Literatur

Weimer in Buchhandlungs-AffÀre weiter unter Druck

Veröffentlicht am: 06.03.2026 um 17:32 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

In der AffĂ€re um den Deutschen Buchhandlungspreis hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) den Ausschluss dreier Buchhandlungen von der Liste der PreistrĂ€ger mit dem "Haber-Verfahren" gerechtfertigt - nun tauchen diesbezĂŒglich aber neue Fragen auf.Auf Anfrage hatte der Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Kultur und Medien (BKM) vom Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz die Auskunft erhalten, dass es "verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse" zu den drei Buchhandlungen in Berlin, Bremen und Göttingen gibt.Die FAZ schreibt allerdings in ihrer Samstagausgabe, der Inhalt dieser Erkenntnisse sei dem Staatsminister nicht bekannt gemacht worden.

Wolfram Weimer am 05.03.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Wolfram Weimer am 05.03.2026 - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Ein BKM-Sprecher soll der FAZ demnach bestÀtigt haben, dass die Behörde die im Haber-Verfahren vorgesehene Möglichkeit der Nachfrage beim Verfassungsschutz zwecks PrÀzisierung der Auskunft gar nicht genutzt habe.

Im Kulturausschuss des Bundestags bemĂŒhte Weimer am Mittwoch den Vergleich mit einer hypothetischen "Nazi-Buchhandlung in Erfurt" - laut FAZ-Bericht angeblich ohne zu wissen, weshalb der Verfassungsschutz die drei linken Buchhandlungen mit verfassungsfeindlichen Bestrebungen in Verbindung bringt.

Die Buchhandlungen wollen nun auf Auszahlung der Preissumme klagen. Ein Rechtsanwalt sagte der FAZ, in Ermangelung von SachgrĂŒnden habe Weimer kein Ermessen zur AbĂ€nderung der Jury-Entscheidung gehabt.

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