Busunfall in Lent: Zwei Menschen sterben, 23 Minderjährige an Bord
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 19:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWSErmittlungen nach Unfall in Lent
- Der 26-jährige Busfahrer wurde nach dem Unfall in Polizeigewahrsam genommen.
- Der Bus war von der Straße abgekommen, hatte mehrere Bäume gerammt und war im Straßengraben gelandet.
- Seit 2024 wurde das betroffene Busunternehmen 106-mal kontrolliert.
Busunfall in Lent fordert zwei Todesopfer
Bei einem Unfall mit einem Überlandbus im ostfranzösischen Lent sind ein siebenjähriges Mädchen und ein 18-jähriger Jugendlicher ums Leben gekommen. Vier Menschen wurden schwer verletzt, 25 weitere erlitten leichte Verletzungen.
Bus prallt gegen mehrere Bäume
Der Bus kam am frühen Morgen rund 50 Kilometer nordöstlich von Lyon von der Straße ab, rammte mehrere Bäume und landete im Straßengraben. Insgesamt saßen 49 Menschen an Bord, darunter 23 Minderjährige.
Fahrer nach Unfall in Gewahrsam
Unter den Verletzten war auch der 26-jährige Busfahrer, der in eine Klinik gebracht und dort in Polizeigewahrsam genommen wurde. Nach seinen ersten Angaben soll er am Steuer eingenickt sein.
Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren wegen des Verdachts auf Tötung und Körperverletzung im Straßenverkehr ein. Die ersten Alkohol- und Drogentests fielen negativ aus.
Zwei Verletzte in Lebensgefahr
Am Abend schwebten zwei der vier Schwerverletzten noch in Lebensgefahr. Mehr als 100 Feuerwehrleute und 50 Gendarmen waren im Einsatz, die Straße rund um die Unfallstelle wurde gesperrt.
Schulkinder an Bord
Der Bus habe sich in einem guten Zustand befunden und alle Kontrollen absolviert, sagte Verkehrsminister Philippe Tabarot. Das betroffene Unternehmen sei seit 2024 insgesamt 106-mal kontrolliert worden.
Nach einem tödlichen Schulbusunfall Anfang vergangenen Jahres hatte Frankreich die Kontrollen insbesondere der Fahrer verschärft. Tabarot sprach am Unfallort von einem „Versagen“ und entschuldigte sich bei den Eltern und Angehörigen.
Der Unfall in Lent ereignet sich vor dem Hintergrund verschärfter Aufmerksamkeit für die Sicherheit von Schul- und Überlandbussen in Frankreich. Nach einem tödlichen Schulbusunfall Anfang 2025 wurden insbesondere die Kontrollen von Fahrerinnen und Fahrern intensiviert.
Im aktuellen Fall richtet sich der Blick der Ermittler auf die Belastung des Fahrers. Nach Angaben der Staatsanwältin hatte der 26-Jährige ausgesagt, sehr früh gestartet und zuvor bereits eine Tour gefahren zu sein. Der Verdacht, am Steuer eingeschlafen zu sein, ist Gegenstand des eingeleiteten Verfahrens; die ersten Alkohol- und Drogentests waren negativ.
Viele Minderjährige betroffen
Die Größenordnung des Unfalls verschärft die Folgen: 49 Menschen waren an Bord, darunter 23 Minderjährige. Vier Menschen wurden schwer verletzt, zwei von ihnen schwebten am Abend noch in Lebensgefahr. Für Angehörige und Betroffene öffnete die Gemeinde einen Saal, während Rettungskräfte und Gendarmen die Unfallstelle sicherten.
Für die weitere Aufklärung sind neben den Aussagen des Fahrers die Einsatz- und Ruhezeiten, die zurückliegende Tour sowie die technische und organisatorische Verantwortung relevant. Der Bus hatte laut Verkehrsminister alle Kontrollen absolviert; das Unternehmen war seit 2024 insgesamt 106-mal kontrolliert worden. Damit dürfte das Verfahren neben der individuellen Ursache auch die Frage berühren, ob bestehende Kontrollen Belastungen im Busverkehr ausreichend erfassen.
Stern: „Frankreich: Zwei Tote bei Busunfall“ (06.11.2026)
Der Artikel bestätige den Unfall in Lent, zwei Todesopfer, den Einsatz von mehr als 100 Feuerwehrleuten und 50 Gendarmen sowie die Betreuung im Gemeindesaal. Er berichte allerdings mit früheren vorläufigen Opfer- und Passagierzahlen und setze den Schwerpunkt auf die zunächst noch offene Unfallursache.
