DĂ€nemark, Schleswig-Holstein

Abtransport von Walkadaver wohl nicht sofort nach Obduktion

Veröffentlicht am: 04.06.2026 um 10:50 Uhr | dpa.de

Die traurige Geschichte von Buckelwal «Timmy» nÀhert sich dem Ende. Heute soll ab dem spÀten Nachmittag sein Kadaver untersucht werden. Was danach mit ihm geschieht, ist offenbar noch offen.

  • Container stehen bereits fĂŒr den Abtransport des toten Buckelwals bereit, doch dieser verzögert sich. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
    Container stehen bereits fĂŒr den Abtransport des toten Buckelwals bereit, doch dieser verzögert sich. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
  • Der Kadaver ist von FĂ€ulnisgasen stark aufgeblĂ€ht.  - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
    Der Kadaver ist von FÀulnisgasen stark aufgeblÀht. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa
Container stehen bereits fĂŒr den Abtransport des toten Buckelwals bereit, doch dieser verzögert sich. - Bild: Kai Moorschlatt/dpa Der Kadaver ist von FĂ€ulnisgasen stark aufgeblĂ€ht.  - Bild: Kai Moorschlatt/dpa

Der Kadaver des Buckelwals «Timmy» wird voraussichtlich zumindest an diesem Donnerstag noch auf der dĂ€nischen Insel Anholt bleiben. Noch vor Beginn der Obduktion sagte eine Sprecherin des FĂ€hrunternehmens Anholt Greena der Deutschen Presse-Agentur, der fĂŒr heute oder morgen geplante Abtransport von der Insel sei auf unbestimmte Zeit verschoben. 

Ab dem spĂ€ten Nachmittag soll das Tier von Experten untersucht werden. Sie erhoffen sich mögliche Erkenntnisse ĂŒber die Todesursache des Buckelwals, der seit Wochen Schlagzeilen macht. Am Strand stehen bereits große Container bereit. Ob der gelblich verfĂ€rbte und durch FĂ€ulnisgase aufgeblĂ€hte Wal nach der Obduktion zerteilt und in die Container verladen wird oder bis auf weiteres am Strand liegenbleibt, war zunĂ€chst unklar. Anwohner sind besorgt, der ĂŒbelriechende Kadaver des tonnenschweren Tiers könnte BadegĂ€ste abschrecken.

War «Timmy» ein MÀdchen?

Die Obduktion soll öffentlich am Strand stattfinden. Interessierte können dabei zusehen – mit Sicherheitsabstand. In DĂ€nemark ist das nicht ganz ungewöhnlich, trotzdem dĂŒrfte dieser Fall besonders sein.

Seit der Buckelwal ab Ende MĂ€rz mehrfach vor der deutschen OstseekĂŒste gestrandet war, beschĂ€ftigt sein Schicksal viele Menschen in Deutschland. Eine private Initiative hatte das Tier gegen den Rat von Fachleuten mit einem Schiff in einer Metallkiste Richtung Nordsee transportiert und ausgesetzt. 

Einige Zeit nach der kritisierten Aktion war der Wal tot auf Anholt angespĂŒlt worden. Ein Bergungsteam hatte das Tier am Wochenende auf den Strand gezogen. Die Obduktion soll auch mit abschließender Sicherheit klĂ€ren, ob der Wal mit dem Jungennamen wie vermutet ein Weibchen ist.

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