PEN Deutschland zu Buchhandlungspreis: «Wehret den AnfÀngen»
Veröffentlicht am: 09.03.2026 um 12:33 Uhr | dpa.de
Die Autorenvereinigung PEN Deutschland betrachtet mit groĂer Sorge die Entscheidung, drei BuchlĂ€den von der Liste fĂŒr den Deutschen Buchhandlungspreis zu streichen. «Nicht nur der Preis ist damit beschĂ€digt, sondern das Ansehen einer ganzen Branche â und das unserer politischen Entscheider», teilte PEN Deutschland in Darmstadt mit.Â
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hatte in der vergangenen Woche wegen «verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse» drei linke BuchlĂ€den von der Liste fĂŒr den Deutschen Buchhandlungspreis gestrichen. Ăffentlich ist nicht bekannt, was gegen die drei LĂ€den in Berlin, Bremen und Göttingen vorliegt. Die Betroffenen wollen vor Gericht ziehen. Der Deutsche Buchhandlungspreis fĂŒr etwa 100 besonders engagierte kleine BuchlĂ€den ist mit Preisgeldern von 7.000 bis 25.000 Euro dotiert.
«Wehret den AnfĂ€ngen â ansonsten werden wir im Handumdrehen âamerikanischeâ ZustĂ€nde haben», sagte PEN Deutschland-PrĂ€sident Matthias Politycki. «Die jeweils regierende Partei kuratiert das kulturelle Angebot, sei's in zeitlicher Abfolge, indem sie die Entscheidungen der VorgĂ€ngerregierung revidiert, sei's in rĂ€umlicher Hinsicht, indem das kulturelle Angebot von Bundesland zu Bundesland völlig anders bemessen wird.» Die Meinungsfreiheit umfasse auch die Freiheit der BuchhĂ€ndler.
