Aktuelle Global-Mobility-Studie zeigt: LebensqualitÀt schlÀgt Karriere - warum Deutsche im Ausland arbeiten wollen
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 08:10 Uhr | presseportal, AD HOC NEWSAuslandsleben statt Auslandsjob: Der Job ist das Ticket, nicht das Ziel
FĂŒr fast drei Viertel der Befragten (73,0 Prozent) ist der Auslandsjob in erster Linie ein Mittel zum Zweck, um im Ausland leben zu können. Dazu passt die geplante Dauer: 32,9 Prozent wollen fĂŒr immer auswandern - die stĂ€rkste Einzelantwort und ein klarer Anstieg gegenĂŒber der VorgĂ€ngerstudie (28,5 Prozent). Insgesamt planen 54,2 Prozent einen Aufenthalt von ĂŒber einem Jahr oder fĂŒr immer. Nur 37,5 Prozent wĂŒrden den Schritt davon abhĂ€ngig machen, im Ausland finanziell besser gestellt zu sein. Die Mehrheit ginge auch dann, wenn unterm Strich weniger ĂŒbrig bleibt.
Die Nachfrage ist dabei alles andere als vage: 78,7 Prozent suchen aktuell aktiv nach einem Auslandsjob, 39,0 Prozent wollen sofort oder innerhalb von drei Monaten starten. Das Karrieremotiv ist ĂŒber die drei Erhebungswellen dagegen deutlich gefallen - von 27,3 ĂŒber 25,9 auf 16,4 Prozent. Ein Motiv erzĂ€hlt dabei nicht vom Ziel, sondern vom Ausgangspunkt: FĂŒr 34,5 Prozent ist "einfach raus aus Deutschland" ein entscheidender Grund fĂŒr den Schritt ins Ausland - bei den unter 30-JĂ€hrigen, der so umworbenen GenZ, sind es sogar 38,9 Prozent.
Die Ziele folgen der LebensqualitĂ€t: Spanien enteilt, die USA stĂŒrzen ab
Wohin die neue PrioritĂ€t fĂŒhrt, zeigt der Blick auf die WunschlĂ€nder. In Europa baut Spanien seinen Vorsprung laut der drei Erhebungen kontinuierlich aus - von 31,0 ĂŒber 34,4 auf jetzt 43,6 Prozent - und SĂŒdeuropa belegt mit Spanien, Portugal (24,3 Prozent), Italien (20,8 Prozent) und Griechenland (18,7 Prozent) die ersten vier PlĂ€tze unter den europĂ€ischen ZiellĂ€ndern. GroĂbritannien setzt dagegen seine Talfahrt fort: Bereits in der Vorwelle rutschte das Land von Rang 2 auf Rang 7 ab, von 17,2 auf 12,7 Prozent, jetzt sind es noch 11,0 Prozent. Auch die nordischen LĂ€nder fallen zurĂŒck.
Die auffĂ€lligste Einzelbewegung der Studie gibt es auĂerhalb Europas: Australien (28,0 Prozent) löst die USA erstmals als beliebtestes auĂereuropĂ€isches Zielland ab. Die USA fallen vom 1. auf den 4. Platz - im Langzeittrend von 31,3 Prozent (2022/23) ĂŒber 24,7 Prozent (2024/25) auf nur noch 18,5 Prozent.
"Der RĂŒckfall der USA von Platz 1 auf Platz 4 ist die auffĂ€lligste Einzelbewegung dieser Studie, und wir fĂŒhren ihn in erster Linie auf die politische Entwicklung im Land zurĂŒck. Die Signale der Trump-Administration in Richtung Zuwanderung sind unmissverstĂ€ndlich, und Berichte ĂŒber Probleme bei der Einreise - auch von deutschen StaatsbĂŒrgern - haben dem Image zusĂ€tzlich geschadet. Ein Arbeitsmarkt lebt aber davon, dass Menschen sich willkommen fĂŒhlen. Wer dieses GefĂŒhl verliert, verliert Bewerbungen - und Australien hat die LĂŒcke prompt gefĂŒllt" erlĂ€utert Frank Möller, GrĂŒnder & GeschĂ€ftsfĂŒhrer der INITIATIVE auslandszeit GmbH.
Nicht das Können bremst - sondern das Ankommen
Bei den HĂŒrden zeigt sich das gleiche Muster wie in den Vorjahren: Unterkunft und Ankommen (45,8 Prozent) sowie der Planungs- und BĂŒrokratieaufwand (44,2 Prozent) halten die Menschen zurĂŒck, wobei der BĂŒrokratieaufwand gegenĂŒber der Vorwelle von 39,5 Prozent deutlich zugelegt hat. Fehlende fachliche Qualifikation nennen dagegen nur 18,5 Prozent, der niedrigste Wert im Feld. Sicherheit ist dabei der gröĂte Konsens der Studie: 95,7 Prozent ist es wichtig, in einem Land zu leben und zu arbeiten, in dem sie sich sicher fĂŒhlen.
Neu in der dritten Ausgabe: Was Arbeitgeber jetzt tun können
Erstmals leitet die Studie daraus konkrete Handlungsempfehlungen fĂŒr Recruiting und Mitarbeiterbindung ab. Der Hintergrund: Das Ergebnis mit dem gröĂten Signal an Unternehmen ist der Wunsch, fĂŒr die Auslandszeit gar nicht kĂŒndigen zu mĂŒssen. 85,4 Prozent der Befragten fĂ€nden einen deutschen Arbeitgeber attraktiver, wenn sie innerhalb ihrer Anstellung fĂŒr eine gewisse Zeit im Ausland arbeiten könnten. Darin liegt eine Chance, im Wettbewerb um international mobile FachkrĂ€fte zu punkten. Bislang setzen Arbeitgeber sie nur zögerlich um.
"Immer mehr Menschen fragen uns: Muss ich wirklich kĂŒndigen, um im Ausland zu arbeiten? Die Antwort ist oft nein, sofern die rechtlichen Rahmenbedingungen stimmen und Arbeitgeber bereit sind, neue Wege zu gehen. Unsere Studie belegt: Dieser Wunsch ist ein Auftrag an HR-Verantwortliche. EoR-Konzepte, bei denen vertraglich im Ausland fĂŒr den bestehenden Arbeitgeber weitergearbeitet wird, sind der SchlĂŒssel. "Bring your Boss" lautet hierfĂŒr unser interner Arbeitstitel in Bezug auf Auslandsjobber, die ihren bestehenden Arbeitgeber bzw. ihr AngestelltenverhĂ€ltnis ebenfalls ins Ausland relocaten" erklĂ€rt Frank Möller den neuen Global Mobility-Trend.
Die erste Handlungsempfehlung der Studie setzt genau hier an: Arbeitgeber sollten zuerst den individuellen MobilitĂ€tswunsch klĂ€ren - geht es um einige Wochen Workation, um Remote Work aus dem Ausland oder um einen dauerhaften Wechsel? - und erst danach das passende Modell wĂ€hlen. Die weiteren Empfehlungen zu Stellenanzeigen, zur Begleitung bis zum Ankommen im Zielland und zur regelmĂ€Ăigen ĂberprĂŒfung eigener Recruiting-Annahmen stehen in der Vollversion der Studie.
Die wichtigsten Ergebnisse der Global-Mobility-Studie
Mehr zur Auslandsjob Global-Mobility-Studie
Weitere Informationen zur aktuellen Global-Mobility-Studie, Infografiken sowie ausfĂŒhrliche Insights zu Trends in der internationalen ArbeitsmobilitĂ€t sowie auf Anfrage die komplette Studienauswertung finden Sie unter: www.auslandsjob.de/ueber-uns/studien/auslandsjob-studie-umfrage-2025-2026. Das Key Visual dieser Mitteilung sowie alle Ergebnisgrafiken stehen zur redaktionellen Nutzung honorarfrei bereit.
Ăber Auslandsjob.de / INITIATIVE auslandszeit GmbH
Auslandsjob.de ist seit 2004 eine der fĂŒhrenden deutschen Plattformen fĂŒr internationale Jobs, Work and Travel und Arbeitsmöglichkeiten im Ausland. Ziel ist es, Menschen unkompliziert, transparent und sicher den Weg zum Arbeiten im Ausland zu ermöglichen und aktuelle Global-Mobility-Trends durch regelmĂ€Ăige Studien zu erheben.
Auslandsjob.de ist Teil der INITIATIVE auslandszeit GmbH, die regelmĂ€Ăig Trends und Motivationen im Bereich internationaler Jugend- und ArbeitsmobilitĂ€t erfasst und seit ĂŒber 20 Jahren vielfĂ€ltige Wege ins Ausland fĂŒr SchĂŒler, Studenten sowie Arbeitnehmer aufzeigt und ermöglicht. Mit ĂŒber 100.000 begleiteten Auslandszeitlern und Auslandsjobbern gehört die INITIATIVE auslandszeit zu den fĂŒhrenden Netzwerken in Deutschland fĂŒr internationale ArbeitsmobilitĂ€t.
Pressekontakt:
Frank Möller
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