Autopanne vorgetĂ€uscht: Geldtransporter ĂŒberfallen
05.01.2024 - 17:18:58 | dpa.de
In einem Fall tĂ€uschten die TĂ€ter eine Autopanne an einem Feldweg vor, im anderen schlugen sie direkt vor einer Bankfiliale zu: Nach Geldtransporter-ĂberfĂ€llen in Ludwigsburg in der Region Stuttgart und im oberbayrischen GroĂkarolinenfeld sind die sechs TĂ€ter auf der Flucht. Mehrere von ihnen waren nach Polizeiangaben bewaffnet. Die Höhe der Beute war in beiden FĂ€llen noch unklar.
An einem Feldweg bei Ludwigsburg soll ein Àlterer Herr mit Gehstock am Donnerstagabend eine Autopanne fingiert haben, wie eine Polizeisprecherin am Freitag berichtete. Mit seinem als hell beschriebenen Fahrzeug habe er einen Feldweg kurz vor einer Kreuzung blockiert.
Der 24-jĂ€hrige Beifahrer des privaten Geldtransportdienstes sei ausgestiegen - und sofort von dem Mann mit Gehstock und einem TĂ€ter mit Waffe bedroht worden. Zeitgleich kamen zwei weitere TĂ€ter mit gezogenen Waffen auf den 42-jĂ€hrigen Fahrer des Transporters zu und zwangen ihn zum Aussteigen. Beide Ăberfallenen mussten sich auf den Boden legen. Sie wurden weiter mit Waffen bedroht, wĂ€hrend die TĂ€ter die Beute aus dem Transporter in zwei Autos luden. Danach flĂŒchteten sie.
Die Suche lÀuft
Eine groĂangelegte Fahndung nach der Tat unter Einsatz eines Helikopters blieb erfolglos. Auch von den Autos der RĂ€uber fehlte jede Spur. Die Polizei sucht Zeugen. Einige der TĂ€ter, womöglich auch alle, sollen maskiert gewesen sein. Der Fahrer des Geldtransporters und sein Kollege wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Die Tat in Oberbayern - vor einer Bankfiliale in GroĂkarolinenfeld bei Rosenheim - passierte am Morgen. Die RĂ€uber schlugen einem der Insassen des Geldtransporters mit einen Gegenstand auf den Kopf und verletzten ihn leicht. Die beiden TĂ€ter waren den Angaben zufolge schwarz gekleidet und maskiert.
Als sie flĂŒchten wollten, habe die Besatzung des Geldtransporters die Schusswaffe eingesetzt und auf das Fahrzeug der TĂ€ter geschossen, teilte ein Sprecher des PolizeiprĂ€sidiums Oberbayern SĂŒd weiter mit. Bei dem Fluchtfahrzeug handelt es sich den Angaben zufolge um einen weiĂen Transporter. Die Polizei nahm die Fahndung mit einem Hubschrauber und zahlreichen KrĂ€ften auf.
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