Alte Brücke Mostar: Stari most als Seele der Stadt
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 16:33 Uhr, Redaktion AD HOC NEWS, Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller (Chefredaktion)
Wer zum ersten Mal vor der Alten Brücke Mostar steht, dem bleibt oft für einen Moment der Atem weg: Der schmale Steinbogen von Stari most („Alte Brücke“ auf Bosnisch) spannt sich kühn über das türkisfarbene Wasser der Neretva, eingerahmt von Minaretten, alten Steinhäusern und dem Geräusch von Treppenstufen und Marktrufen. Schon nach wenigen Minuten wird klar, warum dieses Bauwerk für Mostar und für ganz Bosnien und Herzegowina zu einem Symbol geworden ist – für Schönheit, Verwundbarkeit und die Kraft des Wiederaufbaus.
Alte Brücke Mostar: Das ikonische Wahrzeichen von Mostar
Die Alte Brücke Mostar ist heute das weltweit bekannteste Wahrzeichen von Mostar und gehört zu den wichtigsten Kulturschätzen in Bosnien und Herzegowina. Dass die Brücke dieses Gewicht trägt, hängt mit ihrer außergewöhnlichen Geschichte, ihrer eleganten Architektur und ihrer Rolle im Konflikt der 1990er-Jahre zusammen. Sie ist kein reines Fotomotiv, sondern ein Ort, an dem sich europäische Geschichte, osmanisches Erbe und moderne Erinnerungskultur kreuzen.
Mostar liegt im Süden von Bosnien und Herzegowina, in einer landschaftlich eindrucksvollen Region mit Bergen, Karstlandschaft und dem Fluss Neretva. Der Fluss, dessen Wasser im Sommer intensiv türkis schimmert, machte den Brückenschlag an dieser engen Stelle besonders spektakulär. Die Silhouette von Stari most prägt die Altstadt und ist auf unzähligen Reisebroschüren, UNESCO-Materialien und Berichten über das Land zu sehen. Für Reisende aus Deutschland ist die Alte Brücke oft der erste visuelle Kontaktpunkt mit Bosnien und Herzegowina überhaupt.
Die UNESCO führt die „Alte Brücke von Mostar und die Altstadt“ als Welterbestätte und betont, dass hier das Zusammenleben verschiedener kultureller, religiöser und ethnischer Traditionen über Jahrhunderte sichtbar wird. Damit gehört die Brücke zu einer Reihe europäischer Welterbestätten, die als Brücken zwischen Kulturen verstanden werden – ähnlich wie das Brandenburger Tor in Berlin als Symbol der Überwindung von Teilung gilt, steht Stari most für den Wiederaufbau nach Zerstörung und für mögliche Versöhnung.
Geschichte und Bedeutung von Stari most
Stari most stammt aus der Zeit des Osmanischen Reiches, als Bosnien ein wichtiges Grenzgebiet zwischen dem Herrschaftsbereich der Osmanen und den benachbarten Mächten war. Der Brückenbau erfolgte im 16. Jahrhundert unter der Ägide von Sultan Süleyman dem Prächtigen, einem der bedeutendsten Herrscher der osmanischen Geschichte. Er ließ an strategisch wichtigen Orten seines Reiches repräsentative Bauten errichten – Moscheen, Brücken, Karawansereien – und verlieh damit Städten wie Mostar eine neue Bedeutung.
Die Alte Brücke ersetzte frühere Holz- und Seilkonstruktionen, die den Fluss überquerten. Mit dem dauerhaften Steinbau wurde nicht nur eine sichere Verbindung zwischen den beiden Ufern geschaffen, sondern auch ein sichtbares Zeichen für die Stabilität und Macht der osmanischen Verwaltung gesetzt. Die Bauzeit erstreckte sich über mehrere Jahre, und schon Zeitgenossen berichteten staunend von der Kühnheit des Bogens, der ohne Stützpfeiler direkt von einer Felswand zur anderen führt.
Mostar selbst erhielt seinen Namen von den „Brückenwächtern“ (bosnisch/kroatisch/serbisch „mostari“), die die alte Überquerung bewachten und Gebühren erhoben. Die Brücke war also von Beginn an nicht nur Verkehrsweg, sondern auch Kontrollpunkt und wirtschaftlicher Faktor. In der Altstadt erinnern heute die steinernen Wachttürme an den militärischen und administrativen Charakter des Ortes. Für deutsche Leser hilft der zeitliche Vergleich: Die Fertigstellung der Brücke liegt rund drei Jahrhunderte vor der Reichsgründung von 1871 und damit deutlich vor vielen bekannten neuzeitlichen Wahrzeichen in Mitteleuropa.
Über die Jahrhunderte wurde Stari most zu einem identitätsstiftenden Symbol für die Bevölkerung Mostars. Christen und Muslime, verschiedene Sprachgruppen und Bevölkerungsgruppen teilten diesen Ort, der beide Seiten der Stadt verbindet. Die Brücke wurde zu einem alltäglichen Weg, gleichzeitig aber auch zu einem außergewöhnlichen Blickpunkt, etwa für Festlichkeiten oder besondere Anlässe. Bis ins 20. Jahrhundert hinein blieb sie weitgehend unverändert und überstand politische Umbrüche, die Auflösung des Osmanischen Reiches, den Ersten und Zweiten Weltkrieg und die Gründung Jugoslawiens.
Die dramatischste Zäsur in der Geschichte von Stari most war jedoch der Krieg in Bosnien und Herzegowina in den 1990er-Jahren. Im Verlauf des Konflikts um Mostar, in dem verschiedene bewaffnete Gruppen um Kontrolle rangen, wurde die Brücke gezielt beschossen. Im November 1993 stürzte der Bogen in den Fluss – der Moment ging als eine der ikonischen Bilder des Krieges um die Welt. Die Zerstörung der Brücke wurde zum Symbol für den Zusammenbruch des Zusammenlebens und für die Gewalt, die sich gegen kulturelle und historische Identität richtete.
Nach dem Krieg begann ein langfristiger Wiederaufbauprozess, bei dem internationale Organisationen eine wichtige Rolle spielten. UNESCO, Weltbank, verschiedene europäische Staaten und lokale Behörden arbeiteten zusammen, um Stari most möglichst originalgetreu zu rekonstruieren. Historisches Material, alte Pläne, archäologische Untersuchungen und Fotografien wurden ausgewertet, um den Bogen so präzise wie möglich zu rekonstruieren. Die Rekonstruktion sollte zugleich modernsten Sicherheits- und Bauanforderungen gerecht werden.
Die Wiedereröffnung der Brücke zu Beginn der 2000er-Jahre markierte eine neue Phase in der Geschichte Mostars. Die Altstadt wurde nach und nach restauriert, und Stari most wurde in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Seither wird die Brücke häufig als Beispiel für „Wiederaufbau als Versöhnungsprozess“ zitiert – sowohl in Fachpublikationen zu Denkmalpflege als auch in Reiseführern und Berichten internationaler Medien. Sie verkörpert die Idee, dass materielle Rekonstruktion eine Grundlage für gesellschaftliche Heilung sein kann, auch wenn politische Spannungen bestehen bleiben.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch gehört Stari most zu den bemerkenswertesten historischen Brückenbauten Eurasiens. Der Bogen ist schmal, elegant und scheint sich beinahe schwerelos über den Fluss zu spannen. Grundlage ist ein gezielt berechneter Halbkreis-Bogen, der die Kräfte gleichmäßig in die massiven Widerlager aus Naturstein einleitet. Für deutsche Leser lässt sich die Wirkung mit historischen Bogenbrücken am Rhein oder mit italienischen Stadtbrücken vergleichen – nur dass Stari most deutlich schlanker und steiler wirkt und direkt in eine dramatische Felslandschaft eingebettet ist.
Die Brücke ist mit lokalem Kalkstein errichtet, dessen helle Farbe im Sonnenlicht beinahe weiß leuchtet und in der Dämmerung warm-grau schimmert. Obwohl die Rekonstruktion moderne Techniken und Materialien berücksichtigt, wurde großer Wert darauf gelegt, die optische Wirkung der historischen Substanz zu erhalten. Der Weg über die Brücke ist durch eine Abfolge von leicht erhöhten „Stufen“ strukturiert, die ein gutes Stehen und Fotografieren ermöglichen, aber bei Nässe etwas rutschig sein können – ein Detail, das Besucher beim Gehen spüren und das zur haptischen Erinnerung an den Ort gehört.
An beiden Enden der Brücke befinden sich historische Türme, die einst der Bewachung und Verteidigung dienten. Sie geben dem Ensemble eine wehrhafte Anmutung und rahmen den Blick auf den Fluss. Innen fanden früher Wachräume und Lagerräume Platz; heute sind Teile der Türme museal oder touristisch genutzt und bieten Ausstellungsflächen, etwa zur Geschichte der Brücke und des Krieges. Kunsthistoriker weisen darauf hin, dass die Verbindung von militärischer Funktion, repräsentativer Architektur und Alltagsnutzung typisch für bedeutende osmanische Bauwerke dieser Epoche ist.
Kulturell hervorzuheben ist die Tradition der Brückenspringer. Seit Jahrzehnten – möglicherweise seit Jahrhunderten – springen junge Männer, und inzwischen auch Frauen, von der Brücke in den Fluss, meist im Rahmen organisierter Events. Der Sprung erfordert Erfahrung, lokale Kenntnis und genaue Einschätzung der Wasserstände. Offizielle Wettbewerbe und Trainingsläufe machen daraus eine Art Ritual, das für viele Bewohner Mostars Teil ihrer persönlichen und städtischen Identität ist. Für Besucher aus Deutschland ist der Sprung ein spektakulärer Anblick, sollte aber niemals spontan nachgeahmt werden: Er ist nur erfahrenen, lokal verankerten Springern vorbehalten.
Die UNESCO und internationale Denkmalpflegeexperten betonen, dass die Alte Brücke Mostar nicht isoliert betrachtet werden sollte, sondern als Teil eines ganzen Altstadt-Ensembles. Gassen mit Kopfsteinpflaster, historische Moscheen, traditionelle Häuser mit überhängenden Dächern und der Flussverlauf ergeben eine einzigartige Stadtlandschaft. In Fachartikeln wird häufig darauf hingewiesen, dass die optische Einheit von Brücke und Altstadt zu den wichtigsten Kriterien für die Welterbe-Anerkennung gehört – eine Einheit von Baukunst, Stadtplanung und Naturraum.
Auch für Liebhaber der Fotografie ist Stari most ein besonderer Ort: Der Bogen erzeugt starke Linien im Bild, die Spiegelung im Wasser schafft Symmetrie, und die wechselnden Lichtbedingungen im Laufe des Tages erlauben unterschiedliche Stimmungen. Viele Reiseführer empfehlen, die Brücke sowohl frühmorgens als auch in der blauen Stunde zu erleben. So entsteht ein Eindruck von Ruhe und Dramatik, der sich deutlich von der Mittagshitze und dem touristischen Gewusel unterscheidet.
Alte Brücke Mostar besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise ab Deutschland
Mostar liegt im Süden von Bosnien und Herzegowina, in der Region Herzegowina. Aus Deutschland ist die Stadt in der Regel über größere Drehkreuze erreichbar, etwa über Sarajevo, Split oder Dubrovnik, von wo aus Bus- oder Bahnverbindungen weiter nach Mostar führen. Von Frankfurt, München oder Berlin zur Region Bosnien und Herzegowina ist – je nach Route, Flugzeiten und Umstieg – typischerweise mit einer Gesamtreisezeit von mehreren Stunden zu rechnen. Für Reisende, die Auto und Bahn kombinieren, bietet sich auch die Anfahrt über Österreich, Slowenien und Kroatien an, wobei auf Mautpflicht und Landesgrenzen zu achten ist. Da sich Flugverbindungen, Fahrpläne und Straßenbedingungen ändern können, sollten aktuelle Informationen bei Airlines, Bahnunternehmen und lokalen Tourismusinformationen geprüft werden. - Öffnungszeiten und Zugang
Die Alte Brücke Mostar ist als öffentliches Bauwerk in der Altstadt ganzjährig zugänglich. Der eigentliche Überweg über die Brücke kann üblicherweise zu jeder Tageszeit begangen werden, da es sich um eine zentrale Verbindung zwischen den beiden Ufern handelt. Zugänge zu musealen Einrichtungen in den Brückentürmen oder zu Aussichtsterrassen können eigenen Öffnungsregelungen unterliegen. Da genaue Zeiten von Saison, Veranstaltungen und lokalen Entscheidungen abhängen, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die Informationen lokaler Tourismusstellen oder der Stadtverwaltung Mostar zu konsultieren und die jeweils aktuellen Angaben zu berücksichtigen. Unsere Redaktion weist darauf hin, dass besondere Veranstaltungen – etwa Brückenspringer-Wettbewerbe oder kulturelle Programme – zeitweise zu Sperrungen oder Umleitungen führen können. - Eintritt und Kosten
Für den Gang über die Alte Brücke selbst wird in der Regel kein Eintritt erhoben, da es sich um eine städtische Verbindung handelt. Kosten können anfallen, wenn Ausstellungen in den Türmen oder bestimmte Aussichtspunkte besucht werden, oder wenn geführte Touren genutzt werden, die den historischen Kontext erklären. Viele Reiseführer empfehlen, für lokal geführte Stadtführungen ein Budget einzuplanen, das sich im üblichen Rahmen anderer europäischer Städte bewegt. Da Gebühren und Angebote variieren und sich mit der Zeit verändern können, sollte man aktuelle Preisangaben direkt vor Ort oder bei offiziellen Informationsstellen prüfen. Als Reisende aus Deutschland ist es sinnvoll, einige Beträge sowohl in Euro (€) als auch in Landeswährung (Konvertible Mark, KM) im Kopf zu haben; Wechselkurse können schwanken. - Beste Reisezeit und Tageszeit
Mostar hat ein relativ mildes, teils mediterran beeinflusstes Klima mit heißen Sommern, angenehm warmen Übergangszeiten und meist kühleren Wintern. Der Besuch der Alten Brücke bietet sich besonders im Frühling und Herbst an, wenn die Temperaturen moderater sind und das Licht weich fällt. Auch der frühe Morgen und der späte Nachmittag gelten als empfehlenswerte Tageszeiten, um die Stimmung an der Brücke zu erleben, ohne die vollen Besucherströme zur Mittagszeit. Im Hochsommer kann es in der Altstadt sehr warm werden; dann ist es sinnvoll, Schattenpausen am Flussufer oder in Cafés einzuplanen. Da Wetter und Besucheraufkommen naturgemäß schwanken, sollte man eine gewisse Flexibilität bei der Tagesplanung berücksichtigen. - Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Verhalten
In Mostar werden vor allem Bosnisch/Kroatisch/Serbisch gesprochen; Englisch ist in touristisch geprägten Bereichen verbreitet, und vereinzelt werden auch andere Sprachen verstanden. Deutschkenntnisse sind seltener, können aber bei Personen, die touristisch mit Mitteleuropa in Kontakt stehen, vorkommen. Für Reisende aus Deutschland ist Englisch meist eine gute Kommunikationsbasis. Als Zahlungsmittel werden im Land die Konvertible Mark (KM) genutzt; Kartenzahlung ist in vielen Hotels, Restaurants und Shops möglich, allerdings sollte man insbesondere für kleinere Beträge und Märkte Bargeld einplanen. Trinkgeld ist üblich, wenn Serviceleistungen in Restaurants oder bei Stadtführungen zufriedenstellend waren – ein Aufrunden oder rund 10 % gelten als gängiger Rahmen.
Beim Besuch der Alten Brücke und der Altstadt ist respektvolles Verhalten wichtig: Es ist ein Ort mit einer schweren Kriegsvergangenheit, und Spuren davon sind noch sichtbar. Fotografieren ist grundsätzlich erlaubt und von vielen Besucherinnen und Besuchern gewünscht, dennoch sollte man auf Privatsphäre achten und nicht ohne Rückfrage Personen im Nahbereich porträtieren. Der Sprung von der Brücke bleibt den erfahrenen lokalen Springerinnen und Springern vorbehalten; spontane Sprünge durch touristische Gäste sind aus Sicherheitsgründen zu vermeiden. Auch beim Betreten religiöser Stätten in der Umgebung empfiehlt es sich, die übliche Kleiderordnung zu beachten, Schultern und Knie eher bedeckt zu halten und respektvoll mit Gebetsräumen umzugehen. - Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise
Für deutsche Staatsbürger gilt: Vor einer Reise nach Bosnien und Herzegowina sollten die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt über die Website auswaertiges-amt.de geprüft werden. Die Regeln können sich ändern, etwa in Bezug auf Reisedokumente, Aufenthaltsdauer, Gesundheitsauflagen oder überregionale Sicherheitsrisiken. Mostar gilt heute als touristisch erschlossener Ort, doch die Erinnerung an den Krieg ist präsent, und gelegentlich kann es zu politischen Spannungen kommen. Eine reguläre Auslandskrankenversicherung ist sinnvoll, da Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung aus Deutschland im Nicht-EU-Ausland nicht automatisch gelten. Zusätzlich sollten Reisende sich allgemein über Standards im Straßenverkehr, über eventuelle Mautforderungen und über lokale Besonderheiten informieren, bevor sie mit eigenem Fahrzeug unterwegs sind.
Warum Stari most auf jede Mostar-Reise gehört
Für viele Reisende aus Deutschland ist die Alte Brücke Mostar der emotionale Höhepunkt einer Reise nach Bosnien und Herzegowina. Die Kombination aus architektonischer Eleganz, intensiver Landschaft und sichtbar gewordener Geschichte macht den Ort einzigartig. Wer über die Brücke geht, nimmt buchstäblich die Perspektive der Menschen ein, die hier über Generationen ihren Alltag bestritten, Handel geführt, Konflikte erlebt und Versöhnungsversuche unternommen haben.
Die Atmosphäre an der Brücke ist je nach Tageszeit und Jahreszeit stark unterschiedlich. Im Morgengrauen kann der Fluss noch ruhig daliegen, während die Stadt langsam erwacht; die wenigen Menschen auf der Brücke wirken beinahe verloren in der Einzigartigkeit des Ortes. Mittags füllen Touristen, lokale Händler und Brückenspringer den Raum mit Geräuschen, Rufen, Lachen und Kameraklicken. Abends kann wieder eine ruhigere Stimmung eintreten, wenn sich das Licht verdunkelt, die Minarette beleuchtet werden und die Altstadtstraßen in warmes Leuchten sinken.
In Reiseberichten und Kulturartikeln wird Stari most häufig als „Brücke der Erinnerung“ beschrieben. Das liegt nicht nur an der dokumentierten Zerstörung während des Krieges und am sichtbaren Wiederaufbau, sondern auch an den kleinen Zeichen der Vergangenheit: Einschusslöcher an Fassaden, historische Fotos in Ausstellungen, Erzählungen von Stadtführern, die teilweise eigene Familiengeschichten mit dem Ort verknüpfen. Viele Besucher aus Deutschland berichten, dass die Konfrontation mit dieser Geschichte in unmittelbarer Nähe zu einem landschaftlich idyllischen Ort ein nachhaltiges Reiseerlebnis ist.
Für eine Mostar-Reise lohnt es sich, rund um die Brücke etwas Zeit einzuplanen. Auf den Terrassen am Flussufer kann man den Bogen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten, Cafés und Restaurants bieten Ausblicke auf Stari most und die gegenüberliegenden Viertel. Wer ein wenig abseits der Hauptrouten geht, findet ruhige Stellen, an denen der Fluss und die Brücke in einem anderen Licht erscheinen. Kleine Museen, Handwerksläden und Galerien geben zusätzliche Einblicke in die Kultur der Region und in die gegenwärtige Lebenswirklichkeit, die sich nach dem Krieg neu geordnet hat.
Mostar selbst lässt sich gut mit anderen Zielen in Bosnien und Herzegowina oder mit Küstenorten in Kroatien und Montenegro kombinieren. Für Reisende aus Deutschland bietet sich eine Route an, die etwa Sarajevo, Mostar und die Adriaküste verbindet. Der Kontrast zwischen Städten und Landschaften und zwischen architektonisch unterschiedlichen Welterbestätten – von osmanischer Brücke bis zu mitteleuropäischer Altstadt – verleiht einer Reise durch den Westbalkan besondere Tiefe.
Alte Brücke Mostar in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke
Die Alte Brücke Mostar ist in sozialen Medien allgegenwärtig: Der spektakuläre Bogen, das klare Wasser der Neretva und die Brückenspringer sorgen für starke Bilder und Videos, die weit über Bosnien und Herzegowina hinaus geteilt werden. Viele Reisende aus Deutschland nutzen Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen oder später eigene Eindrücke zu teilen. Hashtags wie „Stari most“, „Mostar“ oder „Alte Brücke Mostar“ bündeln persönliche Reiseerlebnisse, historische Reflexionen und Naturmomente.
Alte Brücke Mostar — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Alte Brücke Mostar
Wo liegt die Alte Brücke Mostar genau?
Die Alte Brücke Mostar befindet sich in der Altstadt von Mostar im Süden von Bosnien und Herzegowina, direkt über dem Fluss Neretva. Sie ist Teil eines historischen Stadtensembles, das auch als UNESCO-Welterbestätte anerkannt ist und sich fußläufig durch die Altstadtgassen erschließen lässt.
Warum ist Stari most historisch so bedeutsam?
Stari most wurde im 16. Jahrhundert unter osmanischer Herrschaft gebaut und verband über Jahrhunderte die beiden Stadtteile Mostars. Während des Krieges in den 1990er-Jahren wurde die Brücke zerstört und später mit internationaler Unterstützung originalgetreu rekonstruiert. Dadurch wurde sie zu einem Symbol für die zerstörte und wiederaufgebaute kulturelle Identität und für mögliche Versöhnung.
Kann man die Alte Brücke Mostar jederzeit besuchen?
Der Gang über die Brücke ist in der Regel ganzjährig und zu allen Tageszeiten möglich, da es sich um eine zentrale Verbindung in der Altstadt handelt. Museale Bereiche in den Türmen oder bestimmte Aussichtspunkte können eigene Öffnungszeiten haben, die je nach Saison und lokalen Entscheidungen variieren. Es empfiehlt sich, vor Ort aktuelle Hinweise zu beachten.
Was sollten Reisende aus Deutschland beim Besuch von Stari most beachten?
Reisende aus Deutschland sollten sich vorab über Einreisebestimmungen und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt informieren und eine Auslandskrankenversicherung in Betracht ziehen. Vor Ort sind respektvoller Umgang mit der Kriegsvergangenheit, Rücksicht beim Fotografieren und die Einhaltung lokaler Gepflogenheiten – etwa beim Betreten religiöser Stätten – wichtig. Der gewagte Sprung von der Brücke bleibt professionellen, lokal erfahrenen Springerinnen und Springern vorbehalten.
Wann ist die beste Zeit, um die Alte Brücke zu erleben?
Viele Reisende schätzen den Frühling und Herbst für den Besuch, da das Klima moderat ist und die Lichtstimmungen besonders eindrucksvoll sind. Morgens und in den späten Nachmittags- oder Abendstunden ist die Atmosphäre häufig ruhiger und stimmungsvoll, während zur Mittagszeit mehr Besucher unterwegs sind. Wetter und Andrang ändern sich naturgemäß, sodass flexible Planung hilfreich ist.
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