Korrigierte, Fassung

Korrigierte Fassung! Grimme-Preis: Sieben Auszeichnungen fĂŒr den WDR

14.03.2024 - 12:11:11 | presseportal.de

Köln - (Bitte Korrektur im ersten Absatz beachten!)

Korrigierte Fassung! Grimme-Preis: Sieben Auszeichnungen fĂŒr den WDR - Foto: presseportal.de

Der WDR freut sich ĂŒber sieben Grimme-Auszeichnungen fĂŒr fĂŒnf Produktionen. In der Kategorie Fiktion war der WDR gleich zwei Mal erfolgreich. Der Fernsehfilm „Nichts, was uns passiert“ erhielt einen Grimme-Preis und außerdem den Preis der Studierendenjury. Der Grimme-Preis Spezial ging an die sechsteilige Serie „Haus Kummerveldt“. Im Wettbewerb Information & Kultur gewannen „Songs of Gastarbeiter – Liebe, D-Mark und Tod“ sowie der Dokumentarfilm „Drei Frauen – ein Krieg“, der außerdem den Publikumspreis der Marler Gruppe erhielt. (Satz wurde korrigiert) „Die Sendung mit der Maus-Spezial – Marokko-Maus“ wird mit dem Preis in der Kategorie Kinder und Jugend ausgezeichnet.

Tom Buhrow gratuliert

"VielfĂ€ltig, politisch und weltoffen, kreativ und qualitativ hochwertig – dafĂŒr stehen unsere diesjĂ€hrigen Grimme-Preise in ganz unterschiedlichen Kategorien“, so WDR-Intendant Tom Buhrow, „allen PreistrĂ€gerinnen und PreistrĂ€gern meinen herzlichen GlĂŒckwunsch! Die Auszeichnungen sind fĂŒr uns BestĂ€tigung und Ansporn zugleich."

Kategorie Fiktion

„Nichts, was uns passiert“ (Gaumont fĂŒr WDR, Redaktion: Henrike Vieregge) setzt sich intensiv mit den Folgen sexualisierter Gewalt auseinander. Nach einer Party mit viel Alkohol wird die 27-jĂ€hrige Anna (Emma Nova) von dem ein Jahr Ă€lteren Jonas (Gustav Schmidt) vergewaltigt, sagt sie. Anna ist traumatisiert, erinnert sich an ihr "Nein". Jonas dagegen erinnert sich an einvernehmlichen Sex. „Nichts, was uns passiert“ sei nicht nur ein preiswĂŒrdiger Film, sondern auch ein ĂŒberaus wertvoller Beitrag zur Me-Too-Debatte, so die Jury in ihrer BegrĂŒndung. Weiter heißt es: „Julia C. Kaiser gelingt es mit diesem vielstimmigen Film, in einer Geschichte ĂŒber sexualisierte Gewalt unterschiedliche Perspektiven sowie AmbiguitĂ€ten herauszuarbeiten und in all ihrer KomplexitĂ€t zusammenzuhalten, ohne dabei an irgendeiner Stelle zu relativieren.“

Die Produktion „Haus Kummerveldt“ (Goldstoff Filme GmbH/Outside The Club GmbH/Filmwerkstatt MĂŒnster e.V. fĂŒr WDR/ZDF/ARTE, WDR-Redaktion: Andrea Hanke) ist eine historische Dramedy in moderner Punk-Pop-Gestaltung mit schwarzem Humor. Es geht um weibliche Emanzipation im deutschen Kaiserreich des 19. Jahrhunderts. Luise von Kummerveldt (Milena Straube) will eine berĂŒhmte Schriftstellerin werden und damit auch der Langeweile und Engstirnigkeit des adligen Landlebens entfliehen. Die Jury beschreibt die sechsteilige Serie als eine „experimentierfreudige VerknĂŒpfung von Historie, Pop und Politik“ und eine „Dekonstruktion des KostĂŒmdramas“, die die Zuschauenden herausfordere.

Kategorie Information & Kultur

„Songs of Gastarbeiter – Liebe, D-Mark und Tod“ (WDR/rbb/ARTE, Buch: Mehmet Akif BĂŒyĂŒkatalay, Cem Kaya, Regie: Cem Kaya, WDR-Redaktion: Jutta Krug) erzĂ€hlt die Geschichte der tĂŒrkischen Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter sowie ihrer Enkelkinder in Deutschland anhand ihrer musikalischen Kultur, die sich in ihrer besonderen Form so nur in Deutschland entwickelt hat. Damit setzt „Cem Kaya den damals als ‚Gastarbeiter‘ bezeichneten Migrant*innen und ihrer aus den Exilerfahrungen heraus entstandenen Kunst ein hochmusikalisches Denkmal“, findet die „einhellig begeisterte“ Grimme-Jury. Der Film sei „gleichzeitig ein anrĂŒhrendes Dokument des Erinnerns, aber auch ein wĂŒtender und notwendiger Appell, endlich ĂŒber den Kartoffelsuppentellerrand hinauszuschauen“.

„Drei Frauen – ein Krieg“ (EIKON Media/SD Cinematografica fĂŒr rbb/WDR/ARTE, Buch und Regie: Luzia Schmid, WDR-Redaktion: Mathias Werth) portrĂ€tiert die ersten akkreditierten Kriegsreporterinnen der Geschichte. Martha Gellhorn, Lee Miller und Margret Bourke-White berichteten im Zweiten Weltkrieg von unterschiedlichen Fronten. ZunĂ€chst ĂŒberwiegt bei den Frauen Kriegsbegeisterung und Abenteuerlust. Filmemacherin Luzia Schmid verwendet nur Fotos, Reportagen, Briefe und TagebĂŒcher der Frauen sowie seltenes, grĂ¶ĂŸtenteils ungesehenes Filmmaterial alliierter Kameraleute. „Durch die Konfrontation mit Leid, Tod und Zerstörung verĂ€ndern die Frauen die Haltung zu den Ereignissen“ so die Jury, „die Konzentration der drei Berichterstatterinnen auf die Opfer des Krieges, die der Film konsequent in seinen Bildern spiegelt, verhindert jegliche Verherrlichung des Geschehens“. Dadurch sei der Film auch „ein aktueller Kommentar und ein PlĂ€doyer fĂŒr den Frieden“.

Kategorie Kinder & Jugend

Als „Bildungsfernsehen im besten Sinne des Wortes“ bezeichnet die Grimme-Jury „Die Sendung mit der Maus-Spezial – Marokko-Maus“ (WDR, Buch: Birgit Quastenberg, Redaktion: Nils Wohlfarth). Darin reist Moderatorin Siham El-Maimouni nach Marokko, in das Heimatland ihrer Eltern. „Es entsteht dadurch ein Einblick, der frei ist von touristischen oder ‚exotischen‘ Perspektiven“, so die Jury, „die Redaktion hat sich zielgenau ĂŒberlegt, welche Geschichten aus Marokko ein vielfĂ€ltiges, perspektivreiches Bild des Landes erzĂ€hlen“. In ihrer begeisterten BegrĂŒndung wĂŒnscht sie sich gar eine Fortsetzung: „Mit Reisen in andere so genannte ‚HerkunftslĂ€nder‘, bei denen die Zusehenden Menschen begleiten, die dort familiĂ€re Wurzeln haben, persönliche Einblicke gewĂ€hren und ĂŒberraschende Geschichten erzĂ€hlen.“

WDR-Moderatorin Siham El-Maimouni moderiert auch die Preisverleihung am 26. April 2024 im Marler Theater.

Pressekontakt:

WDR Kommunikation
Tel.: 0221 220 7100
Email: kommunikation@wdr.de

Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk ĂŒbermittelt durch news aktuell

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