Mann bei SEK-Einsatz in Hamburg erschossen
14.06.2024 - 07:13:56 | dpa.deBei einem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Hamburg ist ein 51-JĂ€hriger tödlich verletzt worden, der zuvor versucht haben soll, seinen Vater umzubringen. Wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen sagte, waren die Beamten kurz vor Mitternacht von Anwohnern «aufgrund einer verhaltensauffĂ€lligen mĂ€nnlichen Person» alarmiert worden. Der 81 Jahre alte Vater des Mannes hatte im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses schwer verletzt um Hilfe gerufen. Zuvor soll der Sohn die Kleidung des Seniors angezĂŒndet haben, wie die Polizei weiter mitteilte.
Die gerufenen RettungskrĂ€fte versorgten die schweren Brandverletzungen im Gesicht des Mannes, der aufgrund des Feuers auch Rauchgas eingeatmet hatte. Der Vater wurde mit seinen schweren Brandverletzungen in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert. Er schwebe nicht in Lebensgefahr.Â
Als schlieĂlich auch die ersten Funkstreifenwagen der Polizei bei dem Haus im Stadtteil Rahlstedt ankamen, habe der 51-JĂ€hrige unvermittelt mehrfach auf die Beamten geschossen. Die Polizistinnen und Polizisten forderten daraufhin das SEK an. Wenig spĂ€ter feuerte er den Angaben zufolge erneut mehrfach auf die EinsatzkrĂ€fte - und die schossen zurĂŒck. Dabei wurde der Mann tödlich verletzt.
Ermittlungen laufen
Die RettungskrĂ€fte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen, sagte ein Feuerwehrsprecher dazu. Wie viele Beamte wie oft auf den Mann geschossen haben, werde nun ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Auch, ob der 51-JĂ€hrige mit scharfer Munition geschossen und wie viele SchĂŒsse er abgegeben hatte, ist den Angaben zufolge Gegenstand der Ermittlungen. Er soll möglicherweise in einem psychischen Ausnahmezustand gewesen sein.
Mordkommission und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen wegen des versuchten Tötungsdeliktes ĂŒbernommen. Zudem prĂŒft - wie nach Schusswaffengebrauch ĂŒblich - das Dezernat Interne Ermittlungen der Innenbehörde den Fall.
Am frĂŒhen Mittag war der Leichnam des Angreifers in einem schwarzen Sack abtransportiert worden. Zudem sicherten Ermittler am mit Flatterband abgesperrten Tatort weitere Spuren.Â
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