Berlin-Marzahn, Vermisstensuche

Berlin: Polizei sucht 13-JÀhrige mit mehr als 140 KrÀften

Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 16:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Berliner Polizei setzt die Suche nach der SchĂŒlerin am Samstag mit mehr als 140 KrĂ€ften fort. Hinweise aus der Bevölkerung gingen ein, ein Durchbruch blieb zunĂ€chst aus.

Suchgebiet und Ermittlungsstand

  • Lisa T. verließ am Dienstag gegen 7.15 Uhr ihr Wohnhaus und wollte vom Barnimplatz zur Schule fahren.
  • Die Schule liegt in der Sella-Hasse-Straße, dort kam die 13-JĂ€hrige nicht an.
  • Am Samstag befragten EinsatzkrĂ€fte Anwohner und hĂ€ngten in Marzahn-Hellersdorf Plakate aus.
  • Mehr als 100 Beamte sind insgesamt im Einsatz. - Bild: Fabian Sommer/dpa
  • Laut Staatsanwaltschaft gibt es Anhaltspunkte fĂŒr ein Verbrechen. - Bild: Fabian Sommer/dpa
  • Die Polizisten verteilten am Samstagmorgen FlugblĂ€tter. - Bild: Fabian Sommer/dpa
  • Die Polizisten wollen erneut mit Anwohnern sprechen. - Bild: Fabian Sommer/dpa
Mehr als 100 Beamte sind insgesamt im Einsatz. - Bild: Fabian Sommer/dpa Laut Staatsanwaltschaft gibt es Anhaltspunkte fĂŒr ein Verbrechen. - Bild: Fabian Sommer/dpa Die Polizisten verteilten am Samstagmorgen FlugblĂ€tter.  - Bild: Fabian Sommer/dpa Die Polizisten wollen erneut mit Anwohnern sprechen. - Bild: Fabian Sommer/dpa

13-JĂ€hrige in Berlin-Marzahn vermisst

Die Berliner Polizei sucht weiter nach der 13-jĂ€hrigen Lisa T., die am Dienstagmorgen auf dem Weg zur Schule verschwand. Mehr als 140 EinsatzkrĂ€fte der Einsatzhundertschaft und der Mordkommission sind im Bezirk Marzahn-Hellersdorf im Einsatz, weil die Staatsanwaltschaft weiterhin Anhaltspunkte fĂŒr ein Verbrechen sieht.

Suche im Wohnumfeld und auf Schulwegen

Die Ermittler durchsuchen das direkte Wohnumfeld der SchĂŒlerin sowie Wege und Strecken, die sie im Schulalltag und in ihrer Freizeit genutzt haben soll. Die Suche soll auch am Abend fortgesetzt werden.

Am Samstag befragten EinsatzkrĂ€fte Anwohnerinnen und Anwohner und brachten Plakate an. Das Gebiet mit großen Wohnanlagen, GrĂŒnflĂ€chen und Parks sei weitlĂ€ufig und mache die Suche aufwendig.

Viele Hinweise, aber kein Durchbruch

Nach dem Zeugenaufruf gingen zahlreiche Hinweise bei der Polizei ein. Einen Durchbruch habe es bislang jedoch nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei hatte die groß angelegte Suche am Freitag begonnen. Dabei kamen unter anderem ein Hubschrauber und SpĂŒrhunde zum Einsatz. Lisa T. verließ nach Polizeiangaben am Dienstag gegen 7.15 Uhr ihr Wohnhaus, um gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße zu fahren. Dort kam sie nicht an.

Polizei bittet um Hinweise

Die Vermisste wird als 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank beschrieben. Sie hat lange dunkle Haare und trug zuletzt eine schwarze Winterjacke, ein graues Oberteil, eine blaue Jeans, weiße Sneaker und einen schwarzen Rucksack.

Hinweise nimmt die Polizei ĂŒber das Hinweistelefon oder die Hinweis-Mailadresse des Landeskriminalamts entgegen.

Erinnerung an ungelösten Berliner Vermisstenfall

Der Fall erinnert an das Verschwinden der damals 15-jÀhrigen Rebecca aus Berlin-Britz im Februar 2019. Rebecca und ihre Leiche wurden bis heute nicht gefunden. Die Polizei setzte damals unter anderem Suchtrupps, Hunde, Hubschrauber, Drohnen, Bagger, Boote und Taucher ein.

Die Ermittler verdÀchtigen den Mann von Rebeccas Schwester, sie getötet zu haben. Er bestreitet den Vorwurf.

VermisstenfĂ€lle mit Kindern lösen umfangreiche Suchmaßnahmen aus, weil die ersten Stunden fĂŒr die Ermittler besonders relevant sein können. Im aktuellen Fall konzentriert sich die Polizei auf das Wohnumfeld der SchĂŒlerin sowie auf Wege, die sie regelmĂ€ĂŸig im Schul- und Freizeitleben genutzt haben soll.

Die GrĂ¶ĂŸe des Einsatzes erklĂ€rt sich durch die rĂ€umlichen Bedingungen in Marzahn-Hellersdorf: Große Wohnanlagen, zahlreiche HauseingĂ€nge, GrĂŒnflĂ€chen und Parks erschweren eine systematische Suche. EinsatzkrĂ€fte kombinieren deshalb Befragungen, die Suche im GelĂ€nde und die Auswertung eingehender Hinweise.

Ermittlungen und öffentliche Mithilfe

Dass die Mordkommission beteiligt ist und die Staatsanwaltschaft weiterhin Anhaltspunkte fĂŒr ein Verbrechen sieht, bestimmt die Richtung der Ermittlungen. Zugleich bleibt die Polizei auf Beobachtungen aus der Bevölkerung angewiesen. FĂŒr Hinweise können das Hinweistelefon und die Hinweis-Mailadresse des Landeskriminalamts genutzt werden.

Der Fall erinnert an das seit 2019 ungeklĂ€rte Verschwinden der 15-jĂ€hrigen Rebecca aus Berlin. Die damaligen umfangreichen Suchmaßnahmen fĂŒhrten nicht zum Auffinden der Vermissten; der Fall ist daher ein Beispiel dafĂŒr, dass auch große EinsĂ€tze nicht automatisch schnell zu einem Ergebnis fĂŒhren.

Weitere Suche am Abend

Die Polizei will die Suche im Berliner Nordosten fortsetzen. FĂŒr Anwohner und Passanten sind insbesondere Beobachtungen rund um den beschriebenen Schulweg sowie im Umfeld von WohnhĂ€usern, Parks und GrĂŒnflĂ€chen von Bedeutung.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

rbb24: „13 Jahre altes MĂ€dchen aus Marzahn vermisst – Polizei setzt Suche fort“ (07.11.2026)

Der rbb berichte ebenfalls ĂŒber die fortgesetzte Suche mit mehr als 140 EinsatzkrĂ€ften und die EinschĂ€tzung der Staatsanwaltschaft, es bestĂŒnden weiterhin Anhaltspunkte fĂŒr ein Verbrechen. ZusĂ€tzlich ordne der Beitrag das Vorgehen bei VermisstenfĂ€llen ein und nenne den Einsatz von SpĂŒrhunden und Hubschrauber am Vortag.

stern: „13-JĂ€hrige in Berlin vermisst: Polizei vermutet Straftat und bittet um Mithilfe“ (07.11.2026)

Der stern berichte ĂŒber die Suche im Wohnumfeld der SchĂŒlerin mit Einsatzhundertschaft, Diensthunden und Polizeihubschrauber. Der Schwerpunkt liege dort auf dem Fahndungsaufruf und der Bitte um Hinweise aus der Bevölkerung.

Beide BeitrĂ€ge bestĂ€tigten die fortgesetzte Suche und den strafrechtlichen Ermittlungsansatz. Der rbb lege den Schwerpunkt stĂ€rker auf den Ablauf der Suchmaßnahmen, wĂ€hrend der stern die Mithilfe der Bevölkerung hervorhebe.

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