Berngau: Behördenmitarbeiter bei Waffenkontrolle erschossen
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 18:46 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bei einer Waffenkontrolle in Berngau in der Oberpfalz ist ein Mitarbeiter des Landratsamtes Neumarkt erschossen worden.
Zwei Behördenmitarbeiter getroffen
Eine zweite Person wurde schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die beiden Beschäftigten des Landratsamtes sollten nach bisherigen Erkenntnissen einen Waffenbesitzer kontrollieren.
Der Mann soll daraufhin geschossen und die beiden Behördenmitarbeiter getroffen haben.
Mutmaßlicher Schütze verschanzt sich
Nach den Schüssen verschanzte sich der mutmaßliche Schütze in einem Wohnhaus. Die Polizei umstellte das Gebäude und alarmierte Spezialkräfte.
Polizei bittet Bevölkerung um Vorsicht
Der Einsatz lief am Abend noch. Die Polizei forderte die Menschen im Ort auf, ihre Häuser nicht zu verlassen oder den Bereich zu meiden.
Wegen Schussgeräuschen waren gegen 14.00 Uhr mehrere Notrufe bei Polizei und Rettungskräften eingegangen.
Waffenkontrollen als Teil staatlicher Gefahrenabwehr
Waffenkontrollen überprüfen, ob Waffenbesitzer die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Dazu zählen insbesondere die sichere Aufbewahrung, die persönliche Zuverlässigkeit und der verantwortungsvolle Umgang mit Schusswaffen. Die zuständigen Behörden können dafür Kontrollen vor Ort anordnen oder durchführen.
Der tödliche Einsatz in Berngau zeigt die besondere Gefährdung von Beschäftigten, die solche Aufgaben wahrnehmen. Sie treten dabei nicht als Polizeikräfte auf, können aber auf bewaffnete Personen treffen. Dass neben dem getöteten Behördenmitarbeiter eine weitere Person schwer verletzt wurde, macht die unmittelbaren Folgen des Vorfalls deutlich.
Polizeieinsatz und Bedeutung für den Ort
Die Abriegelung des Wohnhauses und die Alarmierung von Spezialkräften dienen zunächst dazu, weitere Gefahren für Anwohner, Einsatzkräfte und mögliche Geiseln zu verhindern. Die Aufforderung, Häuser nicht zu verlassen oder den Bereich zu meiden, schränkt das öffentliche Leben in dem betroffenen Ort vorübergehend ein.
Für die weitere Aufklärung werden unter anderem der Ablauf der Kontrolle, die Zahl und Art der abgegebenen Schüsse sowie die rechtlichen Voraussetzungen des Einsatzes untersucht werden. Ebenso dürfte geprüft werden, welche Waffen sich im Gebäude befanden und ob der mutmaßliche Schütze bereits zuvor behördlich aufgefallen war.
