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Lungenkrebsmonat November: Bundesverband appelliert, neue Chance auf Früherkennung zu nutzen

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 09:00 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS
Heidelberg - Lungenkrebs-Screening seit April Kassenleistung - Viele Menschen wissen nicht, dass sie möglicherweise Anspruch darauf haben
Lungenkrebsmonat November: Bundesverband appelliert, neue Chance auf Früherkennung zu nutzen - Bild: presseportal.de

Anlässlich des Lungenkrebsmonats ruft der Bundesverband Selbsthilfe Lungenkrebs e.V. Menschen mit hohem Risiko dazu auf, ihren möglichen Anspruch auf das neue Lungenkrebs-Screening zu prüfen. Die Untersuchung mittels Niedrigdosis-CT ist seit April 2026 unter bestimmten Voraussetzungen Kassenleistung. Um das Angebot bekannter zu machen, startet der Bundesverband eine Informationsoffensive und bietet einen neuen digitalen Anspruchscheck an.

"Niemand sollte eine Chance auf Früherkennung verpassen, nur weil er oder sie nichts davon weiß", sagt Michael Ehmann, Vorstandsmitglied des Bundesverbands Selbsthilfe Lungenkrebs e.V. "Unsere Mitglieder wissen aus eigener Erfahrung, wie entscheidend eine frühe Diagnose bei Lungenkrebs sein kann. Deshalb möchten wir möglichst viele Menschen ermutigen, sich über das neue Angebot zu informieren und ihren Anspruch zu prüfen, ohne Angst und Schuldzuweisungen."

Das neue Früherkennungsangebot richtet sich an gesetzlich Versicherte zwischen 50 und 75 Jahren, die aktuell rauchen oder früher stark geraucht haben. Zu den Voraussetzungen zählen 25 Jahre Zigarettenkonsum und mindestens 15 sogenannte Packungsjahre - das entspricht beispielsweise 30 Jahren mit durchschnittlich einer halben Packung Zigaretten pro Tag. Nach einem ärztlichen Beratungsgespräch und der Prüfung der individuellen Voraussetzungen erfolgt gegebenenfalls eine Überweisung zur Niedrigdosis-Computertomografie (CT). Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und kann grundsätzlich alle zwölf Monate wiederholt werden. Ziel ist es, Lungenkrebs bereits zu erkennen, bevor erste Beschwerden auftreten. Studien zeigen, dass bei regelmäßiger Teilnahme die Sterblichkeit durch Lungenkrebs gesenkt werden kann.

"Je früher wir Lungenkrebs erkennen, desto besser sind in der Regel die Behandlungsmöglichkeiten. Doch Angst vor einer möglichen Krebsdiagnose, Scham oder die Sorge, wegen der eigenen Rauchgeschichte verurteilt zu werden, können Menschen davon abhalten, sich mit dem Angebot auseinanderzusetzen. Umso wichtiger ist eine Aufklärung, die informiert, ermutigt und niemanden verurteilt", erklärt Prof. Dr. Torsten Bauer, Chefarzt der Lungenklinik Heckeshorn in Berlin und ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

Neue Informationsoffensive gestartet

Genau hier setzt die bundesweite Informationsoffensive des Bundesverbands Selbsthilfe Lungenkrebs e.V. an. Unter dem Motto "DU BIST AM ZUG!" schafft die neue Kampagne mit humorvollen, lebensnahen Motiven und einer niederschwelligen Ansprache Aufmerksamkeit für das Thema - ohne moralischen Zeigefinger. Wichtigstes Ziel ist dabei, Hemmschwellen abzubauen und Menschen mit langjähriger Raucherfahrung zu ermutigen, sich mit ihrer Lungengesundheit auseinanderzusetzen.

Wer wissen möchte, ob das neue Lungenkrebs-Screening für sie oder ihn infrage kommt, kann auf www.dubistamzug-screening.com mit wenigen Angaben den möglichen Anspruch prüfen. Der kostenlose digitale Check bietet eine erste Orientierung; die endgültige Prüfung erfolgt im ärztlichen Gespräch. Darüber hinaus finden Interessierte auf der Website verständliche Informationen über den Ablauf, den Nutzen und die Risiken der Untersuchung, sowie über die nächsten Schritte nach dem Check.

Informationen für Medien

Interviews: Michael Ehmann, Vorstandsmitglied des Bundesverbands Selbsthilfe Lungenkrebs e.V., und Prof. Dr. med. Torsten Bauer, Chefarzt der Lungenklinik Heckeshorn im Helios Klinikum Emil von Behring in Berlin, stehen für Interviews und Hintergrundgespräche zur Verfügung.

Über den Bundesverband Selbsthilfe Lungenkrebs e.V.

Der Bundesverband Selbsthilfe Lungenkrebs e.V. bündelt die Interessen deutscher Lungenkrebs-Selbsthilfegruppen und vertritt die Anliegen von Menschen mit Lungenkrebs und ihren Angehörigen auf Bundesebene. Er setzt sich für eine bessere Versorgung, verständliche Aufklärung und die Vernetzung von Betroffenen ein und gibt Menschen mit Lungenkrebs eine starke Stimme.

Pressekontakt:

Michael Ehmann, Vorstand Bundesverband Selbsthilfe Lungenkrebs e.V.
ehmann.michael@t-online.de
Telefon: 06201 592603
www.dubistamzug-screening.com

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