Berlin: Razzien gegen illegalen Schusswaffenhandel – mehrere Festnahmen
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 09:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Berliner Polizei durchsucht seit dem frühen Morgen in der ganzen Stadt Wohnungen wegen des Verdachts auf illegalen Schusswaffenhandel; dabei gab es mehrere Festnahmen und die Sicherstellung von zwei Schusswaffen mit scharfer Munition.
Ermittlungen gegen mehrere Beschuldigte
Ein Polizeisprecher bestätigte die Maßnahmen. Die Razzien stehen demnach im Zusammenhang mit Ermittlungen der Sondereinheiten «Ferrum» bei der Polizei und «Telum» bei der Staatsanwaltschaft.
Die Einheiten richten sich gezielt gegen Schusswaffengebrauch im Bereich der Organisierten Kriminalität. Die Aktionen laufen den Angaben zufolge seit Monaten.
300 Kräfte im Einsatz
Insgesamt seien rund 300 Kräfte beteiligt, darunter auch Spezialeinsatzkräfte, sagte der Polizeisprecher. Die Maßnahmen richteten sich gegen mehrere Beschuldigte.
Durchsucht würden vor allem deren Wohnungen. Die Ermittlungen dauern an.
Schusswaffen als Teil organisierter Kriminalität
Die Berliner Ermittlungen richten sich nicht gegen einen einzelnen Vorfall, sondern gegen Strukturen, in denen Schusswaffen beschafft, weitergegeben und eingesetzt werden. Die Einrichtung spezialisierter Einheiten bei Polizei und Staatsanwaltschaft zeigt, dass die Behörden den illegalen Waffenhandel als eigenständiges Ermittlungsfeld behandeln.
Für die Größenordnung des aktuellen Einsatzes sprechen 300 eingesetzte Kräfte und die Beteiligung von Spezialeinsatzkräften. Durchsuchungen und Festnahmen sollen Beweismittel sichern und klären, welche Rolle die Beschuldigten im mutmaßlichen Handel hatten. Die sichergestellten Waffen und die scharfe Munition können dabei für die weiteren Ermittlungen von Bedeutung sein.
Bedeutung für Berlin
Illegale Schusswaffen erhöhen das Risiko, dass Konflikte im kriminellen Milieu eskalieren und Gewalt in den öffentlichen Raum getragen wird. Ermittlungen gegen Lieferwege und mehrere Beschuldigte zielen deshalb auf die Infrastruktur hinter einzelnen Taten. Für Anwohnerinnen und Anwohner bedeuten groß angelegte Durchsuchungen zunächst sichtbare Polizeipräsenz und mögliche Einschränkungen an den Einsatzorten.
Ob aus den Festnahmen Untersuchungshaft, Anklagen oder weitere Verfahren folgen, hängt von den noch laufenden Ermittlungen und der Bewertung der gesicherten Beweismittel ab. Entscheidend wird sein, ob sich aus den Maßnahmen konkrete Handelswege und Verbindungen zu weiteren Fällen von Schusswaffengewalt ergeben.
