Nach Louvre-Einbruch: Museen weltweit erklÀren SolidaritÀt
27.10.2025 - 18:05:48 | dpa.de
Nach dem spektakulÀren Einbruch in den Pariser Louvre haben sich zahlreiche Museumsdirektorinnen und -direktoren aus aller Welt solidarisch gezeigt und das Museum als offenen Ort verteidigt. In einem offenen Brief an die Zeitung «Le Monde» stellen sich 57 Vertreterinnen und Vertreter internationaler SpitzenhÀuser hinter Louvre-Chefin Laurence des Cars.
«Unsere Institutionen bleiben nicht von der HĂ€rte der Welt verschont», heiĂt es in dem Schreiben. Museen seien zunehmend Ziel gewalttĂ€tiger Angriffe. Was dem Louvre widerfahren sei, gehöre «zu den gröĂten BefĂŒrchtungen von Museumsfachleuten». Einige Unterzeichner hĂ€tten Ăhnliches bereits erlebt.
Offene Museen statt Festungen
Mit dem Angriff, so heiĂt es weiter, sei nicht nur das Pariser Museum getroffen worden, sondern die Idee des Museums selbst â die Aufgabe, das gemeinsame Erbe der Menschheit mit möglichst vielen Menschen zu teilen. «Museen sind Orte der Vermittlung und des Staunens», schreiben die Direktorinnen und Direktoren. «Sie helfen uns, die Welt mit anderen Augen zu sehen.»
«Museen sind weder Bastionen noch Tresore», heiĂt es in dem Brief. Zwar mĂŒssten HĂ€user sichere RĂ€ume fĂŒr Kunst und Publikum schaffen, doch ihre eigentliche Bedeutung liege «in ihrer Offenheit und ZugĂ€nglichkeit».
Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen
Zu den UnterstĂŒtzern gehören prominente Namen: Marion Ackermann, PrĂ€sidentin der Stiftung PreuĂischer Kulturbesitz, Christophe Cherix vom Museum of Modern Art in New York, Nicholas Cullinan vom British Museum in London sowie Emilie Gordenker, Generaldirektorin des Van-Gogh-Museums in Amsterdam.
Bei dem Einbruch vor ĂŒber einer Woche wurden Juwelen im geschĂ€tzten Wert von 88 Millionen Euro entwendet â ein Diebstahl, der nicht nur Entsetzen, sondern auch scharfe Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen des weltberĂŒhmten Museums ausgelöst hatte.
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