Taifun Champi, Taiwan

Taifun Champi erreicht Taiwan mit Böen bis Tempo 220

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 06:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Super-Taifun Champi nähert sich Taiwan und soll anschließend an Chinas Südostküste entlangziehen. Behörden warnen vor Starkregen, Sturm und Einschränkungen im Verkehr.

Champi erreicht die stärkste Taifun-Kategorie

  • Taifun Champi näherte sich Taiwan am Donnerstag aus südöstlicher Richtung.
  • Die Böen des Super-Taifuns erreichten Tempo 220.
  • In Zhejiang wurden Fährverbindungen gestrichen und Küstenarbeiten unterbrochen.
Ostasien wird jedes Jahr mehrfach von Taifunen heimgesucht. - Bild: -/XinHua/dpa

Taifun Champi nähert sich Taiwan und China, während erste Airlines Flüge zur japanischen Insel Okinawa abgesagt haben. Der Sturm erreichte am Donnerstag als Super-Taifun Böen von Tempo 220 und löste Warnungen für die Gewässer um Taiwan aus.

Warnungen für Taiwan

Die Wetterbehörde Taiwans warnte vor den Gewässern östlich und nördlich der Insel. Meteorologen erwarten, dass sich Champi abschwächt, bevor vor allem im Nordosten Taiwans ab dem späten Abend heftige Regenfälle einsetzen.

Für die mehr als 23 Millionen Einwohner Taiwans drohen damit neben Unwettern weitere Einschränkungen im Flug- und Schiffsverkehr. Die ersten Flugausfälle betreffen Verbindungen nach Okinawa.

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Auswirkungen in China

Nach den bisherigen Vorhersagen soll Champi nach Norden abdrehen und am Samstag den Südosten Chinas streifen. In den Provinzen Zhejiang und Fujian warnten die Behörden vor dem Sturm und riefen Fischerboote in die Häfen zurück.

In Zhejiang wurden zudem einige Fährverbindungen abgesagt und Bauarbeiten an der Küste unterbrochen. Für die betroffenen Gebiete werden starke Regenfälle und Sturm erwartet.

Sturm zieht weiter nach Osten

Anschließend dürfte der Taifun über das Ostchinesische Meer weiter nach Osten ziehen. Auf dem Weg nach Japan könnte er sich zu einem Tropensturm abschwächen und auch den Süden Südkoreas streifen.

Nach chinesischen Angaben ist Champi der 30. Taifun der diesjährigen Saison im Pazifik. Am Mittwoch hatte der Sturm über dem Philippinischen Meer bei den anhaltenden Spitzenwindgeschwindigkeiten vorübergehend den bisherigen Saisonhöchstwert erreicht.

Taifune gehören im westlichen Nordpazifik zu den regelmäßig wiederkehrenden Naturgefahren. Besonders Taiwan, die chinesischen Küstenprovinzen und die japanischen Inseln verfügen deshalb über engmaschige Warn- und Evakuierungssysteme, die bei herannahenden Wirbelstürmen frühzeitig aktiviert werden.

Für Taiwan liegt die unmittelbare Herausforderung darin, die Auswirkungen eines Sturms trotz möglicher Abschwächung einzuschätzen. Gebirge können Regenfälle verstärken, während starke Böen den Flugverkehr, den Fährbetrieb und die Energieversorgung beeinträchtigen. Auch ein Taifun, der nicht direkt auf Land trifft, kann durch hohe Wellen und Starkregen erhebliche Folgen haben.

Risiken für die chinesische Küste

An Chinas Südostküste konzentriert sich die Vorsorge vor allem auf Fischer, Fährverbindungen und Baustellen in Küstennähe. Zhejiang und Fujian sind dicht besiedelte und wirtschaftlich bedeutende Küstenregionen; Unterbrechungen im Hafen-, Verkehrs- und Tourismussektor können deshalb über die unmittelbar betroffenen Orte hinausreichen.

Die weitere Entwicklung hängt davon ab, wie stark Champi über dem Meer an Energie verliert und welchen Kurs der Sturm einschlägt. Für die Bevölkerung bedeutet das, Warnungen, Flugpläne und lokale Anweisungen kurzfristig zu verfolgen. Auch Japan und Südkorea könnten später von abgeschwächten Ausläufern betroffen sein.

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