OBERBAYERN, Bayern

Bergsteiger bei Absturz an Zugspitze gestorben

Veröffentlicht: 10.06.2023 um 13:34 Uhr, dpa.de

Ein Mann stĂŒrzt rund 400 Meter in die Tiefe, bevor er auf einem Gletscher tödlich verletzt zum Liegen kommt. Nach dem Absturz beginnt eine Rettungsaktion fĂŒr weitere Bergsteiger in der NĂ€he.

Blick aus Österreich auf die Zugspitze. - Bild: Daniel Karmann/dpa
Blick aus Österreich auf die Zugspitze. - Bild: Daniel Karmann/dpa

Der an der Zugspitze abgestĂŒrzte und verstorbene Bergsteiger ist identifiziert worden. Es handelt sich bei dem Toten um einen 61-jĂ€hrigen Mann aus dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, wie die Polizei mitteilte.

Der Mann war laut einer Augenzeugin am Freitag auf dem Höllental-Klettersteig kurz unterhalb des Gipfels unterwegs. Ein kleiner Schneerutsch erfasste den 61-JĂ€hrigen und riss ihn mit, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Der Bergsteiger stĂŒrzte den Angaben zufolge rund 400 Meter tief, bevor er auf dem Gletscher Höllentalferner tödlich verletzt zum Liegen kam.

Die gerufenen RettungskrĂ€fte konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen. Elf weitere Bergsteiger, die sich in der NĂ€he befanden und das UnglĂŒck bemerkten, mussten mit Hubschraubern gerettet werden, da sie laut Polizei unter Schock standen und die RettungskrĂ€fte mit weiteren AbgĂ€ngen am Klettersteig rechneten. Ein Klettersteig ist ein kĂŒnstlich angelegter Kletterweg, der an FelswĂ€nden oder entlang von meist steilen Felspassagen errichtet wird.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Von einem Fremdverschulden wird derzeit nicht ausgegangen.

Wegen der winterlichen VerhÀltnisse in den Gipfelregionen sind derartige Schneerutsche keine Seltenheit. In den nÀchsten Tagen und Wochen sind laut Polizei weitere AbgÀnge zu erwarten.

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