Oktoberfest in MĂŒnchen startet mit Promis und Schreckmomenten
Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 15:49 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas Oktoberfest hat in MĂŒnchen mit viel Andrang, Promis und einem ruhigen Gesamteindruck begonnen.
Hunderttausende zum Auftakt
Nach Angaben der Festleitung kamen allein am ersten Tag 450.000 Menschen auf die Wiesn. Trotz des dichten GedrÀnges sprachen Polizei und RettungskrÀfte von einem insgesamt ruhigen Verlauf.
FĂŒr Aufsehen sorgte ein FahrgeschĂ€ft, das wegen einer technischen Störung fĂŒr einige Minuten stehen blieb. Mehrere FahrgĂ€ste klagten danach ĂŒber Schwindel und Kreislaufprobleme.
Medizinische EinsÀtze und verletzter Gast
Der SanitÀtsdienst behandelte am ersten Tag rund 600 Patientinnen und Patienten. Im Mittelpunkt standen Alkoholvergiftungen, chirurgische Verletzungen und Kreislaufprobleme.
Ein 25 Jahre alter Wiesn-Besucher aus Berlin brach sich beim ArmdrĂŒcken den Arm.
OB Krause mit gelungener Premiere
Der neue MĂŒnchner OberbĂŒrgermeister Dominik Krause sagte seinen Auftritt beim traditionellen Gay Sunday wegen Kreislaufschwierigkeiten ab. Zuvor hatte er seine Anzapf-Premiere in der BrĂ€urosl mit zwei SchlĂ€gen souverĂ€n geschafft.
Wiesn-Chef Christian Scharpf sprach von einem Bilderbuchstart und rechnete fĂŒr das erste Wochenende mit knapp einer Million GĂ€sten. Das 191. Oktoberfest lĂ€uft bis zum 4. Oktober.
GedrÀnge und Sicherheitskonzept
Schon am ersten Tag waren mehrere Zelte am Nachmittag wegen ĂberfĂŒllung geschlossen. Am Morgen hatte sich an den EingĂ€ngen bereits vor der Ăffnung eine lange Schlange gebildet.
Nach den Erfahrungen des Vorjahres setzt die Stadt auf ein verschĂ€rftes Sicherheitskonzept mit Beobachtung und Steuerung der Besucherströme. Mehr als 50 KI-gestĂŒtzte Kameras und zusĂ€tzliche EinsatzkrĂ€fte sollen bei Bedarf eingreifen.
Wiesn als Belastungstest
Der Start des Oktoberfests zeigt wie jedes Jahr, wie eng Volksfeststimmung und Sicherheitsmanagement auf der Theresienwiese zusammenliegen. Schon am ersten Wochenende treffen hohe Besucherzahlen, dichtes GedrÀnge, Alkohol und ein eng getakteter Betriebsablauf aufeinander.
Dass Polizei und Rettungsdienste trotz einzelner ZwischenfĂ€lle von einem ruhigen Verlauf sprechen, ist fĂŒr die Stadt ein wichtiges Signal. FĂŒr Besucher bedeutet das: Das Fest ist groĂ genug, dass selbst kleinere technische Störungen, medizinische NotfĂ€lle oder volle ZugĂ€nge schnell sichtbar werden und den Ablauf prĂ€gen können.
Politik trifft Volksfest
Der Auftritt des neuen OberbĂŒrgermeisters und des MinisterprĂ€sidenten unterstreicht, dass die Wiesn nicht nur ein Bier- und Prominententreffen ist, sondern auch ein politischer Ort mit Symbolkraft. Das gemeinsame Auftreten bei der Anzapf-Premiere und die parallelen Signale zur Olympia-Bewerbung zeigen, wie stark das Fest als BĂŒhne fĂŒr MĂŒnchen und Bayern genutzt wird.
Gleichzeitig bleibt die Sicherheitsfrage zentral. Nach den Erfahrungen des Vorjahres setzt die Stadt sichtbar stĂ€rker auf Steuerung der Besucherströme und technische Ăberwachung. FĂŒr Leser in MĂŒnchen und darĂŒber hinaus ist das relevant, weil groĂe Veranstaltungen zunehmend daran gemessen werden, ob sie trotz Massenandrang kontrolliert, planbar und möglichst störungsarm bleiben.
