Ayodhya stellt 3,6 Millionen Diyas für Diwali auf
Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 10:04 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAyodhyas Festprogramm am Saryu
- In Ayodhya stellten Helfer die Diyas an den Ufern des Saryu auf.
- Mehr als 2.100 Priester nahmen gleichzeitig an der Lampen-Zeremonie teil.
- Das Programm umfasste auch Feuerwerk sowie Laser- und Drohnenshows.
Ayodhya setzt auf Millionen Diyas
Die indische Pilgerstadt Ayodhya hat am Vorabend des hinduistischen Lichterfests Diwali mit Millionen aufgestellter Öllämpchen ein riesiges Lichtermeer inszeniert. An den Ufern des Flusses Saryu wurden etwa 3,6 Millionen Diyas aufgestellt und damit gut eine Million mehr als beim Weltrekord im vergangenen Jahr.
Zehntausende Helfer im Einsatz
Zehntausende Freiwillige halfen, die handgefertigten Öllampen aus Ton oder Kupfer zu platzieren. Am Samstagabend nahmen zudem mehr als 2.100 Priester gleichzeitig an einer hinduistischen Lampen-Zeremonie am Fluss teil.
Besucher erleben großes Programm
Die Deepotsav genannten Feierlichkeiten ziehen Tausende Besucher aus dem In- und Ausland an. Zum Programm gehörten Aufführungen, ein großes Feuerwerk sowie eine Laser- und Drohnenshow.
Diwali erinnert an den Sieg des Lichts
Nach Angaben des staatlichen Senders All India Radio fand Deepotsav zum zehnten Mal statt. Die Feierlichkeiten gibt es seit dem Amtsantritt des Regierungschefs von Uttar Pradesh, Yogi Adityanath.
Diwali zählt zu den wichtigsten Festen des Hinduismus. Familien kommen zusammen, tauschen Geschenke aus und ehren Lakshmi, die Göttin für Reichtum und Wohlstand. Das Fest steht außerdem für den Sieg des Guten über das Böse und des Lichts über die Dunkelheit.
Ayodhya gehört zu den wichtigsten religiösen Orten des Hinduismus. Die Stadt gilt als mythischer Geburtsort des Gottes Rama, dessen Geschichte im hinduistischen Epos Ramayana eine zentrale Rolle spielt. Das Diwali-Fest wird in vielen Traditionen mit Ramas Rückkehr nach Ayodhya und dem Sieg des Guten über das Böse verbunden.
Die Feierlichkeiten unter dem Namen Deepotsav verbinden daher religiöse Rituale mit einer groß angelegten öffentlichen Inszenierung. Millionen Diyas machen die Ufer des Saryu zu einer weithin sichtbaren Festkulisse; hinzu kommen Musik, Feuerwerk sowie Laser- und Drohnenshows. Für Besucher entsteht dadurch ein Ereignis, das Pilgerfahrt, Kulturprogramm und Tourismus miteinander verknüpft.
Religiöse Tradition und öffentliche Inszenierung
Die zehnte Ausgabe unterstreicht die Kontinuität des Formats seit dem Amtsantritt von Yogi Adityanath als Regierungschef von Uttar Pradesh. Die Landesregierung stellt Deepotsav als Ausdruck kultureller Tradition und spiritueller Verbundenheit dar. Zugleich stärkt die Veranstaltung Ayodhyas Profil als Reiseziel und macht die Stadt zum Schauplatz einer international wahrgenommenen Feier.
Für die Bevölkerung und die angereisten Gäste bedeutet die Größe der Veranstaltung auch einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Zehntausende Freiwillige, mehr als 2.100 Priester und die Koordination von Millionen Lampen zeigen, dass religiöse Großereignisse in Indien zunehmend als gemeinschaftliche und touristische Massenveranstaltungen gestaltet werden.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Deutschlandfunk: „Ramayana“ Teuerster Film der indischen Geschichte feiert weltweit Premiere (06.11.2026)
Der Beitrag ordnet Diwali über die weltweite Vorpremiere des Films „Ramayana“ ein. Im Mittelpunkt steht dort die kulturelle Bedeutung des hinduistischen Epos und nicht die Inszenierung in Ayodhya; beide Beiträge verweisen damit auf die enge Verbindung von Diwali mit der Geschichte Ramas.
Gemeinsam ist den Darstellungen der Blick auf Diwali als religiös und kulturell prägendes Ereignis. Unterschiedlich bleibt der Schwerpunkt: In Ayodhya steht das öffentliche Ritual mit Millionen Lampen im Vordergrund, im Deutschlandfunk-Beitrag die moderne filmische Verarbeitung des Ramayana-Stoffs.
