Fünf Tote bei Reisebusunfall nahe Susch in Graubünden
Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 13:53 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei einem schweren Reisebusunfall in der Schweiz sind fünf Menschen gestorben, 40 weitere Insassen wurden verletzt.
Unfall nahe Susch
Der Bus aus den Niederlanden verunglückte am Donnerstagspätnachmittag nahe dem Schweizer Nationalpark bei Susch im Kanton Graubünden. Nach Angaben der Kantonspolizei wurden drei der Verletzten schwer verletzt.
Baustelle als Unfallort
Die Unfallstelle liegt an der Ausfahrt eines etwa 200 Meter langen Baustellenbereichs. Dort wird der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeführt, der Gegenverkehr wartet an einer Ampel.
Die Polizei machte zunächst keine Angaben zur Ursache. Die Staatsanwaltschaft Graubünden und die Kantonspolizei klären die Umstände des Unfalls gemeinsam ab.
Großeinsatz der Rettungskräfte
Vor Ort waren Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr bis in die Nacht im Einsatz. Auch Hubschrauber wurden eingesetzt, um Verletzte zu versorgen und die Unfallstelle abzusichern.
Der Bus blieb nach dem Unfall auf der Seite liegen und musste mit Kränen geborgen werden. Nach Polizeiangaben gab es keine Hinweise, dass Deutsche an Bord waren.
Unfallstelle und Einsatzlage
Der schwere Reisebusunfall bei Susch trifft eine vielbefahrene Route im Engadin, die für den Tourismusverkehr im Spätsommer besonders wichtig ist. Dass der Bus in einem Baustellenbereich von der Fahrbahn abkam, lenkt den Blick auf die komplexe Verkehrsführung an solchen Engstellen, an denen Spurverengungen, Gegenverkehrsregelung und provisorische Fahrbahnkanten die Risiken erhöhen können.
Für die Region ist der Vorfall auch deshalb gravierend, weil er auf einer Achse geschah, die nicht nur Urlauber, sondern auch Pendler und Lieferverkehr verbindet. Der Großeinsatz mit Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und Hubschraubern zeigt die Dimension des Unglücks und erklärt, warum die Räumung der Unfallstelle viele Stunden dauerte.
Folgen für Ermittlungen und Verkehr
Im Zentrum steht nun die lückenlose Klärung des Hergangs. Entscheidend wird sein, ob die Baustellenführung, die Geschwindigkeit, ein mögliches Ausweichmanöver oder technische Ursachen eine Rolle spielten. Solche Fragen sind bei schweren Busunfällen besonders relevant, weil viele Menschen gleichzeitig betroffen sind und der Schutz von Passagieren im öffentlichen wie im touristischen Fernverkehr hohe Anforderungen an Planung und Sicherheit stellt.
Auch über den Einzelfall hinaus hat der Unfall Bedeutung für Reiseveranstalter, Verkehrsplaner und Behörden. Wo Busse auf engen Passstraßen und in Baustellenbereichen geführt werden, hängt die Sicherheit stark von klarer Beschilderung, nachvollziehbarer Verkehrslenkung und der Aufmerksamkeit der Fahrer ab. Für die Angehörigen der Opfer und die Verletzten steht zunächst die medizinische Versorgung im Vordergrund, während die Ermittlungen die Grundlage für mögliche Konsequenzen im Verkehrsablauf liefern.
