Bronze-Statuen, Zeichen

Bronze-Statuen als Zeichen gegen sexuelle BelÀstigung

Veröffentlicht: 08.04.2024 um 15:50 Uhr, dpa.de

Wo Passanten Bronzestatuen hĂ€ufig berĂŒhren, lĂ€sst sich anhand der Farbe meist leicht erkennen. Eine Frauenrechtsorganisation hat das fĂŒr eine Kampagne gegen sexualisierte Gewalt genutzt.

  • Ein sprechendes Detail der bronzenen Frauenstatue «Bezaubernde Julia» in MĂŒnchen. - Bild: Peter Kneffel/dpa
    Ein sprechendes Detail der bronzenen Frauenstatue «Bezaubernde Julia» in MĂŒnchen. - Bild: Peter Kneffel/dpa
  • Plakat mit der Aufschrift «Sexuelle BelĂ€stigung hinterlĂ€sst Spuren» hinter der Bronzeskulptur «Jugend» von Bernhard Hoetger in Bremen. - Bild: Sina Schuldt/dpa
    Plakat mit der Aufschrift «Sexuelle BelÀstigung hinterlÀsst Spuren» hinter der Bronzeskulptur «Jugend» von Bernhard Hoetger in Bremen. - Bild: Sina Schuldt/dpa
Ein sprechendes Detail der bronzenen Frauenstatue «Bezaubernde Julia» in MĂŒnchen. - Bild: Peter Kneffel/dpa Plakat mit der Aufschrift «Sexuelle BelĂ€stigung hinterlĂ€sst Spuren» hinter der Bronzeskulptur «Jugend» von Bernhard Hoetger in Bremen. - Bild: Sina Schuldt/dpa

Mit glĂ€nzenden BrĂŒsten bronzener Frauenstatuen und großen Plakaten hat die Frauenrechtsorganisation «Terre des Femmes» in MĂŒnchen, Berlin und Bremen auf sexuelle Übergriffe aufmerksam gemacht.

Die «Bezaubernde Julia», die «Frau Rhein» am Neptunbrunnen und die «Jugend» im Hoetgerhof «zeigen sichtbar die jahrzehntelangen Übergriffe der PassantInnen», teilte die Organisation am Montag mit. Dass die Bronzestatuen immer wieder von Passanten an den nackten BrĂŒsten berĂŒhrt werden, hinterlasse Spuren - «genauso wie bei Betroffenen sexualisierter Gewalt».

«Sexuelle BelĂ€stigung ist ein Problem, das viel zu oft verharmlost oder ignoriert wird», wird die Bereichsleiterin Referate der Organisation, Sina Tonk, in der Mitteilung zitiert. «Wir mĂŒssen gemeinsam dafĂŒr sorgen, dass Betroffene Gehör finden und TĂ€ter zur Rechenschaft gezogen werden.»

Die Plakate neben den Statuen seien am Freitag aufgestellt worden und sollten am Montagnachmittag wieder entfernt werden - «aus genehmigungsrechtlichen GrĂŒnden», wie eine Sprecherin von «Terre des Femmes» am Montag sagte.

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