen und Gefahrenstellen wirksam zu sichern.
Gefahr auf dem Dach: Wenn Laub Lichtkuppeln unsichtbar macht - Bild: presseportal.de

Die Unfallzahlen der BG BAU zeigen, wie ernst die Gefahr ist: 2025 ereigneten sich im ZustĂ€ndigkeitsbereich der BG BAU 74 tödliche ArbeitsunfĂ€lle. Bei 41 Prozent dieser UnfĂ€lle war ein Absturz die Unfallursache. Gerade Arbeiten auf DĂ€chern bergen ein hohes Absturzrisiko. GefĂ€hrlich sind nicht nur AbstĂŒrze von Dachkanten, sondern auch DurchstĂŒrze durch ungesicherte Lichtplatten oder LichtbĂ€nder und andere nicht tragfĂ€hige Bauteile.

Laub kann Gefahrenstellen verdecken

Im Herbst erschweren zusĂ€tzliche Faktoren die Arbeit auf DĂ€chern. Regen, Laub und Raureif können OberflĂ€chen rutschig machen. Gleichzeitig verschlechtern Nebel, DĂ€mmerung oder Niederschlag die Sicht. Besonders tĂŒckisch: Ansammlungen von Laub und Schmutz können nicht gesicherte Dachoberlichter und andere nicht durchsturzsichere Bauteile verdecken. FĂŒr BeschĂ€ftigte ist dann unter UmstĂ€nden nicht mehr zu erkennen, wo eine tragfĂ€hige DachflĂ€che endet und wo eine Gefahrenstelle beginnt.

"Gerade auf DĂ€chern darf man sich nicht darauf verlassen, Gefahrenstellen rechtzeitig zu erkennen. Dachoberlichter wie Lichtkuppeln und LichtbĂ€nder mĂŒssen grundsĂ€tzlich gegen Durchsturz gesichert sein. Im Herbst kommt hinzu, dass Laub und Schmutz solche Bereiche regelrecht unsichtbar machen können", sagt Björn Kass, PrĂ€ventionsleiter der BG BAU. "Deshalb mĂŒssen DachflĂ€chen und Verkehrswege vor Beginn der Arbeiten kontrolliert und Gefahrenstellen beseitigt oder wirksam gesichert werden."

Dabei gilt: Technische Schutzmaßnahmen haben Vorrang. Dazu gehören beispielsweise durchsturzsichere Bauteile, Abdeckungen, Seitenschutz oder mobile Schutznetze. Wo technische Schutzmaßnahmen nicht möglich sind, kann die Benutzung von persönlichen SchutzausrĂŒstungen gegen Absturz erforderlich sein unter der Voraussetzung, dass geeignete Anschlageinrichtungen vorhanden sind oder geschaffen werden können.

Vor Arbeitsbeginn den Blick aufs Dach richten

Die BG BAU und der ZVDH empfehlen, die besonderen Bedingungen im Herbst bereits bei der Arbeitsvorbereitung zu berĂŒcksichtigen. Arbeits- und Verkehrswege sollten regelmĂ€ĂŸig auf Laub, Schmutz, NĂ€sse und andere Gefahren kontrolliert und Verschmutzungen entfernt werden - allerdings nur unter sicheren Bedingungen. Eine ausreichende Beleuchtung sowie Sicherheitsschuhe mit stark profilierter Sohle tragen zusĂ€tzlich dazu bei, UnfĂ€lle zu vermeiden.

"Dachdeckerinnen und Dachdecker kennen ihr Arbeitsumfeld und wissen, wie schnell sich die Bedingungen auf einem Dach verĂ€ndern können. Gerade im Herbst mĂŒssen Witterung, SichtverhĂ€ltnisse und der Zustand der Arbeits- und Verkehrswege deshalb von Anfang an mitgedacht werden", sagt Felix Schneider, VizeprĂ€sident des ZVDH. "Unternehmen sind gefordert, ihre BeschĂ€ftigten regelmĂ€ĂŸig fĂŒr die Risiken zu sensibilisieren und dafĂŒr sorgen, dass sichere Arbeitswege und geeignete Schutzmaßnahmen vorhanden sind."

Weitere Informationen:

BG BAU - Absturz und Durchsturz vermeiden: http://ots.de/oQp5Qb

BG BAU - Herbst und Winter: www.bgbau.de/herbst-winter

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Katrin Lemcke-Kamrath, E-Mail: presse@bgbau.de, Telefon: 030 85781-461

Über die BG BAU

Die BG BAU ist eine der großen Berufsgenossenschaften in Deutschland. Als TrĂ€ger der gesetzlichen Unfallversicherung fĂŒr die Bauwirtschaft und fĂŒr baunahe Dienstleistungen betreut die BG BAU mehr als drei Millionen Versicherte, rund 614.000 gewerbsmĂ€ĂŸige Unternehmen und ca. 48.000 private Bauvorhaben. Ihr gesetzlicher Auftrag ist es, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu fördern, um ArbeitsunfĂ€lle und Berufskrankheiten zu vermeiden. Kommt es dennoch zu ArbeitsunfĂ€llen und Berufskrankheiten, bietet die BG BAU umfassende medizinische Betreuung und Rehabilitation mit allen geeigneten Mitteln. Zudem sorgt sie fĂŒr die Wiedereingliederung der Betroffenen in das berufliche und soziale Leben und leistet finanzielle EntschĂ€digung. Weitere Informationen unter www.bgbau.de.

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