Feuer, Los

Neue Feuer in Los Angeles und Umgebung

23.01.2025 - 13:53:59 | dpa.de

Das Schlimmste schien ĂŒberstanden. Doch Flammen treiben wieder Tausende aus ihren HĂ€usern. Indes droht Trump damit, Bundeshilfen zu streichen. GefĂ€hrdet dies Kaliforniens Kampf gegen das Feuer?

  • Donald Trump droht Kalifornien Hilfen aus Washington zu streichen. (Archivbild) - Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
  • Ein Abschnitt von Highway 5, eine wichtige Verkehrsader in Kalifornien, wurde zeitweise gesperrt. - Foto: Ethan Swope/AP/dpa
  • Mindestens 28 Menschen sind den Angaben zufolge bisher gestorben. Mehr als 15.000 GebĂ€ude wurden demnach zerstört. - Foto: Jae C. Hong/AP/dpa
Donald Trump droht Kalifornien Hilfen aus Washington zu streichen. (Archivbild) - Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa Ein Abschnitt von Highway 5, eine wichtige Verkehrsader in Kalifornien, wurde zeitweise gesperrt. - Foto: Ethan Swope/AP/dpa Mindestens 28 Menschen sind den Angaben zufolge bisher gestorben. Mehr als 15.000 GebÀude wurden demnach zerstört.  - Foto: Jae C. Hong/AP/dpa

Neuer Schrecken fĂŒr Kalifornien: Mehr als zwei Wochen nach Ausbruch der Feuer sind schon wieder neue BrĂ€nde aufgeflammt. Ein Feuer im Westen der Metropole bedrohte zeitweise Teile des Nobelviertels Bel Air. Die Ausbreitung konnte aber laut Feuerwehr gestoppt werden, wĂ€hrend nördlich von Los Angeles Tausende Menschen aufgefordert wurden, ihre HĂ€user zu verlassen. Das «Hughes»-Feuer sei dort am Mittwoch (Ortszeit) ausgebrochen und habe sich binnen Stunden auf eine FlĂ€che von ĂŒber 41 Quadratkilometern ausgebreitet, meldete die Feuerwehr.

Trumps Drohung aus Washington 

WĂ€hrend es in Kalifornien brennt, schlĂ€gt Donald Trump im Weißen Haus neue Töne an: In seinem ersten TV-Interview als US-PrĂ€sident drohte er damit, Hilfen aus Washington zu streichen. Bundeshilfen fĂŒr die BrandbekĂ€mpfung knĂŒpfte Trump an Bedingungen. Erst mĂŒsse Kalifornien sein Wassermanagement Ă€ndern. «Ich glaube nicht, dass wir Kalifornien irgendetwas geben sollten, bis sie das Wasser abfließen lassen», sagte er dem Sender Fox News. 

Trumps Kritik ist nicht neu - und wird laut US-Medien von Experten als falsch zurĂŒckgewiesen. Immer wieder war in den letzten Wochen ĂŒber trockene Hydranten berichtet worden, die die Löscharbeiten erschwerten. Trump machte nun den demokratischen Gouverneur des Bundesstaates, Gavin Newsom, verantwortlich. Trump behauptete - fĂ€lschlicherweise, wie die Zeitung «Washington Post» und der Sender CNN berichteten - Newsom habe sich geweigert, Wasser aus dem nördlichen Teil Kaliforniens in den Raum Los Angeles fließen zu lassen, um FischbestĂ€nde zu schĂŒtzen. L.A. erhalte sein Wasser aber nicht von dort, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Experten.

Die Feuerwehrleute lobte Trump in dem Interview als «mutig». Am Freitag wird der PrÀsident in Kalifornien erwartet, wo er von den BrÀnden betroffene Gebiete besuchen will. 

Sorge vor Erdrutschen

Am Wochenende erwarten Meteorologen Regen in der Region. Doch aufatmen können die Menschen deshalb nicht. Nach den FlĂ€chenbrĂ€nden, die den Bodenbewuchs zerstören, drohen weitere Gefahren. Erdrutsche und Überschwemmungen seien möglich, Behörden bereiteten sich darauf vor, schrieb der Sender CBS.

In den vergangenen Tagen hatten Tausende von Feuerwehrleuten bei den Löscharbeiten Fortschritte gemacht. Das «Eaton»-Feuer war zuletzt zu 95 Prozent unter Kontrolle, das «Palisades»-Feuer zu 70 Prozent. Bei den BrĂ€nden starben bisher mindestens 28 Menschen. SchĂ€tzungen zufolge wurden ĂŒber 18.000 GebĂ€ude zerstört, meldete der Sender CBS.

Schon wieder brennende HĂŒgel und riesige Rauchwolken 

Das «Hughes»-Feuer brennt derzeit rund 70 Kilometer nördlich von Los Angeles. In den betroffenen Bezirken waren rund 30.000 Menschen aufgefordert, die Gefahrenzone zu verlassen. Berichte ĂŒber abgebrannte HĂ€user gab es laut den Behörden zunĂ€chst nicht. Das Feuer habe hauptsĂ€chlich Vegetation verbrannt. 

Dichter Rauch lag ĂŒber der Region. Auf Fernsehbildern waren brennende HĂŒgellandschaften und riesige Rauchwolken zu sehen. Ein Abschnitt der wichtigen Verkehrsader Highway 5 wurde zeitweise gesperrt. Die Behörden verwiesen auf Winde, die zu erhöhter Feuergefahr beitragen wĂŒrden.

Kaum Tickets fĂŒr Benefizkonzert mit Stars wie Billie Eilish 

Die Karten fĂŒr zwei Benefizkonzerte zugunsten der Opfer der Brandkatastrophe waren nach Angaben der «New York Times» binnen einer Stunde nahezu ausverkauft. Zu den «FireAid»-Konzerten haben sich Stars wie Soul-Legende Stevie Wonder und PopsĂ€ngerin Alanis Morissette angekĂŒndigt, ebenso wie Lady Gaga, Billie Eilish, Katy Perry, Joni Mitchell, Rod Stewart und die Red Hot Chili Peppers. Stattfinden sollen die Auftritte an zwei Veranstaltungsorten in Inglewood, sĂŒdlich von Los Angeles. 

Die Ticketpreise starteten dem Bericht zufolge bei 99 Dollar. Doch schon nach kurzer Zeit seien nur noch vereinzelte PlĂ€tze verfĂŒgbar gewesen, der niedrigste Preis habe bei 750 Dollar gelegen. Mit den Einnahmen sollen nach Angaben der Veranstalter Menschen unterstĂŒtzt werden, die durch die BrĂ€nde ihre HĂ€user verloren haben. Außerdem soll der Erlös in den Wiederaufbau der Infrastruktur fließen.

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