Theater, Sachsen

Nach tödlichem Unwetter: Das AufrÀumen beginnt

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 02:55 Uhr | dpa.de

Ein Mann stirbt wĂ€hrend eines Unwetters – ein umstĂŒrzender Baum trifft ihn. Es gibt auch mehrere Schwerverletzte. Die EinsatzkrĂ€fte hoffen auf mehr Klarheit am Morgen.

  • FĂŒr die EinsatzkrĂ€fte war die Lage in der Dunkelheit unĂŒbersichtlich. - Bild: Robert Michael/dpa
    FĂŒr die EinsatzkrĂ€fte war die Lage in der Dunkelheit unĂŒbersichtlich. - Bild: Robert Michael/dpa
  • Das Unwetter in Sachsen endete fĂŒr einen Menschen mit dem Tod.  - Bild: Jonas Schubert/xcitepress/dpa
    Das Unwetter in Sachsen endete fĂŒr einen Menschen mit dem Tod. - Bild: Jonas Schubert/xcitepress/dpa
FĂŒr die EinsatzkrĂ€fte war die Lage in der Dunkelheit unĂŒbersichtlich. - Bild: Robert Michael/dpa Das Unwetter in Sachsen endete fĂŒr einen Menschen mit dem Tod.  - Bild: Jonas Schubert/xcitepress/dpa

Schwere Unwetter sind in der Nacht ĂŒber Deutschland gezogen und haben in der SĂ€chsischen Schweiz ein Menschenleben gefordert. In Rathen wurde ein Mann laut Polizei von einem Baum erschlagen. Drei Menschen seien schwer verletzt worden. Zehn weitere Menschen wurden nach Angaben der zustĂ€ndigen Rettungsleitstelle verletzt, 40 Menschen in Sicherheit gebracht.

«Es ist vor Ort sehr unĂŒbersichtlich», sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur am spĂ€ten Abend. Die Dunkelheit erschwert die Arbeit der EinsatzkrĂ€fte. Es werde vermutlich erst ein klares Lagebild geben, wenn es wieder hell sei, sagte der Polizeisprecher. Nach Angaben der Rettungsleitstelle soll der Einsatz am Morgen weitergehen.

Auch die Bergwacht war im Einsatz und suchte mit der UnterstĂŒtzung von Drohnen nach Menschen. Ein Sprecher der Bergwacht sagte, er habe den Eindruck, als seien ein Teil des Hanges abgestĂŒrzt und mehrere BĂ€ume ins Tal gestĂŒrzt. «Es scheint eine sehr lokal begrenzte und sehr starke Unwetterzelle gewesen zu sein», sagte er.

Weitere SchÀden und Verletzte 

Auch im SĂŒden Deutschlands krachte es: Ein schweres Gewitter mit Sturm brachte in Stuttgart eine Reihe von BĂ€umen zu Sturz. «BĂ€ume fielen auf Pkw, auf Stromleitungen oder auf Straßen», sagte ein Feuerwehrsprecher am Abend. Zudem seien UnterfĂŒhrungen ĂŒberflutet worden. Es gebe etwa 50 EinsĂ€tze. Unter anderem sorgte ein umgestĂŒrzter Baum fĂŒr Unterbrechungen bei der Stadtbahn, ein anderer riss eine Stromleitung ab, wie die Feuerwehr in ihrer Bilanz gegen Mitternacht mitteilte. Mehrere umgestĂŒrzte BĂ€ume blockierten zudem vorĂŒbergehend den Weg zu einem KlinikgelĂ€nde.

Zuvor hatte die Hamburger Feuerwehr mitgeteilt, dass es wegen eines Unwetters derzeit viele EinsÀtze gebe. Ein Mitarbeiter des Feuerwehr-Lagezentrums zÀhlte 85 EinsÀtze zwischen 18.30 und 21.00 Uhr, die mit Wasser zu tun hatten. Zwölf weitere fasste er unter dem Stichwort «droht zu fallen» zusammen, damit gemeint waren etwa ZÀune oder Dachziegel. Verletzte habe es nicht gegeben. Die vielen EinsÀtze seien gut zu bewÀltigen gewesen. 

In Oberbayern hat ein Gewitter hingegen fĂŒr einen Waldbrand gesorgt: Bei Bad Reichenhall schlug laut Polizei am Abend ein Blitz am Berg Hochstaufen ein und entfachte dort ein Feuer. Der Regen habe gegen die Flammen geholfen, aber es seien immer noch Glutnester da, sagte ein Polizeisprecher am frĂŒhen Morgen. Hubschrauber könnten erst mit den Löscharbeiten beginnen, wenn es draußen wieder hell ist. In einer Warnmeldung wiesen die Stadt Bad Reichenhall und die Feuerwehr darauf hin, dass «beim Aufenthalt in diesem Bereich Gefahr fĂŒr Leib und Leben» bestehe. 

Vorstellung an der FelsenbĂŒhne abgesagt

ZurĂŒck nach Sachsen: Ein Sprecher der Rettungsleitstelle Dresden sagte, das UnglĂŒck habe sich in einem Zugangsweg zur FelsenbĂŒhne in Rathen ereignet. Die EinsatzkrĂ€fte vermuteten, dass mehrere Menschen von BĂ€umen eingeschlossen waren. Das GelĂ€nde dort ist felsig. Weitere Details waren zunĂ€chst unklar. Die Vorstellung «Der kleine Horrorladen», die fĂŒr Freitagabend dort geplant war, wurde abgesagt. Die FelsenbĂŒhne hat Platz fĂŒr rund 2.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Sie zĂ€hlt zu den grĂ¶ĂŸten Freilichttheatern Sachsens. 

Warnung vor Gewittern

Der Deutsche Wetterdienst hatte fĂŒr weite Teile Sachsens vor starken Gewittern gewarnt. Dabei könne es unter anderem zu Blitzschlag kommen, es könnten BĂ€ume umstĂŒrzen und GegenstĂ€nde herabfallen. Auch fĂŒr andere BundeslĂ€nder gab es Warnungen.

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