Winterwetter fĂŒhrt zu Flughafen-Stillstand in MĂŒnchen
05.12.2023 - 15:41:31 | dpa.deAuch Tage nach dem heftigen Schneefall gibt es im sĂŒdlichen Bayern am Dienstag noch massive Probleme im Zug- und Flugverkehr. In mehreren Landkreisen blieben SchĂŒlerinnen und SchĂŒler wegen SchulschlieĂungen erneut daheim. Sowohl im Freistaat als auch in anderen BundeslĂ€ndern kam es bei der GlĂ€tte zu UnfĂ€llen.
Reisende stranden am Flughafen MĂŒnchen
Der heftige Schneefall hatte bereits am Wochenende den Betrieb des MĂŒnchner Flughafens beeintrĂ€chtigt - am Dienstag stand der Airport wegen gefrierenden Regens bis zum Mittag erneut fĂŒr sechs Stunden still. Um 12.00 Uhr landete eine erste Maschine der Lufthansa aus New York, wie ein Sprecher sagte. Der Luftverkehr sollte nach und nach wieder anlaufen.
Die Entscheidung, den Betrieb vorĂŒbergehend einzustellen, sei aus GrĂŒnden der Sicherheit notwendig gewesen. Passagiere in MĂŒnchen mĂŒssen den Angaben nach weiter mit «massiven EinschrĂ€nkungen» rechnen. Auch am Dienstag waren demnach noch Hunderte Reisende am Flughafen gestrandet. Sie wĂŒrden mit Essen und Trinken versorgt.
Bayerische Staatsregierung will Bahn-Chaos aufarbeiten
Schnee und Eis behinderten auch den Verkehr in SĂŒdbayern weiter. Bei der Deutschen Bahn (DB) gab es weiter Verzögerungen, erneut fielen ZĂŒge aus. Die Zahl der RĂ€umfahrzeuge sei seit Beginn des Wintereinbruchs aufgestockt worden, hieĂ es bei der Bahn. Mehr als 20 groĂe Maschinen sind mittlerweile in der Region unterwegs, darunter auch Schneeschleudern, die aus Hessen und Baden-WĂŒrttemberg nach Bayern verlegt wurden.
Das Bahn-Chaos der vergangenen Tage soll nach Ansicht der bayerischen Staatsregierung aufgearbeitet werden. Die erheblichen Auswirkungen auf den Zug- und Flugverkehr seien allen bekannt, «das wird man sicherlich im Nachgang dann auch in Ruhe analysieren mĂŒssen, weshalb es gerade im Bereich des Zugverkehrs doch solche erheblichen Schwierigkeiten gegeben hat», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Sitzung des Kabinetts in MĂŒnchen.
Spiegelglatte StraĂen sorgen fĂŒr UnfĂ€lle
Glatte StraĂen sorgten in vielen Regionen fĂŒr UnfĂ€lle. In Sachsen-Anhalt gab es allein im ZustĂ€ndigkeitsbereich der Polizeiinspektion Magdeburg zwischen 6.00 und 11.00 Uhr 26 glĂ€ttebedingte UnfĂ€lle. In Mecklenburg-Vorpommern kam auf der A20 nahe Schönberg ein 40-jĂ€hriger Lkw-Fahrer aufgrund von Schnee und GlĂ€tte mit seinem Laster nach links von der Fahrbahn ab. Die A20 in Richtung Rostock wurde zeitweise vollstĂ€ndig gesperrt.
In Bayern starben zwei Menschen auf der Autobahn 8 bei Odelzhausen (Landkreis Dachau) beim ZusammenstoĂ eines Autos mit einem Sattelzug. «Zum Unfallzeitpunkt war die Teerdecke der Fahrbahn durch ĂŒberfrierende NĂ€sse spiegelglatt», hieĂ es bei der Polizei. Auf der Autobahn 99 kam es zu mehreren UnfĂ€llen zwischen den Anschlussstellen MĂŒnchen-Nord und MĂŒnchen-SĂŒd.
Weiterhin GlÀttegefahr in den kommenden Tagen
Bei winterlichem Wetter mit teils gefrierendem Regen und Neuschnee ist laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) auch in den kommenden Tagen in einigen Regionen Deutschlands Vorsicht geboten. Auf StraĂen und Gehwegen kann es dadurch wieder gefĂ€hrlich glatt werden. Hintergrund ist unter anderem ein Tiefdruckgebiet, das sich langsam von Nordwesten kommend ost- und nordostwĂ€rts ĂŒber den Norden Deutschlands verlagere, erklĂ€rte Sabine KrĂŒger vom DWD.
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