Berlin: Polizei sucht 13-JÀhrige mit mehr als 140 KrÀften
Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 16:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSuchgebiet und Ermittlungsstand
- Lisa T. verlieĂ am Dienstag gegen 7.15 Uhr ihr Wohnhaus und wollte vom Barnimplatz zur Schule fahren.
- Die Schule liegt in der Sella-Hasse-StraĂe, dort kam die 13-JĂ€hrige nicht an.
- Am Samstag befragten EinsatzkrÀfte Anwohner und hÀngten in Marzahn-Hellersdorf Plakate aus.
13-JĂ€hrige in Berlin-Marzahn vermisst
Die Berliner Polizei sucht weiter nach der 13-jĂ€hrigen Lisa T., die am Dienstagmorgen auf dem Weg zur Schule verschwand. Mehr als 140 EinsatzkrĂ€fte der Einsatzhundertschaft und der Mordkommission sind im Bezirk Marzahn-Hellersdorf im Einsatz, weil die Staatsanwaltschaft weiterhin Anhaltspunkte fĂŒr ein Verbrechen sieht.
Suche im Wohnumfeld und auf Schulwegen
Die Ermittler durchsuchen das direkte Wohnumfeld der SchĂŒlerin sowie Wege und Strecken, die sie im Schulalltag und in ihrer Freizeit genutzt haben soll. Die Suche soll auch am Abend fortgesetzt werden.
Am Samstag befragten EinsatzkrĂ€fte Anwohnerinnen und Anwohner und brachten Plakate an. Das Gebiet mit groĂen Wohnanlagen, GrĂŒnflĂ€chen und Parks sei weitlĂ€ufig und mache die Suche aufwendig.
Viele Hinweise, aber kein Durchbruch
Nach dem Zeugenaufruf gingen zahlreiche Hinweise bei der Polizei ein. Einen Durchbruch habe es bislang jedoch nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher.
Die Polizei hatte die groĂ angelegte Suche am Freitag begonnen. Dabei kamen unter anderem ein Hubschrauber und SpĂŒrhunde zum Einsatz. Lisa T. verlieĂ nach Polizeiangaben am Dienstag gegen 7.15 Uhr ihr Wohnhaus, um gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-StraĂe zu fahren. Dort kam sie nicht an.
Polizei bittet um Hinweise
Die Vermisste wird als 1,60 bis 1,65 Meter groĂ und schlank beschrieben. Sie hat lange dunkle Haare und trug zuletzt eine schwarze Winterjacke, ein graues Oberteil, eine blaue Jeans, weiĂe Sneaker und einen schwarzen Rucksack.
Hinweise nimmt die Polizei ĂŒber das Hinweistelefon oder die Hinweis-Mailadresse des Landeskriminalamts entgegen.
Erinnerung an ungelösten Berliner Vermisstenfall
Der Fall erinnert an das Verschwinden der damals 15-jÀhrigen Rebecca aus Berlin-Britz im Februar 2019. Rebecca und ihre Leiche wurden bis heute nicht gefunden. Die Polizei setzte damals unter anderem Suchtrupps, Hunde, Hubschrauber, Drohnen, Bagger, Boote und Taucher ein.
Die Ermittler verdÀchtigen den Mann von Rebeccas Schwester, sie getötet zu haben. Er bestreitet den Vorwurf.
VermisstenfĂ€lle mit Kindern lösen umfangreiche SuchmaĂnahmen aus, weil die ersten Stunden fĂŒr die Ermittler besonders relevant sein können. Im aktuellen Fall konzentriert sich die Polizei auf das Wohnumfeld der SchĂŒlerin sowie auf Wege, die sie regelmĂ€Ăig im Schul- und Freizeitleben genutzt haben soll.
Die GröĂe des Einsatzes erklĂ€rt sich durch die rĂ€umlichen Bedingungen in Marzahn-Hellersdorf: GroĂe Wohnanlagen, zahlreiche HauseingĂ€nge, GrĂŒnflĂ€chen und Parks erschweren eine systematische Suche. EinsatzkrĂ€fte kombinieren deshalb Befragungen, die Suche im GelĂ€nde und die Auswertung eingehender Hinweise.
Ermittlungen und öffentliche Mithilfe
Dass die Mordkommission beteiligt ist und die Staatsanwaltschaft weiterhin Anhaltspunkte fĂŒr ein Verbrechen sieht, bestimmt die Richtung der Ermittlungen. Zugleich bleibt die Polizei auf Beobachtungen aus der Bevölkerung angewiesen. FĂŒr Hinweise können das Hinweistelefon und die Hinweis-Mailadresse des Landeskriminalamts genutzt werden.
Der Fall erinnert an das seit 2019 ungeklĂ€rte Verschwinden der 15-jĂ€hrigen Rebecca aus Berlin. Die damaligen umfangreichen SuchmaĂnahmen fĂŒhrten nicht zum Auffinden der Vermissten; der Fall ist daher ein Beispiel dafĂŒr, dass auch groĂe EinsĂ€tze nicht automatisch schnell zu einem Ergebnis fĂŒhren.
Weitere Suche am Abend
Die Polizei will die Suche im Berliner Nordosten fortsetzen. FĂŒr Anwohner und Passanten sind insbesondere Beobachtungen rund um den beschriebenen Schulweg sowie im Umfeld von WohnhĂ€usern, Parks und GrĂŒnflĂ€chen von Bedeutung.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
rbb24: â13 Jahre altes MĂ€dchen aus Marzahn vermisst â Polizei setzt Suche fortâ (07.11.2026)
Der rbb berichte ebenfalls ĂŒber die fortgesetzte Suche mit mehr als 140 EinsatzkrĂ€ften und die EinschĂ€tzung der Staatsanwaltschaft, es bestĂŒnden weiterhin Anhaltspunkte fĂŒr ein Verbrechen. ZusĂ€tzlich ordne der Beitrag das Vorgehen bei VermisstenfĂ€llen ein und nenne den Einsatz von SpĂŒrhunden und Hubschrauber am Vortag.
stern: â13-JĂ€hrige in Berlin vermisst: Polizei vermutet Straftat und bittet um Mithilfeâ (07.11.2026)
Der stern berichte ĂŒber die Suche im Wohnumfeld der SchĂŒlerin mit Einsatzhundertschaft, Diensthunden und Polizeihubschrauber. Der Schwerpunkt liege dort auf dem Fahndungsaufruf und der Bitte um Hinweise aus der Bevölkerung.
Beide BeitrĂ€ge bestĂ€tigten die fortgesetzte Suche und den strafrechtlichen Ermittlungsansatz. Der rbb lege den Schwerpunkt stĂ€rker auf den Ablauf der SuchmaĂnahmen, wĂ€hrend der stern die Mithilfe der Bevölkerung hervorhebe.
