Kind stirbt nach VerbrĂŒhung â Mordprozess gegen 31-JĂ€hrigen
13.03.2025 - 13:43:40 | dpa.de
Wegen der tödlichen Misshandlung eines kleinen Kindes mit heiĂem Wasser hat am Landgericht Itzehoe ein Prozess gegen einen 31-JĂ€hrigen begonnen. Der Angeklagte soll am 3. Juli vergangenen Jahres den zweijĂ€hrigen Sohn seiner damaligen LebensgefĂ€hrtin in deren Wohnung im schleswig-holsteinischen Wedel verbrĂŒht haben. Er habe den Jungen am Abend im Badezimmer mit heiĂem Wasser aus der Armatur ĂŒbergossen, hieĂ es in der Anklage. Mit Ausnahme von Kopf, Hals, Nacken und einem Arm habe er groĂflĂ€chige VerbrĂŒhungen erlitten. Das Kind starb 41 Tage spĂ€ter an einem Multiorganversagen infolge der thermischen Einwirkung auf die Haut, wie der Staatsanwalt sagte.Â
Die Anklage gegen den 31-JĂ€hrigen lautet auf Mord in Tateinheit mit schwerer Misshandlung Schutzbefohlener. UrsprĂŒnglich hatte die Staatsanwaltschaft die Tat als Totschlag gewertet, doch das Gericht lieĂ eine verĂ€nderte Anklageschrift zu. Der Angeklagte sei verdĂ€chtig, das Mordmerkmal der Grausamkeit verwirklicht zu haben, erklĂ€rte der Vorsitzende Richter Johann Lohmann.
Der Angeklagte Ă€uĂerte sich zunĂ€chst nicht. Es werde eine Einlassung zu einem spĂ€teren Zeitpunkt geben, kĂŒndigte seine Verteidigerin Constanze von der Meden an. Die Strafkammer hat 15 Fortsetzungstermine bis zum 21. Mai angesetzt. Am 26. MĂ€rz sollen erste Zeugen und am 31. MĂ€rz die Mutter des Kindes gehört werden. Sie ist NebenklĂ€gerin in dem Prozess.
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