Jugendwort 2026: Susanne-Daubner-Video heizt Spekulationen an
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 14:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEin Video mit Nachrichtensprecherin Susanne Daubner sorgt einen Tag vor der Bekanntgabe des Jugendworts 2026 in sozialen Netzwerken für Spekulationen.
Vermeintliche Bekanntgabe im Video
Daubner steht in dem Clip im gelben Blazer und kündigt zunächst an, das Jugendwort 2026 stehe fest. Dann schaut sie in ihren digitalen Kalender und stellt fest, dass erst der 9. und nicht der Tag der Bekanntgabe sei.
Anschließend nennt sie weitere angebliche Termine, darunter ein „Gundula-Gause-Cosplay“ und einen „GTA-IV-Überraschungs-Release“. Sie kündigt an, am nächsten Tag wiederzukommen, und deutet an, dass der Sieger womöglich bereits bekannt sein könnte.
Hunderttausende Reaktionen
Das am frühen Morgen veröffentlichte Video erhielt innerhalb weniger Stunden bei Instagram Hunderttausende Likes. In den Kommentaren wurde der Beitrag unter anderem als „Ragebait“ bezeichnet – ein Begriff, der absichtlich provozierende Inhalte beschreibt, um Reaktionen und Reichweite zu erzeugen.
„Ragebait“ gehört gemeinsam mit „Peak“ und „Crashout“ zur Endauswahl. „Peak“ steht für das Beste oder eine Bewertung von zehn von zehn Punkten. Ein „Crashout“ bezeichnet einen vollständigen Fassungverlust.
Bekanntgabe am Samstag
Der Verlag Pons Langenscheidt will den Sieger am Samstag um 14.00 Uhr bekanntgeben. Im vergangenen Jahr gewann „Das crazy“.
Daubner gilt als Kultfigur
Daubner präsentiert das Jugendwort seit mehreren Jahren in Clips der „Tagesschau“. 2021 erklärte sie auf diese Weise das Gewinnerwort „Cringe“, das für ein Gefühl des Fremdschämens steht.
Als sie zeitweise plante, das Jugendwort nicht mehr in sozialen Netzwerken zu erklären, protestierten Fans. Der Rückzugsplan wurde daraufhin gestrichen.
Jugendwort als Spiegel digitaler Kommunikation
Das Jugendwort des Jahres wird seit 2008 gewählt. Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren bestimmen damit nicht nur eine beliebte Redewendung, sondern machen sichtbar, welche Begriffe in ihrer Kommunikation besonders präsent sind. Die Auswahl verbindet Alltagssprache, soziale Netzwerke und Popkultur.
Die drei Finalisten stehen beispielhaft für digitale Kommunikationsmuster. „Ragebait“ beschreibt Inhalte, die gezielt Empörung auslösen und dadurch Kommentare sowie Reichweite erzeugen. „Peak“ bewertet etwas als besonders gelungen, während „Crashout“ einen Kontrollverlust oder heftigen emotionalen Ausbruch bezeichnet. Die Begriffe werden dabei häufig situationsabhängig und ironisch verwendet.
Daubner-Video als Teil des Auswahlprozesses
Das Video von Susanne Daubner greift genau diese Mechanismen auf: Es erzeugt zunächst den Eindruck einer vorgezogenen Bekanntgabe, löst mit der Korrektur des Datums aber bewusst Aufmerksamkeit und Reaktionen aus. Die hohe Reichweite zeigt, wie eng die Präsentation des Jugendworts inzwischen mit Social-Media-Formaten verbunden ist.
Die Bekanntgabe des Siegers ist für Samstag um 14.00 Uhr angekündigt. Mit „Das crazy“ setzte sich im Vorjahr ein Ausdruck durch, der Überraschung, Erstaunen oder Zustimmung markieren kann. Die diesjährige Entscheidung dürfte deshalb nicht nur den Siegerbegriff, sondern auch dessen Verbreitung im Netz weiter prägen.

