Berlin: Razzien gegen illegalen Schusswaffenhandel â mehrere Festnahmen
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 09:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Berliner Polizei hat am Mittwochmorgen in der ganzen Stadt Wohnungen wegen des Verdachts auf illegalen Schusswaffenhandel durchsucht und dabei mehrere Menschen festgenommen.
Zwei Waffen und Munition sichergestellt
Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden bei den Razzien zudem zwei Schusswaffen mit scharfer Munition sichergestellt. Die MaĂnahmen liefen seit dem frĂŒhen Morgen in mehreren Teilen Berlins.
Ermittlungen gegen mehrere Beschuldigte
Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit den Ermittlungen der polizeilichen Sondereinheit «Ferrum» und der staatsanwaltschaftlichen Einheit «Telum». Beide befassen sich gezielt mit Schusswaffengebrauch im Bereich der Organisierten KriminalitÀt.
300 EinsatzkrÀfte beteiligt
Insgesamt waren den Angaben zufolge rund 300 KrÀfte im Einsatz, darunter auch SpezialeinsatzkrÀfte. Die Aktionen richteten sich gegen mehrere Beschuldigte; durchsucht wurden vor allem deren Wohnungen.
Schusswaffengewalt als Sicherheitsproblem
Die Razzien treffen auf eine Berliner Sicherheitslage, in der Schusswaffendelikte zuletzt deutlich an Bedeutung gewonnen haben. FĂŒr 2025 wurde ein Anstieg der registrierten Straftaten mit Schusswaffen gegenĂŒber dem Vorjahr um 68 Prozent genannt. Der Wert beschreibt das polizeilich erfasste Hellfeld und bedeutet nicht automatisch, dass jede Tat mit organisierter KriminalitĂ€t verbunden ist.
Die Ermittlungen der Einheiten «Ferrum» und «Telum» konzentrieren sich nach den Angaben der Polizei und Staatsanwaltschaft gezielt auf Schusswaffengebrauch im Umfeld Organisierter KriminalitĂ€t. Der Ansatz verbindet damit Strafverfolgung gegen mutmaĂliche HĂ€ndler mit der AufklĂ€rung möglicher Gewalttaten. Die Sicherstellung scharfer Waffen und Munition kann fĂŒr die Ermittler wichtige Hinweise auf Bezugswege, Abnehmer und geplante EinsĂ€tze liefern.
Bedeutung fĂŒr die Stadt
Der Einsatz von rund 300 KrĂ€ften zeigt den Umfang des Verfahrens und bindet neben regulĂ€ren Einheiten auch SpezialeinsatzkrĂ€fte. FĂŒr Anwohner können Durchsuchungen kurzfristig zu VerkehrseinschrĂ€nkungen, PolizeiprĂ€senz und weiteren MaĂnahmen fĂŒhren. Ăber die konkrete Zahl der Beschuldigten, die VorwĂŒrfe im Einzelnen und mögliche Haftbefehle entscheiden die weiteren Ermittlungen und gerichtlichen PrĂŒfungen.
Politisch erhöht jeder gröĂere Zugriff den Druck, Waffenhandel und GewaltkriminalitĂ€t dauerhaft einzudĂ€mmen. Entscheidend sind dabei nicht nur sichtbare Razzien, sondern auch die Auswertung beschlagnahmter Waffen, die Unterbrechung von Lieferketten und eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz.
