Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Leiche von Eisbader gefunden - und laufende Kamera

12.01.2026 - 16:30:16 | dpa.de

Ein Zeuge sieht einen Eisbader ins Wasser eines Teichs steigen, der dann verschwunden bleibt. Taucher und KettensÀgen kommen zum Einsatz. Bis zum traurigen Fund; inklusive einer Kamera, die noch lief.

In Wismar ist eine Leiche aus einem Teich geborgen worden. - Foto: Philip Dulian/dpa
In Wismar ist eine Leiche aus einem Teich geborgen worden. - Foto: Philip Dulian/dpa

Bei der Suche nach einem verunglĂŒckten Eisbader haben EinsatzkrĂ€fte in einem vereisten Teich in Wismar die Leiche eines Mannes gefunden. Laut Polizei handelt es sich um einen 40-JĂ€hrigen. Ein Zeuge hatte demnach am Montagmorgen einen Mann beim Eisbaden gesehen - dieser sei dann nicht wieder aufgetaucht. Danach habe der Zeuge die EinsatzkrĂ€fte verstĂ€ndigt.

EinsatzkrÀfte fanden zwei Löcher im Eis und eine Kamera. «Die lief noch», sagte ein Sprecher der Stadt Wismar in Mecklenburg. Demnach zeigte das Video, «wie einer da reinspringt und nicht wieder rauskommt». 

Taucher und KettensÀgen im Einsatz

Es handle sich um einen Löschteich im Stadtteil Wendorf, der an der entsprechenden Stelle etwa 1,75 Meter tief sei. Die Eisschicht sei etwa fĂŒnf bis sieben Zentimeter dick gewesen, sagte der Sprecher und verwies auf eine SchĂ€tzung der Feuerwehr. 

Die Feuerwehr der Stadt Wismar hatte vor einer Woche davor gewarnt, EisflĂ€chen zu betreten. In diesem Fall war der Mann allerdings offenbar nicht eingebrochen. Er habe Löcher in das Eis gesĂ€gt, hieß es von der Stadt.

WÀhrend der Suchaktion hatte Ronny Bieschke von der Feuerwehr Wismar gesagt: «Die Bedingungen sind sehr schlecht.» Auch Taucher waren vor Ort. Mit KettensÀgen sÀgten Feuerwehrleute das Eis auf. Dabei wurden sie durch Seile gesichert.

DLRG warnt davor, allein Eisbaden zu gehen

Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) riet davon ab, allein Eisbaden zu gehen. «Man sollte wenigstens zu zweit unterwegs sein, um im Notfall reagieren zu können», sagte ein Sprecher der DLRG der Deutschen Presse-Agentur. «Und man sollte natĂŒrlich körperlich gesund sein. Im besten Fall geht man vorher zum Arzt und klĂ€rt das ab.» Etwa bei Herzproblemen könne es schnell kritisch werden.

Spekulationen, wonach es sich bei dem Eisbader um einen Influencer handelt, bestĂ€tigte eine Polizeisprecherin nicht. «Das weiß ich schlichtweg auch nicht.» Bei dem Teich habe man auch den Wagen des Mannes gefunden. Auch seine Partnerin sei vor Ort gewesen. «Die wurde seelsorgerisch noch betreut.» Ob sie erst wĂ€hrend der Suche dazugestoßen oder schon zuvor vor Ort war, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. 

Wieso der Mann nicht wieder auftauchte, ist laut Polizei unklar. Sie fĂŒhrt ein Todesermittlungsverfahren. «Erstmal scheint das nach einem tragischen Unfall auszusehen», sagte eine Polizeisprecherin.

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