Verbraucher, Tabak

Wikinger zerstören eine Zigarette: Considerate Pouchers fordert Legalisierung von Nikotinbeuteln

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 11:50 Uhr | presseportal, AD HOC NEWS

Berlin - Guerilla-Aktion nimmt Schwedens Weg zur Rauchfreiheit zum Vorbild. Verbraucherinitiative fordert Regulierung statt Verbot und warnt vor den Folgen des unkontrollierten Marktes.

Wikinger zerstören eine Zigarette: Considerate Pouchers fordert Legalisierung von Nikotinbeuteln - Bild: presseportal.de
Wikinger zerstören eine Zigarette: Considerate Pouchers fordert Legalisierung von Nikotinbeuteln - Bild: presseportal.de

Wikinger zerstören eine Zigarette vor dem Brandenburger Tor und setzen damit ein Zeichen fĂŒr eine andere Nikotinpolitik. Mit der Guerilla-Aktion macht Considerate Pouchers auf Schwedens Umgang mit rauchfreien Nikotinalternativen aufmerksam und fordert die Legalisierung tabakfreier Nikotinbeutel in Deutschland. Schweden hat auf dem Weg zu einer rauchfreien Gesellschaft einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Laut einer im Mai 2026 veröffentlichten Erhebung des schwedischen Forschungsinstituts CAN lag der Anteil der tĂ€glichen Raucher im Jahr 2025 erstmals unter fĂŒnf Prozent.

"Die Wikinger stehen fĂŒr einen anderen Umgang mit der Zigarette. Schweden zeigt, dass rauchfreie Nikotinalternativen Teil einer Strategie zur Verringerung des Rauchens sein können, statt wie Deutschland nur ĂŒber höhere Tabaksteuern zu diskutieren. Deutschland sollte von Schweden lernen und endlich einen regulierten Markt fĂŒr Nikotinbeutel ermöglichen. Statt die Nachfrage in den Schwarzmarkt zu drĂ€ngen, brauchen wir klare Regeln, wirksamen Jugendschutz und kontrollierte ProduktqualitĂ€t", sagt Juan Taborcia, Sprecher von Considerate Pouchers.

Rund 1,5 Millionen Nutzer, aber kein regulÀrer legaler Markt

Rund 1,5 Millionen Menschen in Deutschland nutzen nach Daten des Bundesinstituts fĂŒr Risikobewertung (BfR) bereits regelmĂ€ĂŸig Nikotinbeutel. Der regulĂ€re Verkauf ist hierzulande dennoch nicht zulĂ€ssig. Die Nachfrage besteht jedoch weiterhin und wird unter anderem ĂŒber auslĂ€ndische OnlinehĂ€ndler bedient. Ein deutscher Markt mit verbindlichen Produktstandards, verlĂ€sslichen Alterskontrollen und einer wirksamen Marktaufsicht fehlt.

"Das aktuelle Verkaufsverbot beseitigt nicht automatisch die Nachfrage, sondern fĂŒhrt zu einem illegalen Markt. Wir brauchen klare Regeln, die den Verkauf an MinderjĂ€hrige verhindern, die ProduktqualitĂ€t kontrollierbar machen und erwachsenen Konsumenten einen legalen Zugang ermöglichen", erklĂ€rt Taborcia.

Ein regulierter Markt könnte zudem die Grundlage fĂŒr eine angemessene Besteuerung schaffen. KĂŒrzlich hat sich der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages mit der Höhe möglicher Steuereinnahmen beschĂ€ftigt. Dabei wurde unter anderem mit rund 500 Millionen Euro jĂ€hrlich gerechnet.

Considerate Pouchers fordert eine gesetzliche Zulassung mit einer verbindlichen Altersgrenze von 18 Jahren, zuverlĂ€ssigen Alterskontrollen im stationĂ€ren Handel und im Internet, transparenten Inhaltsstoffangaben und ĂŒberprĂŒfbaren QualitĂ€tsstandards.

Pressekontakt:

Juan Taborcia
Sprecher von Considerate Pouchers
hello@consideratepouchers.org

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