Hamburg, Deutschland

Deutsche haben weniger Freizeit als im ersten Corona-Jahr

05.09.2023 - 05:27:36 | dpa.de

Eine neue Studie zeigt: Die Deutschen haben weniger Zeit fĂŒr persönliche AktivitĂ€ten als noch vor drei Jahren. Die Abkehr vom Home-Office ist ein Mitgrund dafĂŒr.

Den Deutschen bleibt weniger Zeit fĂŒr FreizeitaktivitĂ€ten. - Bild: Jonas Walzberg/dpa
Den Deutschen bleibt weniger Zeit fĂŒr FreizeitaktivitĂ€ten. - Bild: Jonas Walzberg/dpa

Die Deutschen haben einer Umfrage zufolge weniger Freizeit als im ersten Corona-Jahr 2020. Das geht aus dem «Freizeit-Monitor 2023» hervor. WĂ€hrend die Menschen vor drei Jahren tĂ€glich noch 4 Stunden und 19 Minuten fĂŒr ihre persönlichen AktivitĂ€ten aufwenden konnten, ging diese Zeit demnach nun auf 3 Stunden und 55 Minuten zurĂŒck.

Die Umfrage wird seit mehr als 40 Jahren von der Hamburger BAT-Stiftung fĂŒr Zukunftsfragen von British American Tobacco erhoben.

Die VerĂ€nderung lasse sich auf verschiedene Faktoren zurĂŒckzufĂŒhren. «Ein Hauptgrund ist weniger Home-Office. Zwar offerieren viele Firmen, ihren Mitarbeitern noch einen Teil ihrer Arbeitszeit daheim zu verbringen, jedoch kehren viele auch wieder zurĂŒck in die Unternehmen. Die entsprechenden Wegezeiten fehlen im Freizeit-Budget», sagte der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Prof. Ulrich Reinhardt. Auch habe der Anteil an Verpflichtungen zugenommen - seien es die EinkĂ€ufe im Supermarkt, die Treffen mit Familienangehörigen oder die Stunden als Trainer im Verein.

FĂŒr die kommenden Jahre sei es wahrscheinlich, «dass die gesteigerte Arbeitsbelastung anhalten wird, da die Wirtschaft versucht, sich zu stabilisieren». Gleichzeitig wĂŒrden aber zunehmend mehr Arbeitgeber die Chancen von Teilzeit-Homeoffice und die Bedeutung ausgewogener Arbeitszeiten fĂŒr die ProduktivitĂ€t und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter erkennen.

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