Imker, Honig

Imker ernten deutlich mehr Honig

04.11.2023 - 04:42:38 | dpa.de

Der Herbst ist da, nun bereiten sich die Bienen auf den Winter vor. Die Zahlen zur Honigernte sehen vielversprechend aus. Wer sich ein Glas deutschen Honigs kaufen will, muss tief in die Tasche greifen.

Die Imker in Deutschland haben mehr Honig geerntet. - Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Deutschlands Imker haben in diesem Jahr gut geerntet. Pro Bienenvolk seien im Schnitt 36,7 Kilo Honig geerntet worden und damit 2,3 Kilo mehr als im Vorjahr, teilte das Fachzentrum Bienen und Imkerei auf dpa-Anfrage im rheinland-pfÀlzischen Mayen mit.

Verglichen mit dem sehr verregneten Jahr 2021, in dem nur 18 Kilo pro Volk eingeholt wurden, ist die Erntemenge gut doppelt so groß. In der seit 2012 gefĂŒhrten Statistik fiel der Jahreswert nur 2018 höher aus, damals waren es 36,9 Kilo pro Bienenvolk.

«Es war ein sehr gutes Bienenjahr», sagte Fachzentrumsleiter Christoph Otten. «Dank positiver Witterung haben die Bienen viel Nektar eingebracht und die Imker konnten viel Honig schleudern.» Zwischenzeitlich habe es zwar auch Niederschlag gegeben, dies habe aber nur geringen Einfluss auf die Nektarmenge. «Den Bienen reichen oft schon drei, vier schöne Tage hintereinander, um ihre Honigproduktion stark hochzufahren.» Manche Völker können unter gĂŒnstigen Bedingungen bis zu zwei Kilo Honig am Tag sammeln.

Preiserhöhungen ĂŒberfĂ€llig

In Deutschland gibt es schĂ€tzungsweise 1,1 Millionen Bienenvölker und 170.000 Imkerinnen und Imker, die allermeisten von ihnen machen dies als Hobby oder im Nebenerwerb. Das Fachzentrum Bienen und Imkerei ist fĂŒr eine Branchenumfrage zustĂ€ndig, fĂŒr die diesmal Imker rund 13.000 Meldungen abgaben - unterteilt in eine Befragung zur FrĂŒhtracht, also der Ernte im FrĂŒhjahr, und eine Befragung zur Sommertracht.

Pro 500-Gramm-Glas Honig verlangen die Imkerinnen und Imker der Umfrage zufolge 6,50 Euro, das sind circa fĂŒnf Prozent mehr als im vergangenen Jahr. «Die betriebswirtschaftlichen Kosten haben sich deutlich erhöht, daher waren Preiserhöhungen ĂŒberfĂ€llig und trotzdem oft nicht kostendeckend», sagt Branchenkenner Otten. So habe sich der Preis fĂŒr Winterfutter fĂŒr Bienen binnen eines Jahres etwa verdoppelt. Große Sorgen machen den einheimischen Imkern auch die Billigimporte aus dem Ausland.

Als Bedrohung sehen die Imker die Asiatische Hornisse. Das ist eine invasive Art, die Jagd auf Bienen macht und dadurch das Sammelverhalten eines Volks beeintrĂ€chtigt. «Wir haben das erste Jahr hinter uns, in dem die Asiatische Hornisse im Saarland und in Rheinland-Pfalz erstmals massiv aufgetreten ist», sagt Bienenfachmann Otten. «Bisher haben wir nur vereinzelt Schadensmeldungen erhalten, aber wir mĂŒssen das auf jeden Fall weiter im Blick haben.»

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