Dingolfing, Tödlicher Schuss

Dingolfing: Zwei Trittbrettfahrer lösen neue Großfahndung aus

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 19:44 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Nach dem tödlichen Schuss auf einen 43-Jährigen in Dingolfing lösten zwei Jugendliche am folgenden Tag einen weiteren Großeinsatz aus. Die Ermittler suchen weiterhin nach dem flüchtigen Täter und klären das Motiv.

Zwei Einsätze nach tödlichem Haustürschuss

  • Am Dienstag erschienen ein 18-Jähriger und ein 17-Jähriger mit einem Auto am Tatort in Dingolfing.
  • Die Polizei leitete mit zahlreichen Streifen und einem Hubschrauber eine umfangreiche Fahndung ein.
  • Eine Sonderkommission der Kriminalpolizei Landshut arbeitet mit rund 30 Kräften an der Aufklärung.
Angehörige wählten nach der Tat den Notruf und riefen die Polizei. - Bild: Felix Kirberg/dpa

Großfahndung nach Trittbrettfahrer-Alarm in Dingolfing

Einen Tag nach dem tödlichen Schuss auf einen 43-Jährigen haben zwei Jugendliche in Dingolfing einen weiteren größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Die Verdächtigen standen am Dienstagnachmittag mit einem Auto vor dem Tatort und äußerten sich gegenüber einem Angehörigen des Opfers so, dass dies als Drohung verstanden werden konnte.

Polizei nimmt zwei Jugendliche in Gewahrsam

Die Angehörigen riefen erneut die Polizei, weil ein Zusammenhang mit der Tat vom Montag nicht ausgeschlossen werden konnte. Zahlreiche Streifen und ein Polizeihubschrauber beteiligten sich an der Fahndung.

Nach etwa einer Stunde entdeckten die Einsatzkräfte den Wagen der Gesuchten. Ein 18-Jähriger und ein 17 Jahre alter Jugendlicher wurden zunächst in Gewahrsam genommen.

Auftreten am Tatort als «lustig» bezeichnet

Die beiden erklärten, sie hätten ihr Auftreten gegenüber den Angehörigen des Opfers als «lustig» empfunden. Die Polizei wertete die Äußerung am Tatort zuvor als möglichen Anlass für die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen.

Sonderkommission sucht den flüchtigen Schützen

Am Montag hatte eine unbekannte Person an dem Wohnhaus geklingelt. Nachdem der 43-Jährige die Tür geöffnet hatte, wurde er niedergeschossen und starb noch am Tatort.

Der Täter flüchtete mit einem Fahrzeug. Die Kriminalpolizei Landshut setzte zur Aufklärung eine Sonderkommission mit rund 30 Beamtinnen und Beamten ein. Motiv und genauer Tathergang sind nach Angaben der Polizei weiterhin unklar.

Die tödliche Attacke ereignete sich an einem Ort, an dem Angehörige und Ermittler am Folgetag weiterhin mit einer ungeklärten Gewalttat umgehen mussten. Dass zwei Jugendliche anschließend vor dem Wohnhaus erschienen und eine Äußerung als Drohung verstanden wurde, erhöhte kurzfristig den polizeilichen Handlungsdruck.

Die Polizei reagierte mit zahlreichen Streifen und einem Hubschrauber, weil ein Zusammenhang mit der Tat vom Montag nicht ausgeschlossen werden konnte. Nach rund einer Stunde wurden ein 18-Jähriger und ein 17-Jähriger in ihrem Wagen angetroffen und zunächst in Gewahrsam genommen. Ihre Erklärung, sie hätten das Auftreten am Tatort als lustig empfunden, ordnet den zweiten Einsatz als mutmaßliche Trittbrettfahrer-Aktion ein.

Ermittlungen konzentrieren sich auf die Haupttat

Unabhängig vom erneuten Polizeieinsatz bleibt die zentrale Frage, wer den 43-Jährigen an der Haustür erschoss und warum. Die Sonderkommission der Kriminalpolizei Landshut bündelt dafür die Ermittlungen mit rund 30 Beamtinnen und Beamten. Bis zur Klärung von Motiv und Tathergang stehen damit vor allem Spuren am Tatort, Zeugenaussagen und die Suche nach dem flüchtigen Tatverdächtigen im Mittelpunkt.

Für die Bevölkerung zeigt der Fall zugleich, wie schnell eine unklare Gewalttat weitere Notfalleinsätze auslösen kann. Der zweite Vorfall führte zwar zu einer Großfahndung, änderte aber nichts daran, dass die Aufklärung des tödlichen Schusses die entscheidende Aufgabe der Ermittler bleibt.

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