Anti-Schleuser-Aktion der Bundespolizei in Afrika
03.06.2026 - 19:29:55 | dpa.deBei einer Aktion gegen Schleuserbanden hat die Bundespolizei mit auslĂ€ndischen Partnern mehrere Hundert verdĂ€chtige Dokumente ĂŒberprĂŒft. Ăberrascht waren die Polizisten, als ihnen von den Seychellen auch ein deutscher Pass per Foto ĂŒbermittelt wurde. Er gehört einem Deutschen, der dort wĂ€hrend eines Aufenthalts im Juli 2024 nach einer Schnorcheltour als vermisst gemeldet worden war.Â
Dokumentencheck in Algier
An dem Einsatz, der am 20. Mai begonnen hatte, nahmen laut Bundespolizei 40 Staaten der Afrikanischen Union, die spanische Nationalpolizei und - ĂŒber ein Kooperationsnetzwerk der Spanier - auch fast alle Staaten SĂŒdamerikas teil. Im Zentrum des Geschehens stand den Angaben zufolge ein «gemeinsamer Helpdesk zur schnellen PrĂŒfung von DokumentenfĂ€lschungen und Dokumentenmissbrauch», den die Bundespolizei in der algerischen Hauptstadt Algier aufgebaut hatte.
Anfragende Polizisten aus afrikanischen Staaten hĂ€tten dort binnen weniger Minuten schnell ĂŒber einen eigens zur VerfĂŒgung gestellten Polizei-Messengerdienst UnterstĂŒtzung bei der EinschĂ€tzung von Dokumenten erhalten. Insgesamt seien wĂ€hrend der Aktion fast 500 verdĂ€chtige Dokumente geprĂŒft worden. Somit hĂ€tten etliche illegale Einreisen in die EuropĂ€ische Union mit gefĂ€lschten PĂ€ssen oder Schengen-Visa im Vorfeld verhindert werden können.
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