Erdbeben China, Tibet

Erdbeben in Tibet: 16 Tote und 32 Verletzte in Nagqu

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 23:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Bei dem Beben der StĂ€rke 7,0 in der Autonomen Region Tibet starben mindestens 16 Menschen, 32 weitere wurden verletzt. RettungskrĂ€fte suchen in einer dĂŒnn besiedelten Hochlandregion nach weiteren Betroffenen und SchĂ€den.

Rettungseinsatz im Kreis Baqing

  • Das Beben ereignete sich um 16.33 Uhr MESZ im Kreis Baqing der Stadt Nagqu.
  • Das Epizentrum lag etwa 180 Kilometer nordöstlich von Nagqu in zehn Kilometern Tiefe.
  • Elf der mindestens 32 Verletzten befanden sich in kritischem Zustand.
Bei dem Erdbeben gab es Tote und Verletzte. (Symbolbild/ Archiv) - Bild: Johannes Neudecker/dpa

Erdbeben erschĂŒttert Tibets Hochlandregion

Bei dem schweren Erdbeben in China sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 32 weitere wurden in der Autonomen Region Tibet verletzt, elf von ihnen befinden sich in kritischem Zustand.

Mehr als 300 HĂ€user eingestĂŒrzt

Nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, die sich auf den Katastrophenschutz der Stadt Nagqu berief, stĂŒrzten durch die ErschĂŒtterungen mehr als 300 HĂ€user ein. In der Region wurden seit dem Hauptbeben mehrere Nachbeben registriert.

Beben nordöstlich von Nagqu

Das Beben der StÀrke 7,0 ereignete sich um 16.33 Uhr MESZ, entsprechend 22.33 Uhr Ortszeit. Nach Angaben des US-Geologischen Dienstes und der chinesischen Erdbeben-Beobachtungsstelle lag das Epizentrum rund 180 Kilometer nordöstlich von Nagqu in einer Tiefe von zehn Kilometern.

Hochland erschwert die Hilfe

Das Beben trat im Kreis Baqing auf, der zur Stadt Nagqu gehört. Die Hauptstadt Lhasa liegt etwa 400 Kilometer sĂŒdwestlich. Die Gegend um Nagqu ist dĂŒnn besiedelt; das Gebiet am Epizentrum liegt durchschnittlich auf 4.800 Metern Höhe.

StÀrkstes Beben des Jahres

Mit einer StÀrke von 7,0 war das Erdbeben das bisher stÀrkste in diesem Jahr in China. Die Rettungsarbeiten konzentrieren sich nun auf die Suche nach weiteren Betroffenen und die Erfassung der SchÀden in den umliegenden Orten.

Das Beben traf eine abgelegene Hochlandregion im Kreis Baqing, der zur Stadt Nagqu gehört. Das Epizentrum lag rund 180 Kilometer nordöstlich von Nagqu und damit weit entfernt von der tibetischen Hauptstadt Lhasa.

Die geringe Tiefe von zehn Kilometern verstĂ€rkt bei einem starken Erdbeben typischerweise die ErschĂŒtterungen an der OberflĂ€che. In der betroffenen Region erschweren die dĂŒnne Besiedlung, die große Entfernung zu urbanen Zentren und die Höhenlage von durchschnittlich 4.800 Metern den Zugang fĂŒr RettungskrĂ€fte und die Versorgung Verletzter.

Rettung unter schwierigen Bedingungen

Nach dem Beben wurden mehrere Nachbeben registriert. Die chinesische Erdbebenbehörde löste eine Notfallreaktion aus; EinsatzkrĂ€fte aus dem Raum Lhasa entsandten ein Vorauskommando mit GerĂ€ten zur Ortung von VerschĂŒtteten.

FĂŒr die Bevölkerung ist neben der Suche nach weiteren Opfern entscheidend, ob beschĂ€digte GebĂ€ude sicher betreten werden können und wie schnell abgelegene Orte erreicht werden. Die Zahl der Verletzten und die gemeldeten GebĂ€udeeinstĂŒrze machen eine systematische PrĂŒfung der Dörfer rund um das Epizentrum erforderlich.

Folgen fĂŒr die Region

Das Beben war nach Angaben der dpa-Meldung das stÀrkste in China in diesem Jahr. Die unmittelbare Gefahr durch Nachbeben bleibt ebenso relevant wie die Frage, ob Verkehrswege, Stromversorgung und Kommunikationsverbindungen in der Hochlandregion beeintrÀchtigt sind.

Die weitere Entwicklung hĂ€ngt deshalb vor allem vom Fortschritt der Rettungsarbeiten und von einer genaueren Schadenserfassung ab. FĂŒr Menschen außerhalb des Epizentrums dĂŒrfte die Entfernung zu den dicht besiedelten Zentren die direkten Auswirkungen begrenzen, wĂ€hrend die lokale Versorgung besonders gefordert ist.

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