Thailand, Feuer

Feuerinferno mit 27 Toten in Pub in Bangkok

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 06:51 Uhr, dpa.de

Der Brand hat sich wegen leicht entflammbarer Decken- und Dekorationsmaterialien rasch ausgebreitet. Behörden prĂŒfen nun, ob Brandschutzauflagen eingehalten wurden.

  • Das Lokal brannte bei dem UnglĂŒck völlig aus. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Das Lokal brannte bei dem UnglĂŒck völlig aus. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Opfer der Brandkatastrophe wurden mit TĂŒchern bedeckt. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Opfer der Brandkatastrophe wurden mit TĂŒchern bedeckt. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Zahlreiche Fenster sind bei dem Brand geborsten. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Zahlreiche Fenster sind bei dem Brand geborsten. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Nach der Brandkatastrophe fanden EinsatzkrĂ€fte viele Handys. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Nach der Brandkatastrophe fanden EinsatzkrÀfte viele Handys. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Das ausgebrannte Lokal wurde abgesperrt. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Das ausgebrannte Lokal wurde abgesperrt. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Die meisten Opfer sollen an Rauchvergiftungen gestorben sein. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Die meisten Opfer sollen an Rauchvergiftungen gestorben sein. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Das Lokal brannte lichterloh. - Bild: Adryel Talamantes/ZUMA Press Wire/dpa
    Das Lokal brannte lichterloh. - Bild: Adryel Talamantes/ZUMA Press Wire/dpa
  • Polizisten suchten am Tag nach dem Feuer nach Hinweisen zur UnglĂŒcksursache. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Polizisten suchten am Tag nach dem Feuer nach Hinweisen zur UnglĂŒcksursache. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
  • Auch Forensiker und andere Experten waren im Einsatz. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
    Auch Forensiker und andere Experten waren im Einsatz. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa
Das Lokal brannte bei dem UnglĂŒck völlig aus. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Die Ermittlungen zur Brandursache laufen. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Opfer der Brandkatastrophe wurden mit TĂŒchern bedeckt. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Zahlreiche Fenster sind bei dem Brand geborsten. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Nach der Brandkatastrophe fanden EinsatzkrĂ€fte viele Handys. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Das ausgebrannte Lokal wurde abgesperrt. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Die meisten Opfer sollen an Rauchvergiftungen gestorben sein. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Das Lokal brannte lichterloh. - Bild: Adryel Talamantes/ZUMA Press Wire/dpa Polizisten suchten am Tag nach dem Feuer nach Hinweisen zur UnglĂŒcksursache. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa Auch Forensiker und andere Experten waren im Einsatz. - Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa

27 Tote, mindestens 63 Verletzte – ein Brand in einem Lokal in der thailĂ€ndischen Hauptstadt Bangkok erschĂŒttert. Laut Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt prĂŒfen die Ermittler unter anderem, ob NotausgĂ€nge versperrt gewesen seien und das Lokal die Brandschutzauflagen erfĂŒllt habe. 

Das Feuer war gegen Mitternacht (Ortszeit) in dem Lokal Rong Beer Na Ladprao im Stadtteil Ladprao im Norden der Millionenmetropole ausgebrochen. Mindestens neun MÀnner und 18 Frauen starben laut thailÀndischen Behörden. Die meisten sollen an Rauchvergiftungen gestorben sein. Mindestens 63 Menschen wurden verletzt, 22 davon schwer, wie Medien unter Verweis auf die Behörden berichteten.

Das Feuer habe sich wegen leicht entflammbarer Decken- und Dekorationsmaterialien rasch ausgebreitet, berichtete Bangkoks Gouverneur. Giftiger Rauch soll zu der hohen Zahl der Todesopfer beigetragen haben. Die Verletzten wurden auf 16 KrankenhÀuser in Bangkok verteilt.

Gebiet bei Touristen beliebt

Das einstöckige, etwa 160 Quadratmeter große Pub liegt in der NĂ€he des international bekannten Chatuchak-Marktes, der an Wochenenden regelmĂ€ĂŸig Zehntausende Besucher anzieht und zu den beliebtesten SehenswĂŒrdigkeiten der thailĂ€ndischen Hauptstadt zĂ€hlt.

Ob sich unter den Opfern auch AuslĂ€nder befinden, ist noch unklar. Auszuschließen ist das nicht, da Bangkok zu den meistbesuchten Reisezielen der Welt gehört. Der Markt selbst – einer der grĂ¶ĂŸten FreiluftmĂ€rkte der Welt – schließt jedoch schon am frĂŒhen Abend.

Rauch stieg aus Sicherungskasten

Das Lokal zeigte auch regelmĂ€ĂŸig Livemusik. Nach Schilderungen von Musikern, die am Sonntagabend in dem Lokal aufgetreten waren, soll zunĂ€chst Rauch aus einem Sicherungskasten nahe der BĂŒhne aufgestiegen sein. Anschließend sei der Strom ausgefallen, kurz darauf habe es eine Explosion gegeben und dichter Qualm habe sich in Sekundenschnelle ausgebreitet, zitierte die Zeitung «Thairath» die Augenzeugen. 

Die meisten Opfer flĂŒchteten offenbar fatalerweise in den hinteren Teil des GebĂ€udes, in die NĂ€he der Toiletten, wo es kein Entkommen gab. Hier wurden spĂ€ter die meisten Opfer gefunden. Andere rannten schreiend ins Freie, wĂ€hrend das Pub schon lichterloh brannte und gewaltige Flammen aus der EingangstĂŒr schlugen.

Bild aus Tod und Zerstörung

Als es den EinsatzkrĂ€ften nach etwa einer Dreiviertelstunde gelang, den Brand unter Kontrolle zu bringen, bot sich ihnen ein furchtbares Bild aus Tod und Zerstörung. Nach und nach wurden immer mehr Leichen ins Freie getragen und vor dem Lokal – mit weißen TĂŒchern abgedeckt – nebeneinander aufgereiht. 

Die GaststĂ€tte brannte komplett aus. ZurĂŒck blieben verkohlte StĂŒhle und Tische, völlig verrußte WĂ€nde und geborstene Fenster. Gouverneur Chadchart Sittipunt und MinisterprĂ€sident Anutin Charnvirakul besuchten noch in der Nacht die UnglĂŒcksstelle.

Die Polizei sperrte den Brandort ab und kĂŒndigte Ermittlungen zur Brandursache an. Angehörige wurden aufgefordert, sich bei den Behörden zu melden und DNA-Proben abzugeben, um die Opfer zu identifizieren. Berichten zufolge konnte zunĂ€chst nur die IdentitĂ€t von zehn der Toten geklĂ€rt werden.

Erinnerungen an Brandkatastrophen von 2009 und 2022

«Dieser Vorfall hat die gesamte thailĂ€ndische Nation zutiefst erschĂŒttert und dient als schmerzhafte Mahnung, dass solche Tragödien durch BrĂ€nde in UnterhaltungsstĂ€tten niemals wieder vorkommen dĂŒrfen», sagte der BĂŒrgermeister der Touristenstadt Pattaya, Poramet Ngampichet. Er ordnete nach eigenen Angaben umgehend umfassende Sicherheitsinspektionen aller Unterhaltungsbetriebe in Pattaya an, das zwei Autostunden von Bangkok entfernt liegt.

Das UnglĂŒck erinnere an die verheerenden BrĂ€nde im Santika-Club in Bangkok 2009 und im Mountain-B-Club in der Provinz Chonburi 2022, erklĂ€rte er. 2009 waren wĂ€hrend einer Silvesterfeier im Club «Santika» im Stadtteil Ekkamai 67 Menschen bei einem Feuer ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Besucher wurden verletzt. Funken eines Feuerwerks bei einer BĂŒhnenshow hatten damals den Brand ausgelöst. 

2022 waren bei einem schweren Brand in einem Nachclub etwa 150 Kilometer sĂŒdöstlich von Bangkok mehr als 20 Menschen getötet und rund 30 weitere verletzt worden. Die Flammen hatten sich durch leicht entflammbaren SchalldĂ€mmstoff rasend schnell ausgebreitet.

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