Kate Winslet ĂŒber Frauen: «Ihr seid phĂ€nomenal»
03.07.2024 - 01:30:36 | dpa.de
Mehr Stolz, weniger Selbstzweifel: Geht es nach der OscarpreistrĂ€gerin Kate Winslet, sollten Frauen sich jeden Tag selbst sagen, wie toll sie sind. «Verschwendet kĂŒnftig nichts mehr von eurer kostbaren, kostbaren Energie darauf, euch fĂŒr euren Körper zu schĂ€men. Hinterfragt nicht, wie ihr ausseht, ihr seid alle phĂ€nomenal», ruft die 48-JĂ€hrige bei der Europapremiere ihres neuen Films «Die Fotografin» auf dem Filmfest MĂŒnchen. Und rund 1500 GĂ€ste jubeln. Alle lieben Kate und klatschen begeistert, als sie am Dienstagabend auf der BĂŒhne den Ehrenpreis des Festivals ĂŒberreicht bekommt, den CineMerit Award.Â
Winslets Einsatz fĂŒr Frauen kommt nicht von ungefĂ€hr. 1997 wurde sie mit «Titanic» an der Seite von Leonardo di Caprio zum Weltstar - und das in einer Branche, die von MĂ€nnern dominiert wurde. Doch die Britin weiĂ sich zu behaupten und wĂ€hlt sorgfĂ€ltig ihre Projekte und die Menschen aus, mit denen sie zusammenarbeitet.Â
«Die Fotografin» und viele starke Frauen
Ihr neuer Film «Die Fotografin» ist ein Werk vieler starker Frauen, vor und hinter der Kamera. Winslet ist Produzentin, gemeinsam mit Kate Solomon, mit der sie wĂ€hrend des Drehs sogar zusammenwohnte. Und sie spielt die Hauptfigur Lee Miller (1907-1977), die es wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges gegen alle WiderstĂ€nde als Kriegsberichterstatterin fĂŒr die britische Zeitschrift «Vogue» an die Front schafft, obwohl da eigentlich nur MĂ€nner zugelassen sind. Ihre Fotos werden Zeitdokumente, darunter sind Aufnahmen von der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Dachau.Â
Bei der Regie fiel die Wahl auf Ellen Kuras, deren Art des GeschichtenerzĂ€hlens Winslet sehr schĂ€tzt. Zudem kennen sich beide schon seit 20 Jahren, von gemeinsamen Dreharbeiten, als Kuras noch Kamerafrau war. Frauen am Set seien damals rar gewesen, sagt Winslet. «Wir haben uns gut angefreundet, einfach weil wir die einzigen MĂ€dels waren.»Â
Ein Dank von David KrossÂ
Ein Wiedersehen fĂŒr Winslet gab es mit David Kross («Kafka»), der beim CineMerit Award die Laudatio auf die berĂŒhmte Schauspielerin halten durfte. Die beiden hatten in dem Film «Der Vorleser» von 2008, fĂŒr den Winslet einen Oscar bekam, gemeinsam vor der Kamera gestanden. Das Thema: die Beziehung zwischen einem 15-JĂ€hrigen und einer 20 Jahre Ă€lteren Frau. Ein nicht ganz einfacher Dreh fĂŒr Kross, der damals erst 17 war. Doch Winslet mit ihrer Offenheit und ihrem VerstĂ€ndnis stand ihm bei: «Ich bin sehr dankbar, wie du mir geholfen hast, mich bei diesen sehr intimen Szenen wohlzufĂŒhlen», dankte Kross. «Du hast fĂŒr mich einen sicheren Ort geschaffen und mir geholfen, den Prozess zu verstehen», mit Geduld und vor allem sehr viel Humor.»
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