Reisebusunfall, Graubünden

Fünf Tote bei Reisebusunfall in der Schweiz

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 14:21 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Bei Susch in Graubünden ist ein Reisebus aus den Niederlanden verunglückt. Fünf Menschen kamen ums Leben, 40 weitere wurden verletzt.

  • Der Reisebus blieb nach dem Unfall auf der Seite liegen.  - Bild: Jon Duschletta/Engadiner Post via ANP/dpa
    Der Reisebus blieb nach dem Unfall auf der Seite liegen. - Bild: Jon Duschletta/Engadiner Post via ANP/dpa
  • Die Bergungsarbeiten dauerten bis spät in die Nacht. - Bild: Claudio Thoma/KEYSTONE/dpa
    Die Bergungsarbeiten dauerten bis spät in die Nacht. - Bild: Claudio Thoma/KEYSTONE/dpa
  • Der Unfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus.  - Bild: Jon Duschletta//Engadiner Post via ANP/dpa
    Der Unfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. - Bild: Jon Duschletta//Engadiner Post via ANP/dpa
  • Der Bus war mit einer Leitplanke kollidiert und umgekippt.  - Bild: Jason Tschepljakow/dpa
    Der Bus war mit einer Leitplanke kollidiert und umgekippt. - Bild: Jason Tschepljakow/dpa
Der Reisebus blieb nach dem Unfall auf der Seite liegen.  - Bild: Jon Duschletta/Engadiner Post via ANP/dpa Die Bergungsarbeiten dauerten bis spät in die Nacht. - Bild: Claudio Thoma/KEYSTONE/dpa Der Unfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus.  - Bild: Jon Duschletta//Engadiner Post via ANP/dpa Der Bus war mit einer Leitplanke kollidiert und umgekippt.  - Bild: Jason Tschepljakow/dpa

Bei einem schweren Reisebusunfall nahe Susch im Schweizer Kanton Graubünden sind fünf Menschen ums Leben gekommen und 40 weitere verletzt worden.

Bus stürzt an Baustellenausfahrt ab

Nach Angaben der Kantonspolizei Graubünden ereignete sich der Unfall am Donnerstagspätnachmittag an der Ausfahrt einer Baustelle in der Nähe des Schweizer Nationalparks. Der Bus aus den Niederlanden kam dort von der Fahrbahn ab, kollidierte mit einer Leitplanke, stürzte über eine kleine Böschung und blieb auf der Seite liegen.

Die Polizei machte zunächst keine Angaben zur Unfallursache. Die Staatsanwaltschaft und die Kantonspolizei klären den Hergang gemeinsam auf.

Großeinsatz bis in die Nacht

Vor Ort waren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mit einem Großaufgebot im Einsatz, unterstützt von Hubschraubern. Die Unfallstelle wurde nach einem langen Nachteinsatz geräumt, der beschädigte Bus anschließend abtransportiert.

Unter den Verletzten sind nach Polizeiangaben drei Menschen schwer verletzt. Hinweise darauf, dass Deutsche an Bord waren, gab es zunächst nicht.

Urlauber auf dem Weg ins Engadin

Die Reisegruppe war den Angaben zufolge auf einem Ausflug in der Tourismusregion Engadin unterwegs. Der niederländische Reiseveranstalter Oad äußerte sich bestürzt über das Unglück. Auch aus der Schweizer Politik und vom niederländischen Königspaar kamen Beileidsbekundungen an die Angehörigen der Opfer.

Unfallort mit Risiko durch Baustelle

Der schwere Reisebusunfall bei Susch trifft eine Region, die im Spätsommer stark vom Verkehr in Richtung Engadin und Schweizer Nationalpark geprägt ist. Die Baustelle an der Ausfahrt, an der der Bus verunglückt ist, lenkt den Verkehr offenbar auf engem Raum und unter klar geregelten Bedingungen über die Strecke.

Gerade in solchen Abschnitten kommt der Führung des Verkehrs besondere Bedeutung zu, weil sich dort selbst kurze Fahrfehler oder ungeklärte technische Probleme schwer auswirken können. Dass der Bus nach Polizeiangaben von der Fahrbahn abkam, über eine Böschung stürzte und auf der Seite liegen blieb, zeigt die Wucht des Unfalls.

Folgen für Rettung und Aufklärung

Die Zahl der Betroffenen macht den Einsatz zu einem Großereignis für die Rettungskräfte. Hubschrauber, Polizei, Feuerwehr und Sanitätsdienste mussten in kurzer Zeit viele Verletzte versorgen und die Unfallstelle sichern, während zugleich die Klärung des Hergangs anlief.

Für die Ermittlungen stehen nun vor allem der Zustand des Fahrzeugs, die Abläufe an der Baustellenausfahrt und mögliche medizinische oder technische Ursachen im Mittelpunkt. Weil ein Reisebus mit Urlaubern beteiligt war, hat der Vorfall auch über die Region hinaus Gewicht: Er betrifft Familien in mehreren Ländern und rückt die Sicherheit von Gruppenreisen auf alpinen Straßen erneut in den Fokus.

Politische und öffentliche Dimension

Die Reaktionen aus der Schweizer Politik und vom niederländischen Königspaar unterstreichen die internationale Dimension des Unglücks. Solche Unfälle lösen regelmäßig nicht nur Anteilnahme aus, sondern auch Fragen nach Infrastruktur, Verkehrsführung und Kontrolle von Baustellen im Fernverkehr.

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