Lars Eidinger, Superman Man of Tomorrow

Superman-Film „Man of Tomorrow“: Lars Eidinger schwärmt vom Hollywood-Dreh als Bösewicht Brainiac

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 05:55 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Schauspieler Lars Eidinger beschreibt die Dreharbeiten zum kommenden «Superman»-Film «Man of Tomorrow» in den USA als einzigartige Erfahrung und hebt den besonderen Teamgeist am Set hervor. Zugleich ist der 50-Jährige hierzulande in der dystopischen Serie «City of Blood» auf Disney+ zu sehen.

Für Lars Eidinger ist der «Superman»-Film nicht die erste internationale Rolle. Im Drama «Jay Kelly» war er etwa an der Seite von George Clooney zu sehen. (Archivbild) - Bild: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
Für Lars Eidinger ist der «Superman»-Film nicht die erste internationale Rolle. Im Drama «Jay Kelly» war er etwa an der Seite von George Clooney zu sehen. (Archivbild) - Bild: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Lars Eidinger hat die Dreharbeiten zum neuen «Superman»-Film «Man of Tomorrow» in den USA als völlig neue Erfahrung beschrieben und mit nichts verglichen, was er von Filmsets in Deutschland oder Europa kennt.

Hollywood-Dreh als Erfahrung eigener Art

Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen einem Hollywood-Set und einem deutschen Filmset sagte der Schauspieler, es sei „alles“ anders. Man könne zwar meinen, auch dort werde nur mit Wasser gekocht, doch das stimme nicht, formulierte Eidinger pointiert: In den USA koche man „mit Pepsi“. Das eine habe mit dem anderen wirklich nichts zu tun, es sei eine ganz andere Art des Filmemachens.

Eidinger spielt Bösewicht Brainiac

«Superman 2: Man of Tomorrow» soll im Juli 2027 in die Kinos kommen. Lars Eidinger übernimmt darin die Rolle des Bösewichts Brainiac, eines Gegenspielers von Superman. Damit tritt der 50-Jährige in einem großen internationalen Franchise auf, das weltweit ein Millionenpublikum erreicht.

Team-Spirit am Set beeindruckt Schauspieler

Eidinger betonte, er habe an keinem Set im deutschsprachigen oder europäischen Raum einen derart ausgeprägten Team-Spirit erlebt wie bei diesem Dreh. Er sprach von einem großen Miteinander. Dem verbreiteten Vorwurf, Amerikaner seien im Umgang oft oberflächlich, widersprach er und nannte diese Sicht ein Missverständnis. Er empfinde die Menschen dort als zugewandt und sehr interessiert am Gegenüber.

Schwerer Abschied nach Drehende

Nach dem Ende der Dreharbeiten sei es ihm nicht leicht gefallen, nach Deutschland zurückzukehren. Die Zeit in den USA sei für ihn eine ausschließlich positive Erfahrung gewesen. Er habe sich schwergetan, dass die Arbeit an dem Film irgendwann abgeschlossen war und er wieder nach Hause fahren musste.

Aktuelle Serie «City of Blood» auf Disney+

In Deutschland ist Eidinger derzeit in der neuen Serie «City of Blood» auf dem Streamingdienst Disney+ zu sehen. Dort spielt er den Vampir Zeno. Die Dystopie spielt in einer Zukunft, in der in Berlin wegen des Klimawandels unerträgliche Hitze herrscht und Vampire das organisierte Verbrechen in der Hauptstadt kontrollieren.

Deutscher Star im globalen Superhelden-Kosmos

Lars Eidingers Auftritt als Bösewicht Brainiac in «Superman 2: Man of Tomorrow» markiert einen weiteren Schritt der Internationalisierung deutscher Schauspielkarrieren. Die Figur Brainiac gehört zu den zentralen Gegenspielern des DC-Superhelden und ist in Comics und Animationsfilmen ein wiederkehrender Antagonist. Dass ein in Deutschland fest etablierter Theater- und Filmschauspieler diese Rolle übernimmt, unterstreicht die internationale Wahrnehmung seiner Bandbreite zwischen Kunstfilm, Bühne und populärem Genrekino.

Hollywood-Set als Kontrast zur europäischen Filmkultur

Eidingers Schilderungen des Team-Spirits und der besonderen Atmosphäre am US-Set fügen sich in ein länger bestehendes Narrativ über Unterschiede zwischen europäischen Filmproduktionen und den großen Studiosystemen in den USA. Während hierzulande oft kleinere Budgets und schlankere Strukturen vorherrschen, stehen Hollywood-Produktionen in der Regel für hochspezialisierte Departments, große Crews und stark standardisierte Abläufe. Wenn Eidinger den Dreh als „ganz andere Art von Filmemachen“ beschreibt, verweist das auf diesen strukturellen Unterschied, ohne die europäische Arbeitsweise abzuwerten.

Parallelkarriere: Prestige-Serie und Blockbuster

Bemerkenswert ist, dass Eidinger parallel zur internationalen Blockbuster-Rolle aktuell in einer dystopischen Serie auftritt, die Berlin als Schauplatz eines durch Klimawandel veränderten Stadtlebens zeigt. «City of Blood» verbindet Genreelemente wie Vampire mit einem gegenwärtigen Thema, das die langfristigen Folgen globaler Erwärmung ins Bild rückt. Für das Publikum entsteht so ein breites Spektrum: Auf der einen Seite ein weltweiter Kinostart mit einer ikonischen Comicfigur, auf der anderen Seite eine Streaming-Produktion, die gesellschaftliche Fragen mit Thriller- und Fantasy-Motiven verknüpft. Diese Doppelrolle verdeutlicht, wie stark sich Serien- und Kinomarkt inzwischen gegenseitig durchdringen.

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