Nach Messerangriff von Illerkirchberg:Â Prozessbeginn in Ulm
02.06.2023 - 05:11:56 | dpa.deIm Mordprozess um den Messerangriff auf zwei SchulmĂ€dchen in Illerkirchberg ist die Anklageschrift verlesen worden. Demnach war ein Reisepass fĂŒr eine EheschlieĂung in Ăthiopien das Motiv des angeklagten 27 Jahre alten FlĂŒchtlings, wie die StaatsanwĂ€ltin nach Prozessbeginn am Landgericht Ulm erklĂ€rte.
Laut Anklage wollte der Mann am 5. Dezember mit dem Messer beim Landratsamt die Ausweispapiere erzwingen, als ihm die beiden MĂ€dchen beim Verlassen des Hauses zufĂ€llig ĂŒber den Weg liefen. Er ging demnach davon aus, dass die SchĂŒlerinnen das Messer bei ihm gesehen hatten und stach deshalb zu.
Die 14 Jahre alte SchĂŒlerin starb an ihren Verletzungen im Krankenhaus, ihre 13 Jahre alte Freundin ĂŒberlebte schwer verletzt. Laut Staatsanwaltschaft wollte der Asylbewerber aus Eritrea mit der Tat verhindern, dass die Kinder die Polizei verstĂ€ndigten und seinen Plan durchkreuzten. «TatsĂ€chlich bemerkten die MĂ€dchen das Messer bei ihm nicht», so die StaatsanwĂ€ltin. Angeklagt ist er wegen Mordes und versuchten Mordes mit gefĂ€hrlicher Körperverletzung. Der Mann wurde kurz nach der Tat in der Gemeinde im Alb-Donau-Kreis festgenommen.
Der Mordprozess gegen den 27-JĂ€hrigen endete am Freitag damit auch wieder. Zu einer Einlassung kam es nicht. Die Möglichkeit, sich zu den VorwĂŒrfen zu Ă€uĂern, hat der Mann beim nĂ€chsten Prozesstag am 13. Juni. FĂŒr den Prozess sind insgesamt fĂŒnf Verhandlungstage angesetzt. Die Sicherheitsvorkehrungen sind laut einer Gerichtssprecherin fĂŒr das Verfahren erhöht worden. Ein Urteil könnte am 4. Juli fallen.
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