Bangkok-Hochwasser, Thai Airways

Bangkok-Hochwasser: Thai Airways streicht Flüge nach Frankfurt und München

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 05:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Tagelanger Starkregen setzt Teile Bangkoks unter Wasser und beeinträchtigt den internationalen Flugverkehr. Thai Airways streicht bis Mittwoch mehr als ein Dutzend Verbindungen, darunter Flüge nach Frankfurt und München.

  • Teile Bangkoks standen tagelang unter Wasser. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Teile Bangkoks standen tagelang unter Wasser. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Tagelanger Starkregen hatte das Hochwasser ausgelöst. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Tagelanger Starkregen hatte das Hochwasser ausgelöst. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Viele Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Viele Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Nicht nur Bangkok, sondern auch andere Landesteile sind betroffen. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Nicht nur Bangkok, sondern auch andere Landesteile sind betroffen. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
Teile Bangkoks standen tagelang unter Wasser. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Tagelanger Starkregen hatte das Hochwasser ausgelöst. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Viele Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Nicht nur Bangkok, sondern auch andere Landesteile sind betroffen. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa

Tagelanger Starkregen hat in Bangkok schwere Überschwemmungen ausgelöst und den Flugplan der thailändischen Fluggesellschaft Thai Airways beeinträchtigt.

Flüge nach Deutschland betroffen

Thai Airways kündigte an, bis Mittwoch mehr als ein Dutzend Flüge zu streichen. Neben Inlandsverbindungen seien auch mehrere internationale Flüge betroffen, darunter Verbindungen nach Frankfurt und München.

Die Flughäfen Suvarnabhumi und Don Mueang blieben geöffnet. Wegen überfluteter Straßen und erheblicher Verkehrsprobleme müssten Reisende jedoch mit Verzögerungen rechnen.

Engpässe bei Gepäck und Bodenabfertigung

Die thailändische Luftfahrtbehörde CAAT rief Passagiere dazu auf, den Flugstatus vor der Fahrt zum Flughafen zu prüfen und deutlich mehr Zeit für die Anreise einzuplanen. Ankommende Passagiere berichteten, dass sie für die Fahrt zum Hotel auf öffentliche Verkehrsmittel hätten ausweichen müssen, weil nur wenige Taxis gefahren seien.

Besonders schwierig war die Lage bei der Bodenabfertigung in Suvarnabhumi. Überschwemmte Straßen erschwerten es Flughafenmitarbeitern, ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Dadurch entstanden Engpässe bei der Gepäckabfertigung und ein großer Rückstau; zudem gab es Probleme bei den Flugzeugumläufen.

Soldaten unterstützen Flughafenpersonal

Thai Airways setzte zusätzliches Personal ein, um liegengebliebene Koffer zu sortieren und auszuliefern. Auch Soldaten unterstützten die Gepäckabfertigung.

Hunderttausende Menschen betroffen

Nach Angaben der Stadtverwaltung waren rund 329.000 Haushalte beziehungsweise etwa 700.000 Menschen in verschiedenen Stadtteilen Bangkoks betroffen. Der Regen ließ inzwischen nach, während die Behörden versuchten, Wasser aus überfluteten Straßen und Wohngebieten abzuleiten.

Landesweit waren zuletzt mehr als 576.000 Haushalte mit rund 1,79 Millionen Menschen vom Hochwasser betroffen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes kamen seit Mitte September mindestens acht Menschen infolge der Überschwemmungen ums Leben.

Überlastete Verkehrswege

Das Hochwasser trifft Bangkok nicht nur in Wohngebieten, sondern auch an einem zentralen Knotenpunkt für den internationalen Reiseverkehr. Suvarnabhumi und Don Mueang bleiben geöffnet, doch überflutete Zufahrten, ausfallende Taxis und fehlendes Bodenpersonal können den Flugbetrieb auch dann beeinträchtigen, wenn Start- und Landebahnen nutzbar sind.

Die Größenordnung der Krise reicht über die Hauptstadt hinaus. Nach Angaben der Behörden waren landesweit zuletzt rund 1,79 Millionen Menschen betroffen; seit Mitte September starben mindestens acht Menschen infolge der Überschwemmungen. In Bangkok selbst meldete die Stadtverwaltung rund 329.000 betroffene Haushalte beziehungsweise etwa 700.000 Menschen.

Extremregen und Klimarisiko

Bereits zuvor waren in Bangkok innerhalb weniger Tage fast 330 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Fachleute ordnen die Zunahme extremer Wetterereignisse in Südasien auch im Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel ein. Für eine dicht besiedelte Metropole bedeutet das wachsende Risiken für Entwässerung, Verkehr, Versorgung und Gesundheitswesen.

Bedeutung für Reisende

Für Passagiere nach Deutschland liegt die unmittelbare Folge in möglichen Flugausfällen, verspäteten Umläufen und verzögerter Gepäckausgabe. Auch bei geöffneten Flughäfen kann die Anreise zum Terminal erheblich länger dauern. Reisende müssen deshalb Flugstatus, Umbuchungsinformationen und örtliche Verkehrslage eng verfolgen und zusätzliche Zeit einplanen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv: „Heftige Überschwemmung in Bangkok - Tausende evakuiert“ (27.09.2026)

Der Bericht habe die große Zahl betroffener Haushalte, die Unterbringung Tausender Menschen und die erheblichen Regenmengen hervorgehoben. Anders als die dpa-Meldung lege er den Schwerpunkt auf die Versorgungslage, verspätete Warnungen und den landesweiten Einsatz von mehr als 10.000 Soldaten; die aktuellen Auswirkungen auf konkrete Deutschland-Verbindungen behandle er nicht.

DER SPIEGEL: „Thailand: Schwere Überschwemmungen – Bodycam zeigt dramatische Rettung“ (28.09.2026)

Der Artikel schildere anhand einer Rettung die unmittelbare Gefahr durch die Fluten und berichte, die Behörden hätten in Bangkok den Katastrophenfall ausgerufen. Zudem weise er auf ergänzte Reise- und Sicherheitshinweise sowie die Empfehlung hin, betroffene Gebiete zu meiden; die Folgen für den Flugplan und die Gepäckabfertigung stünden dort nicht im Mittelpunkt.

Beide Berichte bestätigten die schwere Hochwasserlage in Bangkok, setzten aber unterschiedliche Akzente: n-tv beschreibe vor allem Versorgung und Warnmanagement, während der Spiegel die Gefahrenlage für Betroffene und Reisende hervorhebe. Offen bleibe in diesen Beiträgen, wie schnell sich Zufahrten, Bodenabfertigung und internationale Flugverbindungen stabilisieren.

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