MDR stÀrkt digitale Klassikangebote und baut ARD-Kooperation mit BR Klassik aus
Veröffentlicht am: 18.06.2026 um 15:30 Uhr | presseportal.de
Die Neuausrichtung ist Teil eines strukturellen und strategischen Transformationsprozesses auf Grundlage des Reformstaatsvertrags, der eine Begrenzung der ARD-Radiowellen auf maximal 53 bis 2027 vorsieht. Auch dem MDR wurde in diesem Rahmen eine Reduzierung seiner Hörfunkangebote vorgegeben.
Der MDR nutzt diese Vorgaben, um sein Klassikportfolio an verĂ€nderte Nutzungsgewohnheiten anzupassen und stĂ€rker auf digitale Ausspielwege auszurichten. Inhalte, Formate und redaktionelle Kompetenz bleiben erhalten und werden kĂŒnftig breiter zugĂ€nglich gemacht.
Annette Josef, Hauptabteilungsleiterin MDR Klassik: âMit der strategischen Weiterentwicklung seiner Klassikangebote stĂ€rkt der MDR die digitale VerfĂŒgbarkeit, baut Kooperationen innerhalb der ARD aus und sichert zugleich die PrĂ€senz der mitteldeutschen Kulturlandschaft â auf bestehenden und neuen Wegen. Die Neuausrichtung bedeutet keinen RĂŒckzug von unserem Kulturauftrag, sondern eine Weiterentwicklung der Angebote unter verĂ€nderten Rahmenbedingungen. Klassische Musik erhĂ€lt eine stĂ€rkere digitale PrĂ€senz und erreicht so neue Zielgruppen. Klassik bleibt zentraler Bestandteil des MDR?Auftrags.â
Neuausrichtung mit Fokus auf digitale Reichweite
Mit der Transformation werden Klassikinhalte kĂŒnftig verstĂ€rkt ĂŒber digitale Angebote wie Streams, Podcasts sowie ARD-Plattformen wie ARD Sounds und die ARD Mediathek verbreitet. Diese Entwicklung trĂ€gt der verĂ€nderten Mediennutzung Rechnung.
Parallel dazu bleiben auch kĂŒnftig bei MDR Kultur bekannte und beliebte Formate von MDR Klassik integriert oder werden dort kĂŒnftig ĂŒbernommen. So bleibt die regionale Berichterstattung ĂŒber die Musiklandschaft in Sachsen, Sachsen?Anhalt und ThĂŒringen ein wesentlicher Bestandteil des Angebots. KonzertĂŒbertragungen, Mitschnitte und redaktionelle BeitrĂ€ge aus der Region â etwa aus dem Gewandhaus Leipzig â werden weiterhin umgesetzt. Auch etablierte Formate wie die Podcastreihe âBach-Kanal mit Michael Maul und Bernhard Schrammekâ oder das Orgelmagazin bleiben erhalten und werden in neue programmliche Kontexte integriert. Ab dem 12. Oktober 2026 wird BR Klassik zudem auf der bisherigen DAB+ Frequenz von MDR Klassik ausgestrahlt. Im Rahmen dieser Kooperation werden kĂŒnftig auch Inhalte aus Sachsen, Sachsen- Anhalt und ThĂŒringen einem deutschlandweiten Publikum zugĂ€nglich gemacht.
VerlĂ€sslichkeit fĂŒr Publikum und Kulturszene
Der MDR unterstreicht mit der Neuaufstellung von MDR Klassik, dass sein Kulturauftrag unverĂ€ndert gilt. FĂŒr das Publikum bedeutet das: Klassische Musik bleibt zugĂ€nglich. Durch die Kombination aus MDR Kultur, BR Klassik sowie den digitalen ARD?Plattformen wird das Angebot kĂŒnftig noch breiter aufgestellt und vielfĂ€ltiger erreichbar â bei gleichzeitig unverĂ€ndert hoher Bedeutung der regionalen Inhalte.
Auch fĂŒr die mitteldeutsche Kulturszene bleibt der MDR ein verlĂ€sslicher Partner. Redaktionelle Expertise, Kooperationen und die Sichtbarkeit der mitteldeutschen Kulturszene werden weiterhin gewĂ€hrleistet.
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