Deutschland, Niedersachsen

DLRG: Viele FĂ€lle von Ertrinken vermeidbar

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 07:21 Uhr | dpa.de

Allein im Juni sterben bundesweit fast 100 Menschen im Wasser - doch das mĂŒsste laut DLRG nicht so sein. Was sich aus der Sicht der Wasserretter Ă€ndern mĂŒsste.

Im Kampf gegen das Ertrinken fordert die DLRG mehr AufklÀrung der Bevölkerung. (Symbolbild) - Bild: Christoph Reichwein/dpa
Im Kampf gegen das Ertrinken fordert die DLRG mehr AufklÀrung der Bevölkerung. (Symbolbild) - Bild: Christoph Reichwein/dpa

Nach den bundesweit mindestens 99 Badetoten allein im Juni schĂ€tzt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft die meisten dieser UnfĂ€lle als vermeidbar ein - bei mehr AufklĂ€rung. Zum von den Vereinten Nationen eingefĂŒhrten Welttag der PrĂ€vention gegen das Ertrinken am 25. Juli mahnte DLRG-PrĂ€sidentin Ute Vogt, dass zwar jeder gefĂ€hrdet sei, solche UnfĂ€lle aber vermieden werden könnten. Um etwas dagegen zu tun, sei «eine breit angelegte AufklĂ€rungskampagne» notwendig. Doch die AufklĂ€rung der Bevölkerung werde der DLRG und anderen Wasserrettern ĂŒberlassen.

Beispielsweise mĂŒsse besser ĂŒber Gefahren an GewĂ€ssern informiert werden, mahnte der Verband. Kommunen könnten zusammen mit Organisationen fĂŒr Wasserrettung das bewachte Baden ausbauen und an unbewachten Badestellen etwa Rettungsmittel anbringen. Auch in Schulen gebe es Potenzial, die Retter seien jedes Jahr bundesweit in rund 2.000 KindergĂ€rten und Grundschulen unterwegs, sagte Vogt. «DarĂŒber hinaus wĂ€re es wichtig, mit Ă€lteren SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern regelmĂ€ĂŸig vor den Sommerferien ĂŒber Gefahren und sicheres Verhalten zu sprechen.»

Informationskampagnen gefordert

Der Bund könne mit nationalen Informationskampagnen einen wertvollen Beitrag leisten, forderte sie. «LĂ€nder wie Schweden, Großbritannien und die Niederlande setzen sich auf staatlicher Ebene Ziele zur Reduzierung von ErtrinkungsunfĂ€llen. In Deutschland ist so etwas leider bislang kein Thema.»

Besonders gefĂ€hrdet sind laut DLRG unsichere Schwimmer und Nichtschwimmer. FĂŒr deren Ausbildung mĂŒssten BĂ€der saniert oder neu gebaut werden, außerdem seien mehr Personal in den SchwimmbĂ€dern und mehr qualifizierte LehrkrĂ€fte fĂŒr den Schwimmunterricht in den Schulen notwendig.

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