Deutschland, Freizeit

Freibadsaison startet: Personalmangel in BĂ€dern hat Folgen

23.05.2026 - 05:00:13 | dpa.de

Am Pfingstwochenende wird vielerorts perfektes Freibadwetter vorhergesagt. Vielen BĂ€dern fehlt es zum Saisonstart jedoch an Personal und Geld.

  • Der Mangel an Bademeisterinnen und Bademeistern ist schon lĂ€nger ein Problem. - Foto: Katrin Luxenburger/dpa
    Der Mangel an Bademeisterinnen und Bademeistern ist schon lÀnger ein Problem. - Foto: Katrin Luxenburger/dpa
  • Volle Becken und volle Liegewiesen – aber oft zu wenig Aufsicht: Vielen BĂ€dern in Deutschland fehlen Rettungsschwimmer. (Symbolbild) - Foto: Moritz Frankenberg/dpa
    Volle Becken und volle Liegewiesen – aber oft zu wenig Aufsicht: Vielen BĂ€dern in Deutschland fehlen Rettungsschwimmer. (Symbolbild) - Foto: Moritz Frankenberg/dpa
Der Mangel an Bademeisterinnen und Bademeistern ist schon lĂ€nger ein Problem. - Foto: Katrin Luxenburger/dpa Volle Becken und volle Liegewiesen – aber oft zu wenig Aufsicht: Vielen BĂ€dern in Deutschland fehlen Rettungsschwimmer. (Symbolbild) - Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Deutschlands SchwimmbÀdern fehlen zum Start der Freibadsaison weiterhin Bademeisterinnen und Bademeister. «Leider ist es so, dass wir immer noch FachkrÀftemangel haben», sagte Peter Harzheim, PrÀsident des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister, im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Der Mangel resultiere aus der Coronazeit und den Babyboomern, die in Rente gehen.

«Die, die jetzt in Rente gegangen sind oder noch in Rente gehen, können durch das momentane Ausbildungspotenzial, das wir haben, nicht aufgefangen werden», sagte Harzheim. «Es ist aber eine Tendenz zu erkennen, dass es wieder mehr werden.» Man mĂŒsse daran arbeiten, den Beruf attraktiv zu machen.

Umfrage: Nur etwas mehr als die HĂ€lfte der Stellen besetzt

Einer Umfrage des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) unter 94 Badbetreibern zufolge, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorlag, sind die LĂŒcken vielerorts groß. Anfang Mai war laut VKU nur etwas mehr als die HĂ€lfte (58 Prozent) der Stellen besetzt. Fast jedes dritte Schwimmbad meldete noch einen zweistelligen Personalbedarf. Jeder zehnte Betreiber gab sogar an, dass mehr als 30 Prozent der Stellen noch offen seien.

FĂŒr viele BadegĂ€ste dĂŒrfte der Personalmangel spĂŒrbar werden: Es gebe BĂ€der, die aufgrund des Personalmangels schließen mĂŒssen oder von vornherein zubleiben, sagte Harzheim. «Man hat dann nicht mehr sieben Tage die Woche, sondern nur fĂŒnf Tage und nicht mehr zehn Stunden oder zwölf Stunden am Tag, sondern nur acht Stunden auf, weil wir auch nach dem Arbeitszeitgesetz arbeiten mĂŒssen.»

Auch wegen Geldmangels mĂŒssten viele BĂ€der geschlossen bleiben oder reduziert betrieben werden. Harzheim forderte die Bundes- und Landespolitik auf, mehr zu unterstĂŒtzen - «nicht in der Finanzierung einzelner Positionen, sondern in einer Dauerfinanzierung, um die Betriebskosten am Laufen zu halten.»

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