190 Jahre Kultur - ThĂŒringen feiert sich durch die Geschichte
27.05.2026 - 15:20:00 | presseportal.deUNESCO-JubilÀen in Weimar
Weimar zĂ€hlt zu den bekanntesten KulturstĂ€dten Deutschlands. Kaum ein anderer Ort vereint so viele prĂ€gende Kapitel deutscher Kulturgeschichte von der Klassik mit Herzogin Anna Amalia, Schiller und Goethe bis zur Zeit der Weimarer Republik mit Gropius und seiner bis heute wirkenden Bauhaus-Idee. Hier atmet man an jeder Ecke Literatur, Design und pure GenialitĂ€t. Im Jahr 2026 rĂŒckt die Stadt gleich zwei UNESCO-JubilĂ€en in den Mittelpunkt.
Vor 30 Jahren wurden die BauhausstĂ€tten in Weimar gemeinsam mit Dessau in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Was einst als radikales Experiment begann, zĂ€hlt heute zu den bedeutendsten kulturellen Erben der Moderne. Die UNESCO wĂŒrdigte damit nicht nur die Architektur, sondern vor allem die Idee des Bauhauses: Kunst, Handwerk und Gestaltung neu zu denken und fĂŒr den Alltag zugĂ€nglich zu machen. Viele dieser AnsĂ€tze prĂ€gen bis heute, wie Menschen leben und wohnen.
Die Bauhaus-UniversitĂ€t Weimar, die Klassik Stiftung Weimar und die weimar GmbH widmen dem JubilĂ€um ein umfangreiches Programm aus Ausstellungen, Veranstaltungen und Vermittlungsformaten. Einer der Höhepunkte ist der UNESCO-Welterbetag am 7. Juni 2026. Unter dem bundesweiten Motto "Gemeinsam fĂŒr Frieden und VerstĂ€ndigung" öffnen die WelterbestĂ€tten in Weimar ihre TĂŒren fĂŒr SonderfĂŒhrungen, Ausstellungen und weitere Aktionen. ErgĂ€nzt wird das Programm unter anderem durch JubilĂ€umsausstellungen im Bauhaus-Museum Weimar sowie thematische Bauhaus-SpaziergĂ€nge durch die Stadt.
Das Bauhaus-JubilĂ€um reiht sich in eine auĂergewöhnliche UNESCO-Geschichte Weimars ein. Mit dem 25-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Aufnahme von Goethes handschriftlichem Nachlass in das UNESCO-Weltdokumentenerbe und dem 1998 ernannten Ensemble 'Klassisches Weimar' als UNESCO-Weltkulturerbe hat Weimar ĂŒber die unterschiedlichen Epochen hinweg immer wieder Kulturgeschichte von internationaler Bedeutung hervorgebracht.
70 Jahre Lutherhaus in Eisenach
Seit 70 Jahren ist das Lutherhaus Eisenach ein Museum, seine Geschichte reicht jedoch ĂŒber 700 Jahre zurĂŒck. Das historische Fachwerkhaus zĂ€hlt zu den Ă€ltesten erhaltenen GebĂ€uden ThĂŒringens und gilt als einer der zentralen Erinnerungsorte der Reformation. Es erinnert an die Zeit der VerĂ€nderungen Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts. Diese Zeit wurde auch durch Martin Luther geprĂ€gt, der sich wĂ€hrend seiner Schulzeit 1498 bis 1501 im Haus aufhielt und knapp 20 Jahre spĂ€ter wĂ€hrend seines Aufenthalts auf der Wartburg die Bibel ĂŒbersetzte. Heute verbindet das Museum originale Lutherstuben mit modernen Ausstellungsformaten und kĂŒnstlerischen Positionen von Ai Weiwei. Sonderausstellungen wie "Erforschung und Beseitigung. Das kirchliche 'Entjudungsinstitut 1939-1945" sowie die verlĂ€ngerte Impulsausstellung "Jugend, Gott und FDJ" erweitern den Blick auf die Wirkungsgeschichte von Kirche, Staat und Gesellschaft. Dadurch ist die europĂ€ische KulturerbestĂ€tte zu einem Ort geworden, an dem im lutherischen Sinne aktuelle Fragen nach gesellschaftlichem Wandel, Haltung und persönlicher Verantwortung das ursprĂŒngliche AusstellungsgefĂŒge erweitern. lutherhaus-eisenach.com
65 Jahre Deutsches Gartenbaumuseum
Mitten im egapark Erfurt blickt auch das Deutsche Gartenbaumuseum 2026 auf ein besonderes JubilÀum. Als einziges Museum seiner Art in Deutschland widmet es sich auf rund 1.000 Quadratmetern vollstÀndig der Geschichte der Gartenkultur. Seit 65 Jahren erzÀhlt das Haus vom Wandel des Gartenbaus und damit auch von gesellschaftlichen Entwicklungen, Freizeitideen und dem VerhÀltnis der Menschen zur Natur.
Entstanden im Umfeld der Internationalen Gartenbauausstellung von 1961 verbindet das Museum heute historische Perspektiven mit aktuellen Fragen rund um StadtgrĂŒn, ErnĂ€hrung und nachhaltige LebensrĂ€ume. Untrennbar verbunden ist es mit dem egapark Erfurt, der es rĂ€umlich umgibt und zugleich thematisch erweitert. Der auch als "Garten ThĂŒringens" bezeichnete egapark ist ein wichtiges Zeitzeugnis der Gartenbaukunst der 1960er Jahre und entstand zwischen 1958 und 1961 fĂŒr die iga.
Wie sich politischer Anspruch, architektonische Gestaltung und gesellschaftlicher Alltag auf der "Internationalen Gartenbauausstellung der sozialistischen LĂ€nder" der DDR in Erfurt ĂŒberlagerten, zeigt im JubilĂ€umsjahr (ab 14. August) die Sonderausstellung "iga*61. Die DDR durch die Blume". gartenbaumuseum.de
Welche Geschichten ThĂŒringens Museen darĂŒber hinaus erzĂ€hlen, zeigt der Einblick in die ThĂŒringer Museumslandschaft unter thueringen-entdecken.de.
Pressekontakt:
Maja Neumann
Mobil: 0178 2778160
Tel.: +49 (0) 361 3742219
m.neumann@thueringen-entdecken.de
presse.thueringen-entdecken.de
Original-Content von: ThĂŒringer Tourismus GmbH ĂŒbermittelt durch news aktuell
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
