HÀftlinge greifen bei Hamburg drei GefÀngnismitarbeiter an
24.05.2026 - 14:05:53 | dpa.de
Drei HÀftlinge eines Hamburger JugendgefÀngnisses sollen drei Mitarbeiter der Einrichtung angegriffen und zwei von ihnen verletzt haben. Das teilte die zustÀndige Hamburger Justizbehörde mit. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand der Behörde hat es sich nicht um einen Ausbruchsversuch gehandelt. Der Vorfall auf der Elbinsel Hahnöfersand trug sich demnach am Samstag zu. ZunÀchst hatte die «Hamburger Morgenpost» berichtet.
Die Insassen sollen zunĂ€chst einen Bediensteten des GefĂ€ngnisses wenige Minuten in einem Materialraum festgehalten und ihm einen SchlĂŒssel gestohlen haben. Der Mitarbeiter sei leicht verletzt worden. Einer der Gefangenen hat demnach den SchlĂŒssel genutzt, um in eine andere Station des GefĂ€ngnisses zu gehen. Dort sei er von anderen Sicherheitsleuten aufgehalten worden.Â
Ein Mitarbeiter des GefÀngnisses sei schwer verletzt worden. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht, und soll dieses wieder am Sonntag verlassen. Bei der Anstalt handelt es sich um das zentrale JugendgefÀngnis der Stadt.
Zwei Gefangene wurden bereits verlegtÂ
Die Polizei in Niedersachsen teilte mit, es habe sich um eine kurze Auseinandersetzung gehandelt. Diese sei «anstaltsintern geregelt» worden, bevor die Polizei eingetroffen sei. Die Hamburger Justizbehörde teilte mit, der Fall werde der Staatsanwaltschaft ĂŒbergeben. Zwei der Gefangenen sind nach dem Vorfall verlegt worden. Ein weiterer soll am Sonntag verlegt werden.Â
Das JugendgefÀngnis liegt in Niedersachsen
Die Justizvollzugsanstalt Hahnöfersand liegt auf der gleichnamigen niedersĂ€chsischen Elbinsel, die auch GefĂ€ngnisinsel genannt wird. Das JugendgefĂ€ngnis steht auf niedersĂ€chsischem Gebiet unter Hamburger Leitung. Laut Website hat das GefĂ€ngnis 176 HaftplĂ€tze und 20 ArrestplĂ€tze. Laut Justizbehörde gibt es in der Anstalt ausschlieĂlich mĂ€nnliche Insassen.Â
Im GefĂ€ngnis Hahnöfersand saĂ bis Januar der mutmaĂliche PĂ€dokriminelle ein, der unter dem Pseudonym «White Tiger» Kinder im Internet zu Gewalt gezwungen haben soll. Er wurde vor Verfahrensbeginn aus der Anstalt ins UntersuchungsgefĂ€ngnis nach Hamburg gebracht.
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